[geteilt] Seronegative Borreliose -
Markus - 23.02.2017
(23.02.2017, 12:31)Luddi schrieb: Ich kann dir nur raten, wenn Du eine gesicherte Diagnose hast und keine Antikörper bildest, dann musst Du länger behandeln als die meisten Immunkompetenten Patienten.
Woher kommt eigentlich die Behauptung, dass manche Menschen keine Antikörper bilden würden? Gibt es da Belege dafür? Es kann ja auch sein, dass AK da sind, diese aber durch das jeweilige Testkit nicht detektiert werden. Soll ja auch Leute geben, die je nach verwendetem Testkit des Labors unterschiedliche Befunde haben.
Soll das Nichtbilden von AK bei bestimmten immundefizienten Personen dann nur bei der Borreliose gelten, oder soll so jemand generell keine AK bilden?
Abgetrennt aus Ursprungsthread https://forum.onlyme-aktion.org/showthread.php?tid=9862&pid=115509#pid115509
Gruß Moderator
RE: Borreliose und die Angst der (Kassen)ärzte vor der Diagnose -
KeyLymePie - 23.02.2017
Ich denke auch, dass es eher an den schlechten Testkits liegt. Bei mir waren 3 Elisa Tests negativ. Nur im Chroniker Labor fanden sich igg Antikörper gegen Borrelia afzelii. Bei hochpositivem LTT, der jetzt nach langer Behandlung negativ ist.
RE: Borreliose und die Angst der (Kassen)ärzte vor der Diagnose -
Luddi - 23.02.2017
(23.02.2017, 13:55)Markus schrieb: [
Woher kommt eigentlich die Behauptung, dass manche Menschen keine Antikörper bilden würden? Gibt es da Belege dafür?
Ein AK Test kann aus folgenden Gründen negativ sein:
1. Der Test ist schrott
2. Der Cut-Off ist zu hoch
3. Ein Mensch bildet keine AK (lässt sich im Blutbild häufig als Immundefekt nachweisen)
RE: Borreliose und die Angst der (Kassen)ärzte vor der Diagnose -
Markus - 23.02.2017
(23.02.2017, 16:01)Luddi schrieb: 3. Ein Mensch bildet keine AK (lässt sich im Blutbild häufig als Immundefekt nachweisen)
Das wäre die Frage, vom wem diese Behauptungen stammen und auf welcher Basis sie gemacht wurden. Es werden nämlich öfters mal irgendwelche Dinge in Umlauf gebracht (auch von bestimmten Ärzten), die bei näherer Betrachtung nicht stimmig sind.
RE: Borreliose und die Angst der (Kassen)ärzte vor der Diagnose -
Luddi - 23.02.2017
(23.02.2017, 17:38)Markus schrieb: [
Das wäre die Frage, vom wem diese Behauptungen stammen und auf welcher Basis sie gemacht wurden. Es werden nämlich öfters mal irgendwelche Dinge in Umlauf gebracht (auch von bestimmten Ärzten), die bei näherer Betrachtung nicht stimmig sind.
Das habe ich von mehreren Ärzten aus der Charité gehört. Dort gibt es eine Immundefektambulanz. Ich persönlich habe keine Zweifel, dass es dieses Phänomen gibt, z.B. bilden HIV Positive häufig sehr verzögert AK gegen bestimmte Erkrankungen.
RE: Borreliose und die Angst der (Kassen)ärzte vor der Diagnose - Ehemaliges Mitglied - 24.02.2017
Antikörper - Ja, Nein, altersabhängig ...
