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Unsicher bezügl. weites vorgehen - Druckversion

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Unsicher bezügl. weites vorgehen - xhax - 01.01.2017

Hallo Zusammen,
ich leide jetzt schon längere Zeit an diversen Problemen aut die mir bis heute keiner eine genaue Antwort geben konnte.

Zur Vorgeschichte: https://forum.onlyme-aktion.org/showthread.php?tid=8339

Differentialdiagnostisch ist eigentlich alles negativ.

Nun bin ich vor einer weile zu einem spezi gegangen dieser hat ein paar Tests gemacht und hat anhand des gesamtbildes einen Therapieversuch gestartet.

30 Tage 200mg Mino(einschleichend)

Nun bin ich fertig und besser geht es mir nicht unbedingt.

Während der Therapie waren zu anfang die Symptome gefühlt stärker und gegen ende kaum vorhanden. Seid dem ende des Therapieversuch sind schmerzen etc wieder verstärkt vorhanden.
Leider bin ich mir nicht sicher ob dies im Zusammenhang mit dem AB steht, da die Probleme schon davor recht Sprunghaft und nicht durchgänig waren.

Es gab immerwieder Phasen von 2-4 wochen, in denen die Symptome kaum/garnicht vorhanden waren.

Hat irgendwer von euch eine Idee wie ich weiter vorgehen sollte?

Liebe Grüße


RE: Unsicher bezügl. weites vorgehen - johanna cochius - 01.01.2017

Hallo xhax, dass heißt die Symptome waren fast weg unter Mino und kamen aber dann schnell wieder?
Ich denke ein Versuch wäre es wert länger zu behandeln und auch eine Kombitherapie in Erwägung zu ziehen.
Es sind ja jetzt schon gut 1,5 Jahre vergangen, da wird eine Monotherapie für einen Monat wahrscheinlich nicht ausreichen...


LG Jo


RE: Unsicher bezügl. weites vorgehen - xhax - 01.01.2017

Richtig als ich anfieng Mino zu nehmen wurden die Symptome erst schlimmer dann besser
Und seit dem absetzen sind sie wieder schlimmer geworden.
Jedoch bin ich unsicher da die beschwerden vor dem Mino auch mal da waren und mal nicht


RE: Unsicher bezügl. weites vorgehen - johanna cochius - 01.01.2017

Da bleibt nur das ausprobieren was passiert, wenn du länger therapierst...Wenn die Beschwerdefreien Zeiten länger werden, bist du auf dem richtigen Weg.


RE: Unsicher bezügl. weites vorgehen - Hydrangea - 01.01.2017

Mal mehr mal weniger und dann auch Beschwerdefreie-Phasen, das kommt häufig bei der Borreliose vor.
Ich selbst bin an der Späten Lyme Borreliose erkrankt. In den ersten 10 Jahren, gab es ohne Behandlung oft Monate, mit Beschwerdenfreien Intervallen. Die Borreliose verläuft gerne schubartig. Sie kann aber auch sehr lange "ruhen", ist also da, verursacht aber keine Beschwerden.
Minocyclin wirkt nicht gegen die cystische Form und auch nicht gegen Biofilmkolonien, der Borelien.
Zusätzlich hat es, bei der Verteilten Gabe, der Tagesdosis, nur eine bakteriostatische Wirkung. Es verhindert lediglich die weitere Teilung der Borrelien, abtöten kann es nicht. Dazu ist ein intaktes Imunsystem notwendig, welches die Meisten von uns nicht (mehr) haben...


RE: Unsicher bezügl. weites vorgehen - Die Ratte - 02.01.2017

Hallo, ich denke auch, das Minocyclin eine Menge abdeckt aber nicht alles. Die Borrelien haben die unangenehme Eigenschaft sich zu verwandeln, in andere Formen und dann macht es Sinn noch eine Kombination zu nehmen, z.B. Tinidazol dazu. Ich selbst therapiere schon seid 5 Monaten mit diversen Antibiotika und hatte auch noch keine Schläferform angreifenden dabei und habe noch Probleme. Bei mir waren alle Test positiv. Ich probiere nun ein Mittel aus was ich nun wieder bakteriostatisch ist, aber über die Vene verabreicht wird. In der Hoffnung eine stärkere Wirkung zu erzielen. Wenn nicht muß ich mich auch um eine Kombination kümmern mit Tinidazol. Tinidazol hat weniger Nebenwirkungen als Metronidazol. Sprech doch noch mal mit deinem Spezialist darüber, was sagt er denn ? Ratte


RE: Unsicher bezügl. weites vorgehen - xhax - 02.01.2017

Ich muss bei ihm einen neuen Termin machen was zwischen den jahren etwas schlecht ging.

Das Problem ist das bei mir kein Test eindeutig positiv war und ich mir desshalb unsiccher bin, da AB eben keine Smarties sind


RE: Unsicher bezügl. weites vorgehen - maurilos - 02.01.2017

Hallo, das mit den Bedenken "Smarties" ist schon soweit berechtigt, aber ganz sicher wird es immer mehr von den Ärzten als Ausrede missbraucht um nicht in diese Richtung zu behandeln und vielleicht weil diese Mittel immer wieder "mißbraucht" mit Richtung schnell zu kurieren, wurde. Da wird sicher mit Immunsuppressiva (Krebsverdächtig) mehr fehl-oder falsch behandelt. Denn beide haben nicht zu unterschätzende NW's und auch Risiken, die man zuallerletzt selbst tragen muss, wenn schief geht.
Abschätzen muss es jeder für sich selber, denn auch wenn man seine Beschwerden und Symtome feststellt für den anderen ist es schlecht oder wenig messbar. Da die Borreliose aber mit vielen mehreren verschiedenen Erscheinung tritt, liegt es wohl an der Summe dieser und wie leidensfähig man ist.
Bei schwerer Symtomatik mit vermutlicher Borreliose ist das kleinere Übel die NW's wenn es nicht noch andere schwere Erkrankungen im Raum stehen.
Man muss kritisch bleiben...