Profil: Antioxidantien fördern Krebs -
Heinzi - 12.01.2016
Liebe Leute,
wieder gibt es in den Medien eine Cover-Story, dass NEM mehr schaden als nutzen. Diese Woche warnt in Österreich das linksliberale Nachrichtenmagazin
profil: Finger weg von Vitaminen! Es wird geschrieben, dass immer mehr Studien zeigen, dass einige Vitamine in Tierversuchen Tumore wachsen lassen. In dem Artikel wird speziell chronisch Kranken und Krebskranken vor der Einnahme stark abgeraten. Es werden einige Wissenschaftler zitiert. Als Beispiel wird zum Beispiel Vitamin E genannt.
Viele hier (inklusive mir) nehmen NEM - einige haben den ganzen Schrank damit voll. Wie geht ihr damit um? Es ist zunächst ja nicht einfach einen Mangel festzustellen oder auszuschließen, und wenn man einen Mangel bei einem bestimmten Vitamin hat, so ist es auch nicht damit getan nur dieses Vitamin zu substituieren (denn genau diese singuläre Substitution eines einzigen Vitamins soll ja nicht gut sein).
Was soll man denn nun tun? Zum Beispiel bei Vitamin D-Mangel oder B12-Mangel oder Biotin-Mangel?
Heinzi
RE: Profil: Antioxidantien fördern Krebs -
urmel57 - 12.01.2016
Hallo Heinzi,
ach das ist immer schwierig das pauschal zu beurteilen, wenn man sich die einzelnen Studien und die Studienbedingungen nicht genauestens anschaut. Gerade beim Vitamin E ist es sehr wichtig, dass man schaut, welches Vitamin E eingesetzt wurde. War es ein chemisches oder ein natürliches. Da Vitamin E ein Racemat ist, ist bei chemischem nur die eine Hälfte für den Körper verwertbar - die andere möglicherweise sogar besonders störend.
So wie auch bei veränderten Fettsäuren die Trans-Fette. Ich verzichte deshalb so gut es geht auf Fertignahrung. Ebenso auch auf modifizierte Stärken und sonstige "Errungenschaften" der Lebensmittelindustrie. Selbst mein Brot backe ich ganz ohne seltsame Stabilisatoren oder Enzymen ganz traditionell mit gepflegtem Sauerteig.
Ich habe momentan wieder das Gefühl dass saure Gurkenzeit ist, und Lückenfüller für die Zeitungen gesucht werden.
Insgesamt ist es natürlich sicherlich besser, sich Vitamine natürlich zuzufügen. Wenn allerdings der gesamte Stoffwechsel auf Grund gestörter physiologischer Verhältnisse nicht stimmt, wird es schwierig. Da wird zum Teil mehr verbraucht. Ich hatte immer geschaut, ein Multipräparat dazuzunehmen, dass es nicht allzu einseitig wird. Ob das das Gelbe vom Ei ist, weiß ich allerdings auch nicht. Vitamin E in hohen Dosen macht für mich allerdings auch keinen Sinn.
Ich nehme auch nur noch was, wenn ich total schlaff bin, dann vor allem Vitamin C in etwas größeren Mengen und hoffe, dass es das richtet und ansonsten auch mal ein B-Vitamine-Präparat. Vielleicht ist es auch nur Placebo - aber Vitamin C hebt meine Lebensqualität um einiges.
Interessanterweise soll es Menschen am ehesten schaden, die eine Vorekrankung haben - witzig, vielleicht sind das ja dann auch sowieso die größeren Risiken haben. Aber wie gesagt, ich glaube keiner Studie mehr, wenn ich sie nicht selbst von vorne bis hinten gelesen habe und auch dann bin ich noch skeptisch, wenn ich sie nicht selbst gefälscht habe

.
Ohne Mangel nehme ich allerdings sonst lieber nichts ein. Alles in Maßen, nicht in Massen. Ich finde so wenig wie möglich so viel wie nötig, wenn man es herausbekommt, was das ist. Wo Geld gemacht wird, da darf man mit Aussagen zu Nutzen sowieso ein wenig vorsichtig sein. Am witzigsten sind die Studien zu Vitamin D, da gehen sich alle regelmäßig an die Gurgel . ...
Liebe Grüße Urmel
RE: Profil: Antioxidantien fördern Krebs -
Heinzi - 13.01.2016
(12.01.2016, 22:18)urmel57 schrieb: Aber wie gesagt, ich glaube keiner Studie mehr, wenn ich sie nicht selbst von vorne bis hinten gelesen habe ...