Zum warmwerden
http://www.biologie-schule.de/antikoerper.php
Zitat:Behandlung: Bisher gibt es keinen Weg, Patienten, die einen Antikörpermangel haben, dauerhaft zu heilen. Man kann den Patienten jedoch das Immunglobulin G, das den Hauptteil der Antikörper darstellt, ersetzen. Dafür werden Antikörper aus dem Blut einer großen Anzahl von Plasmaspendern isoliert. Die Patienten erhalten diese Antikörper, die hochgereinigt sind, entweder durch eine regelmäßige Injektion in eine Vene (= intravenös) oder in das Unterhautfettgewebe (= subkutan). In der Vergangenheit erfolgte oft auch eine Injektion in einen Muskel (= intramuskulär). Durch Gabe der Antikörper (= Substitution) können die wiederkehrenden Infektionen in der Regel gut beherrscht werden. Sind allerdings bereits Bronchiektasen aufgetreten, müssen die Patienten oft zusätzliche Antibiotika erhalten, um wiederkehrende Infektionen und ein Fortschreiten der Lungenschädigung zu verhindern. Das IgM oder das IgA können leider nicht substituiert werden. Die relativ wenigen Menschen, die einen IgA-Mangel haben und eine vermehrte Infektanfälligkeit zeigen, müssen in Einzelfällen eine regelmäßige Antibiotikagabe erhalten, um so die wiederkehrenden Infekte zu verhindern.
Aus:
http://www.immundefekt.de/linfo_h.shtml
Auch hier scheint die Borreliose wieder aus allen bekannten Rastern zu fallen.
Wie AK geben ? Bei vielen anderen bakteriellen Erkankungen eine sehr effektive Möglichkeit das RICHTIGE AB zu finden.
Als anderes Beispiel - bei Borre ist einiges anders -
Zitat:Das Antibiogramm ist das Ergebnis einer Laboruntersuchung, die an
einer Bakterienkultur stattgefunden hat.
Zur Untersuchung kommt ein Bakterien-Isolat
aus einer vom jeweiligen
Kunden aktuell eingesandten Probe.
Die Bakterienkultur wächst auf einem zuvor sterilen Nährboden und das
Antibiotikum kann direkt auf die Bakterien einwirken.
Aus:
http://mbfg.de/Infothek/Infothek_1FAQ5Antibiogramm.pdf
RE: Borreliose und die Angst der (Kassen)ärzte vor der Diagnose -
Markus - 24.02.2017
Kann jemand vom Moderatorenteam vielleicht ab Beitrag #7 bis #12 abtrennen und einen neuen Thread anlegen, etwa mit dem Titel "Seronegative Borreliose". Das Thema ist von Interesse, hat aber mit diesem Thread nicht direkt was zu tun.
RE: [geteilt] Seronegative Borreliose -
Il Moderator lI - 24.02.2017
(24.02.2017, 13:36)Markus schrieb: Kann jemand vom Moderatorenteam vielleicht ab Beitrag #7 bis #12 abtrennen und einen neuen Thread anlegen, etwa mit dem Titel "Seronegative Borreliose". Das Thema ist von Interesse, hat aber mit diesem Thread nicht direkt was zu tun.
Erledigt. 
Gruß Moderator
RE: [geteilt] Seronegative Borreliose -
Markus - 24.02.2017
(23.02.2017, 19:06)Luddi schrieb: Das habe ich von mehreren Ärzten aus der Charité gehört. Dort gibt es eine Immundefektambulanz.
Ich glaube du sprichst von einem Immunglobulinmangel. Den gibt es, aber davon auf eine fehlende Antikörperreaktion irgendeiner Infektion zu schließen, ist denke ich nicht möglich. Würde mich auch sehr wundern, wenn die Charite die Existenz einer seronegativen Borreliose anerkennen und mit einem Immunglobulinmangel begründen würde. Haben die das wirklich so gesagt?
RE: [geteilt] Seronegative Borreliose - Ehemaliges Mitglied - 25.02.2017
@ #9 - Charite -
Zitat:Die im Folgenden aufgezählten Krankheitsbilder und Fragestellungen werden NICHT in der Immundefektstunde diagnostiziert und betreut:
Autoimmunerkrankungen, z.B. Lupus erythematodes, Hashimoto-Thyreoiditis
Borreliose
Histaminintoleranz
Allergien, Nahrungsmittelunverträglichkeiten
MCS-Multiple Chemikaliensensivität
Laboruntersuchungen für diese Fragestellungen werden unter anderem angeboten vom:
Institut für Medizinische Diagnostik MVZ GbR
Nicolaistr. 22
12247 Berlin
Telefon: +49 30 77 00 10
Aus:
https://immunologie.charite.de/patientenversorgung/immundefekt_ambulanz/anmeldung/