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Noch eine Frage: So eine Überweisung fürs MRT, kann die auch ein Hausarzt ausstellen oder muß ich dazu zum Orthopäden? Das ist nämlich immer so schwierig, da einen Termin zu bekommen.
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Kann auch der Hausarzt prinzipiell machen.
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Zitat:Ja, ich denke auch, daß ich ihm das sagen werde. Meine Befürchtung ist halt, daß er mir dann wieder erzählt, wie schädlich das für den Körper ist. Dann kann ich mir diesen Besuch eigentlich auch gleich sparen. Die Risiken meiner Therapie sind mir durchaus bekannt. Ich möchte von diesem Arzt eigentlich nur, daß er mal auf die Dinge schau, die andere Ärzte noch nicht angeschaut haben, weiß aber auch nicht genau, was das ist, was ein Rheumatologe so machen kann.
Genauso würde ich das dem Rheumatologen sagen. Ich musste kürzlich auch zum Rheumi, um andere mögliche Ursachen auszuschliessen, damit ich eine Überweisung für die Schmerzambulanz bekam. Der Bericht an die HÄ war super. Sachlich, mit Therapievorschlägen und einer Adresse von einer Borrespezi, wo eine Patientin von ihm mit chronischem Verlauf hingeht.
Differentialdiagnose ist immer gut. Wenn wir selber gegenüber der miesen Forschungslage bei Borreliose demütig sind und nicht glauben, alles besser zu wissen als der Arzt, dann ist nach meiner Erfahrung auch in den meisten Fällen ein Gespräch auf Augenhöhe möglich. Wegen deiner Therapie brauchst du kein schlechtes Gewissen haben. Du darfst dazu stehen, dass sie im Moment das einzige ist, was dir hilft und dass du dir der Risiken bewusst bist. Dass du aber auch wissen möchtest, ob vielleicht noch was anderes am Kochen ist und/oder ob er Ideen hat, wie man mit weniger Risiko therapieren könnte.
LG, Regi
Je mehr ich über die Borreliose weiss, desto mehr weiss ich, dass man fast gar nichts weiss.
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Danke, Regi, für diesen Beitrag. Ich war schon drauf und dran, den Termin abzusagen. Aber nun bin ich entschlossen hinzugehen. Und ich werde es ihm ehrlich sagen, was ich für eine Therapie mache. Mal sehen, vielleicht kommt ja doch noch irgendwas bei raus. Und wenn nicht, dann weiß ich, daß ich das Thema Rheuma abhaken kann.
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Hallo mikki,
ich würde Dir auch raten, den Termin wahrzunehmen.
Mein eigener Termin beim Rheumatologen war zwar eine Katastrophe ( seiner Meinung nach macht Borreliose nur Gesichtslähmungen. Er hat mich gefragt, was ich bei ihm verloren hätte. ), aber er hat die Werte C3 und C4 im Blut mit untersuchen lassen ( Komplementesystem ).
Bei mir war der C3-Wert deutlich erniedrigt. Das deutet auf eine Aktivierung des alternativen Weges des Immunsystems hin. Leider konnte mir niemand genau erklären, was das im Detail bedeuten kann und es wurde nicht weiter verfolgt. Der Hausarzt meinte, es kann auf einen entzündlichen Prozess hindeuten, und damit die Borreliose bestätigen.
Von daher würde es sich ja vielleicht doch lohnen, wenn Du zusätzlich zu den "Standard"-Entzündungsmarkern wie crp noch andere Werte bekommst.
Berichte doch mal, wie es dort war!
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(02.01.2019, 23:08)Regi schrieb: Differentialdiagnose ist immer gut. Wenn wir selber gegenüber der miesen Forschungslage bei Borreliose demütig sind und nicht glauben, alles besser zu wissen als der Arzt, dann ist nach meiner Erfahrung auch in den meisten Fällen ein Gespräch auf Augenhöhe möglich.
Mir wurde nach Borrelioseerstbehandlung und weiteren Symptomen vom Prof. der Infektionsmedizin einer Uni eine Differnzialdiagnostik in der Rheumatologie empfohlen. (Dieser Prof. hatte auch die Borreliose-Diagnose gestellt.) Und als ich dann auch noch Herzsymptome hatte, die sich mit dem
stationären Termin überschnitten, wurde ich dort komplett durchgecheckt. Letztendlich bis zu einer Muskelbiopsie. Ihr Verdacht einer Myositis konnte nicht bestätigt werden. Damit stand immer noch die Diagnose der Borreliose.
Heute bin ich froh, dass ich dass auch rheumatologisch abgeklärt und damit alles schwarz auf weis habe.
Obwohl ich die Rheumatologen selbst in unterschiedlichster Weise dabei kennenlernen musste.
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