Plateau erreicht, killen oder abfinden? -
FamKoe - 19.01.2017
Hallo Zusammen

abfinden sollte es heißen
mir geht es gut. ( bin erkältet, aber ganz normal, ohne eskalation

)
ich nehme aufgrund einer neuroborreliose jetzt seit zwei monaten antibiotika, habe damit meningitis nummer drei abgewehrt. eine woche nach antibiosestart ging es stark bergab, von da an um so stärker bergauf. ich frage nun um eure persönliche meinung zu hörem, meinen b. experten schreibe ich gesondert an.
soll man nach nun fünf jahren mit rezidivierenden symptomen die antibiose nun nach erreichen eines plateaus von wohlbefinden weiter fortsetzen in der hoffnung die borrelien endgültig zu eliminieren? oder soll man sich darauf einstellen, dass die krankheit sowieso bleibt bzw wieder aufflammt und die zeiträume der behandlung mit antibiose verkürzen? mir geht es unter antibiotika bestens, abgesehen von einem pilz auf der zunge

aber letzlich sind das ja doch medikamente, die das system körper durcheinanderbringen ( wenn auch weniger, als die erreger).
im film under our skin erreichen die patienten sehr lange antibiotikafreie phasen (7 jahre? und mehr) das will ich auch

wie läuft das bei euch?
lg!
Rechtschreibung im Titel korrigiert.
Moderator
RE: Plateau erreicht, killen oder abdinden? -
borrärger - 19.01.2017
Hallo FamKoe,
Ich hab mal kurz zurückgescrollt, Du bist schon länger krank und hattest einen Rückfall. Du hattest immer wieder längere Phasen die relativ schmerzfrei oder symptomlos waren, das ist ein gutes Zeichen. Die Therapien haben also gut angeschlagen und die positive Wirkung hat über ein bis drei Jahre angehalten.
Man sagt man soll zwei, drei Monate über Symptomfreiheit hinaus therapieren. Ich würde das auch so machen.
Sei froh, dass die Therapie so gut und schnell angeschlagen hat, da kannst Du wirklich glücklich sein. Wenn Du jetzt aufhörst und dann merkst, dass die Kh schneller wieder kommt als Dir lieb ist, wird es imer schwieriger zu therapieren. Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass die Therapien am Anfang gut gewirkt haben, ich habe zu früh aufgehört (Magenprobleme), und bei weitern Therapieversuchen waren die Ab einem starken Wirkungsverlust unterlegen. Daher würde ich bei derartig gutem Anschlagen der Medikamente
die Chance nutzen und wirklich noch die zwei drei Monate am Ball bleiben.
Das kann ich allerdings jetzt nicht belegen, vorallem das mit den zwei Monaten über Symptomfreiheit hinaus nicht, ich hoffe es meldet sich noch jemand der was dazu hat.
Wir hatten hier auch einen Thread zu gepulster Therapie, die man machen kann, wenn man symptomfrei ist.
https://forum.onlyme-aktion.org/showthread.php?tid=6463
und hier schonmal was zum Thema lange Therapien
https://forum.onlyme-aktion.org/showthread.php?tid=9056
Das ist immer die schwierige Frage, wie lange soll man therapieren, was sagt denn Dein Spezie ???
Ich denke hier gibt es ganz unterschiedliche Erfahrungen und Meinungen. Vergiss nicht, dass sich hier eher die "die nicht so einfach Gesundgewordenen" tümmeln.
Welche Ab nimmst Du denn ?? und wie lange ist es geplant ???
Vorallem bei langen Antibiosen würde ich viel Darmschutz betreiben, damit alles gut geht. Hier in Beitrag 11 und hier in 12 gleich noch was zum Pilz im Mund
https://forum.onlyme-aktion.org/showthread.php?tid=9719&pid=113551#pid113551
RE: Plateau erreicht, killen oder abfinden? -
FamKoe - 19.01.2017
Hallo und vielen dank! Spezialist sagt drei Monate über Symptomfreiheit. Da ich diesmal ziemlich schnell gesund wurde wären das ja gar nicht viel mehr als drei Monate von denen ich zwei schon rum habe. Ich habe bisher immer zirmlich lange gewartet, bis ich eine Therapie begonnen habe. Erst als es eindeutig richtig bergab ging. Eigentlich spüre ich schon eher, wenn ein Schub außer Kontrolle gerät, aber die Antibiose ist ja auch nicht ohne und ich scheue mich immer, damit zu beginnen, da man weiß, wie lange man die dann durchhalten muss. Eine gepulste Therapie könnte ich mir gut vorstellen, aber wenn ich nun noch etwas länger durchhalte und dann mal wieder eine Zeit richtig Ruhe habe wäre das auch schön.
Ich habe Angst davor, dass die Medikamente irgendwann nicht mehr so gut helfen. Bisher trat immer sehr schnell nach kurzer Verschlechterung eine umfassende Besserung ein, die ja dann auch einige Zeit anhielt. Phytotherapie hat mir durch manche leichte Schübe geholfen, aber das geht auf Dauer auch schwer ins Geld.
Vielen Dank für die Links!
LG
RE: Plateau erreicht, killen oder abfinden? -
Philipp - 19.01.2017
Welche Antibiotika nimmst du denn momentan ein ?
Das ist ja wirklich klasse, dass die so schnell gewirkt haben.
Ich würde auch noch weitermachen , wenn dir die Therapie gut tut.
VG Philipp
RE: Plateau erreicht, killen oder abfinden? -
Mona_16 - 20.01.2017
Hallo FamKoe,
ich persönlich würde weitermachen, bis sie alle aufgeben

- allerdings nicht mit herkömmlichen AB. Kommen alternative Heilmittel für Dich in Frage, jetzt, anschließend?
Meine Infektion liegt ja schon über 15 Jahre zurück und nach einem schlimmen Schub 2016 nehme ich jetzt pflanzliche Mittel (davor nahm ich nichts und hatte die Infektion eher verdrängt), und das werde ich so lange tun, bis ich keine Borrelien mehr habe (ich bin da positiv eingestellt und möchte es auch bleiben). Die Besserung bemerkte ich erst an Stunden, in denen er mir plötzlich super ging, diese wurden zu halben Tagen und jetzt gibt es schon Phasen von zwei Tagen hintereinander, an denen ich Kraft zum "Bäume ausreißen" habe. Die Behandlung wird aber noch sehr lange dauern, das ist mir auch klar. Ich habe ja auch 15 Jahre gar nichts eingenommen und davor nur einmal AB erhalten für eine Woche
Es stimmt schon, die pflanzlichen Mittel gehen ganz schön ins Geld, aber ich versuche, es so zu kombinieren, dass es irgendwie geht und sie sind es mir auch wert - da sie mir helfen. Aber Geduld ist auf jeden Fall gefragt.
Ich wünsche Dir weiterhin alles alles Gute
Mona