Was mich an dem Artikel nachdenklich macht ist, das nicht nur Studien zitiert werden (diese können ja sehr einseitig sein, z.B. Gabe eines einzelnen Vitamins in hohen Dose und sind meistens an Mäusen), sondern dass einige österreichische Experten auf diesem Gebiet zu Wort kommen, die aus ihrer Perspektive
sehr eindringlich davor warnen, etwas einzunehmen, weil Präparate das empfindliche Gleichgewicht im Körper stören können.
Das zeigt wieder einmal, wie wenig man in der Medizin eigentlich weiß. Man will sich etwas Gutes tun und schadet sich vielleicht. Wie Kuklinki auch einmal sinngemäß schrieb: Lieschen Müller will sich gesund ernähren, isst Himbeeren im Winter, und weiß nicht, dass diese oft im Winter wahre Giftbomben sind.
Ich werde weiterhin mein Multipräparat, B-Komplex, Ubiquinol, Biotin, Folsäure, Probiotika und bei Bedarf NT sowie C nehmen.
Heinzi
RE: Profil: Antioxidantien fördern Krebs -
Sunflower - 21.02.2016
http://www.dr-kuklinski.info/publikationen/gefaehrlichkeit-vitamine-mikronaehrstoffe.pdf
In den Studien wurde als Vitamin E fast immer Alpha-Tocopherol verwendet. Dieses Vitamin E verdrängt die 7 anderen natürlichen Vitamin E Formen und senkt u.a. den Blutspiegel des Gamma-Tocopherols, welches nicht nur ein potenter Radikalfänger ist sondern auch den nitrosativen Stress (NO) effektiv bekämpft.
Dr.Kuklinski zum Thema VitE:
Zitat:D-a-Tocopherol hochdosiert ist auch nicht ohne Probleme.
In der Natur kommt Vitamin E stets als Gemisch mit allen 8 Vitameren vor (a, ß, γ, d-Tocopherole und –Trienole).
D-a-Tocopherol verdrängt hochdosiert die übrigen Vitamere.
Die große Menge von a-Tocopherol im menschlichen Körper bewirkte, dass Forschungen zu den übrigen E-Vitameren vernachlässigt wurden.
70 % des Vitamin E aus unserer Ernährung liegt als γ-Tocopherol (gamma-Tocopherol) vor.
Seine Konzentration im Blut ist geringer als a-Tocopherol, weil es schneller resorbiert, im Gewebe verteilt und verbraucht wird.
Heute weiß man, dass γ-Tocopherol und d-Trienole wirksame Gegenspieler des nitrosativen Stresses sind. Vor 10 bis 20 Jahren war dieser noch völlig unbekannt. Delta-Tocotrienol reichert sich 95-fach stärker in den Endothelzellen als a.Tocopherol an."
http://www.ralf-kollinger.de/wp/wp-content/uploads/2014/02/Dr.-Bodo-Kuklinski-aus-Rostock-zur-Gef%C3%A4hrlichkeit-Vitaminen-und-Mikronaehrstoffen-.pdf
Nach einer Studie 15,5 mg vit E über die Nahrung schützt vor Alzheimer!
Einzig γ-Tocopherol ist in der Lage, Stickstoffradikale (NO) zu neutralisieren.
a-Tocopherol bei Krankheiten mit Stickstoffradikalen kontraindiziert!
Siehe hier:
http://www.dr-kuklinski.info/publikationen/cholesterinsenkungsstudien.pdf
Deswegen nehme ich jetzt ein Vitamin E Gemisch mit allen 8 Vitameren (Vitamin E Dr Hittich).
Zitat:Tocopherole und Tocotrienole reduzieren das Risiko für Prostatakrebs.
Carotin, Vitamin C und Vitamin E können 35 epidemiologischen Studien zufolge vor der Entstehung von Krebs der Speiseröhre und des Mund- und Rachenraumes schützen
.
http://dgk.de/gesundheit/mikronaehrstoffebiosubstanzen/lexikon/vitamine/vitamin-e.html
Zitat:Aktuell zeigen Daten aus den NHANES-Studien von 1999-2000, dass die durchschnittliche Aufnahmemenge von Alpha-Tocopherol 6,3 mg am Tag für Frauen und 7,8 mg am Tag für Männer in westlichen Ländern beträgt (14). Diese Aufnahmemengen liegen deutlich unter den aktuellen Einnahmeempfehlungen von mindestens 15 mg am Tag. Es wurde sogar geschätzt, dass mehr als 90% der amerikanischen Bevölkerung die täglichen diätetischen Empfehlungen für Vitamin E nicht erfüllen (15).
http://dgk.de/gesundheit/mikronaehrstoffebiosubstanzen/lexikon/vitamine/vitamin-e/mangel.html
http://dgk.de/gesundheit/mikronaehrstoffebiosubstanzen/lexikon/vitamine/vitamin-e/quellenverzeichnis.html
http://www.dr-kuklinski.info/publikationen/vitaminversorgung.pdf
Unter chronischen Hashimoto und Borreliosepatienten sind VitB12, Eisen, VitD und Magnesiummangel meiner Erfahrung nach sehr häufig (die Regel).Diese Mängel werden sehr häufig (fast immer) ärztlich nicht diagnostiziert, weil die Ärzte entweder gar keine Analysen veranlassen oder die falschen, welche einen Mangel nicht immer erkennen lassen (z.B. Vitamin B12 oder Magnesium im Serum) oder die Mängel aufgrund obsoleten Leitlinien (Eisenmangel nur bei Ferritin unter Norm) nicht erkennen können. So laufen Patienten mit erschöpften oder suboptimalen Vitamin B12 und Eisenspeicher jahrelang von Ärzten zu Ärzten wegen chronischer Müdigkeit/Erschöpfung, Konzentrationsschwäche, Schwindel, usw und finden keine Hilfe.
VitD hat eine krebsvorbeugende Wirkung, das haben mittlerweile unzählige Studien gezeigt. Das Brustkrebsrisiko z.B. sinkt mit der Erhöhung des VitD Blutspiegels:
http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/deutschland-das-vitamin-d-mangelland-interview-mit-uwe-groeber/
Im Winter haben Studien zufolge 90% der Deutschen einen 25-OH-VitD3 Spiegel unterhalb des optimalen Spiegels von 30-60 ng/ml.
Siehe Graphik zu DEVID Studie hier:
http://www.netzwerk-frauengesundheit.com/deutschland-das-vitamin-d-mangelland-interview-mit-uwe-groeber/
Ich nehme persönlich aufgrund festgestellter Mängel (vitD, Magnesium im Vollblut, CoQ10 im Serum) bzw. suboptimalen Blutspiegeln (Selenium) täglich VitD (Vigantolöl, 5000 I.E. VitD3/Tag), Magnesium (-Citrat, 600 mg Mag/Tag), Selenium (Cefasel 200 Nutri, 200 µg Selenium als Natriumselenit), Ubiquinol (200 mg).
Dazu Antioxydantien zur Bekämpfung des oxidativen und nitrosativen Stresses wie NAC, Curcumin Dr.Loges (micelles, geplant), VitC (Calciumascorbat Pulver von Feingold, geplant), Vitamin E Gemisch von Dr.Hittich, Aronia-, Granatapfel, Preiselbeersaft.
Omega 3 Fettsäuren (Fischöl, gereinigt, von DM), weil ich aufgrund einer Schwermetallbelastung (Quecksilber und Blei, durch DMSA Oraltest festgestellt-Labor Microtrace Minerals) keine fetten Fische esse (Lachs z.B.).
Vitamine und Mineralstoffe als Pillen können sicher eine ausgewogene Ernährung nicht ersetzen. ABER sicher sinnvoll ergänzen, wenn diese Ernährung den täglichen Bedarf nicht decken kann. Die Dosis macht das Gift: es ist daher sinnvoll, vor einer jahrelanger Einnahme Blut-und Urinwerte vorher zu messen, um einen individuellen Mangel erkennen und behandeln zu können. Eisen, Selenium, Ubiquinol, VitD, VitB6 sollen nur gezielt nach solchen Analysen eingenommen werden, denn zu viel dieser Wirkstoffe im Blut sind kontraproduktiv. Spiegel müssen nach Beginn der Einnahme (4-5 Monate später fur VitD, Natriumselenit, 2-4 Wochen für Ubiquinol/CoQ10, 3 Wochen nach der letzten Eiseninfusion mit Eisensaccharose, 3-6 Monate nach Beginn der oralen Substitution mit Eisen) nachkontrolliert werden, ob sie im optimalen Rahmen (vitD 30-60 ng/ml) liegen.
Magnesium, VitB12 (Methylcobalamin oral), VitC (Calciumascorbat z.B.), VitE (Tocopherol/Tocotrienol-Gemisch, kein reines Alpha-Tocopherol!!!) können ohne vorherige Untersuchungen m.E. eingenommen werden.
Alle Angaben ohne Gewähr!
RE: Profil: Antioxidantien fördern Krebs -
Heinzi - 21.02.2016
(21.02.2016, 14:44)Sunflower schrieb: Dazu Antioxydantien zur Bekämpfung des oxidativen und nitrosativen Stresses wie NAC, Curcumin Dr.Loges (micelles, geplant), VitC (Calciumascorbat Pulver von Feingold, geplant), Vitamin E Gemisch von Dr.Hittich.
Was hältst du von
Ultra-Synergist-E von pure encaps im Vergleich dazu bezüglich der Inhaltsstoffe?
"Vitamin E 500 i.u. (from natural d-alpha, d-gamma, d-beta and d-delta tocopherols) providing: d-alpha tocopherol (min) 336 mg, d-gamma tocopherol (min) 400 mg."
Dazu Ascorbylpalmitat (450 mg).
RE: Profil: Antioxidantien fördern Krebs -
Sunflower - 21.02.2016
Nicht viel, denn es fehlen
Tocotrienole (außerdem ist es unverschämt teuer!).
Tocotrineole haben eine
neuroprotektive, krebsvorbeugende (in Krebstudien wurden meist nur Alpha-Tocopherol verwendet!!!!) und cholesterolsinkende Wirkung:
Zitat:The tocotrienol subfamily of natural vitamin E possesses powerful neuroprotective, anticancer, and cholesterol‐lowering properties that are often not exhibited by tocopherols.
At nanomolar concentration, α‐tocotrienol, not α‐tocopherol, prevents neurodegeneration.
http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0083672907760089
Tocotrienole wirken
entzündungshemmend durch Hemmung des NF-kB:
Zitat:For instance, suppression of inflammatory transcription factor NF-κB, which is closely linked to tumorigenesis and inhibition of HMG-CoA reductase, mammalian DNA polymerases and certain protein tyrosine kinases, is unique to the tocotrienols.
http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0006295210005812
Role of NF-κB in the Anti-Inflammatory Effects of Tocotrienols
http://www.tandfonline.com/doi/abs/10.1080/07315724.2010.10719848?src=recsys
Zitat:Current developments in α-tocotrienol research demonstrate neuroprotective properties for the lipid-soluble vitamin in brain tissue rich in polyunsaturated fatty acids (PUFAs).
http://www.tandfonline.com/doi/abs/10.1080/07315724.2010.10719846
Alle wichtige Gründe, diese 4 Tocotrienole ebenfalls mit den 4 Tocopherolen einzunehmen, so wie die Natur es vorgesehen hat.
Deswegen nehme ich jetzt kein D-alpha-Tocopherol mehr , sondern ein VitE Gemisch mit allen 8 Vitameren:
http://www.drhittich.com/E-W/Super-Vitamin-E-Intenz.html
RE: Profil: Antioxidantien fördern Krebs -
Sunflower - 21.02.2016
Zitat:On the other hand, recent mechanistic studies indicate that other forms of vitamin E such as γ-tocopherol (γT), δ-tocopherol (δT) and γ-tocotrienol (γTE) have unique antioxidant and anti-inflammatory properties that are superior to αT in prevention and therapy against chronic diseases. These vitamin E forms scavenge reactive nitrogen species, inhibit cyclooxygenase- and 5-lipoxygenase-catalyzed eicosanoids and suppress pro-inflammatory signaling such as NF-κB and STAT3/6
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4120831/
RE: Profil: Antioxidantien fördern Krebs -
Heinzi - 21.02.2016
(21.02.2016, 16:21)Sunflower schrieb: .. es fehlen Tocotrienole (außerdem ist es unverschämt teuer!).
Dass Tocotrienole fehlen stimmt!
Den Preis finde ich mit etwa 40 Cent pro Kapsel (500 IU) angemessen.
Die Preispolitik von deinem Anbieter verstehe ich noch nicht ganz (1+2xGratis?), und er macht anscheinend massive Postwerbung. Ob das nun seriöser oder unseriöser als NEM aus der Apotheke ist, wage ich nicht zu beurteilen.
Ein alternatives Pure-Präparat aus der Apotheke wäre jedenfalls
Tocotrienol: Standardisiertes Reiskleieöl, "wobei durchschnittlich 23 mg Alpha-Tocopherol und 31 mg Tocotrienole (vor allem Gamma-Tocotrienol) enthalten sind." Anscheinend ist das aber nicht so "komplett" wie das von Dr. Hittich.
RE: Profil: Antioxidantien fördern Krebs -
Heinzi - 21.02.2016
Das was Dr. Strunz
hier schreibt ist falsch oder?
"Gibt man Gamma-Toco
pherol, genannt Toco
trienol, ..."
Richtig wäre: Es gibt folgende Formen von Vitamin E:
Toco
pherol: Alpha Beta Gamma Delta
Toco
trienol: Alpha Beta Gamma Delta
Toco
fersolan