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Auf Verbesserung warten oder handeln?
#1

Hallo liebe Forenmitglieder,

kurz zur Einordnung meine Borreliose-Geschichte: Ende Juli diesen Jahres begann ich eine dauerhafte Erschöpfung zu spüren. Diese war eine Woche super stark mit bleischweren Armen und Beinen und ging dann merklich zurück, sodass für 2-4 Wochen normaler Alltag nur ohne Sport möglich war. Weg war die Erschöpfung nie. Sie wurde dann nach und nach wieder stärker, hinzu kamen noch Schmerzen in den Beinen bei Belastung. Die Arme tun hin und wieder ebenfalls weh. Da ich Mitte Juli auch einen Atemwegsinfekt hatte war der Arzt erstmal auf dem postviralen Trip. Ich war 3 Wochen krankgeschrieben und nur noch in meiner Wohnung, selbst ein kleiner Spaziergang ist zu anstrengend. Dann entdeckte ich, dass der seltsame Fleck unter meiner Achsel, welchen ich lange nicht mit den Symptomen in Verbindung gebracht hatte, immer größer geworden ist. Ich googelte und hörte zum ersten Mal was von Borreliose. Am nächsten Tag sofort die Bestätigung vom Arzt, Wanderröte. Auch ein Bluttest war eindeutig positiv. Mein Arzt verschrieb 20 Tage Doxy. Heute bin ich an Tag 21 und außer dass die Wanderröte so gut wie weg ist und eine kurzfristige kleine Besserung in den ersten 2 Wochen passiert ist, ist nichts passiert. Aktuell geht die Tendenz eher wieder nach unten. Ich fühle mich heute ungefähr wie auf dem Niveau vor der Behandlung. Meine Beine krampfen bereits nach ein paar Sekunden bis wenigen Minuten Belastung. Die Erschöpfung ist nach wie vor da. Bin jetzt seit 6 Wochen durchgehend nur in meiner Wohnung.

Mein Arzt sagt ich solle mich gedulden, es ist bekannt dass die Symptome oft länger zum heilen brauchen als die Behandlung andauert.
Da ich jemand bin der sehr schlecht mit Ungewissheit umgehen kann und schnellstmöglich wieder mein normales Leben zurückhaben möchte habe ich in der gesamten Zeit sehr viele Informationen zu dem Thema konsumiert und mich damit noch mehr verunsichert. Eigentlich möchte ich auf die Schulmedizin vertrauen und nicht eventuell unnötigerweise Unsummen an Geld für Alternative Behandlungen ausgeben. Aber mich verunsichert es extrem dass ich nach der Behandlung immer noch so stark eingeschränkt bin. 

Ich bin für jeden Kommentar sehr dankbar. Soll ich erstmal abwarten wie sich meine Symptome entwickeln, da alles noch „im Rahmen“ ist? Oder sollte ich schnell handeln und einen anderen Arzt aufsuchen?

Danke!!!
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Thanks given by:
#2

Hallo Ereny, 

es wäre die Frage, ob du noch einmal 3 Wochen Doxycyclin nehmen kannst. Borrelien sind Bakterien, die sich sehr langsam teilen und die Antibiotika greifen meist in der Teilungsphase an. Daher können 3 Wochen, was der Standard ist, einfach zu kurz sein. 
Ich würde lieber nicht abwarten. Du hast nun mit der Wanderröte eindeutig Borreliose, man hat auch gesehen, dass das Doxy eine Wirkung gezeigt hat, nur noch nicht ausreichend. Wenn du schon Antibiotika nimmst, dann lieber nicht zu kurz.
Guck dich mal hier im Forum an, genau diese Frage haben sich schon viele gestellt.
Alles Gute, 
Sabine
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Thanks given by: urmel57 , borrärger , FreeNine
#3

Guten Abend, drei Wochen Behandlung sind tatsächlich zu wenig bei einem Teilungszeitraum der Borrelien von 4 Wochen. Zu kurze Behandlung treiben in eine chronische Situation, so meine Erfahrung. Es gab auch mal Empfehlungen, bis zur Symptomfreiheit antibiotisch zu behandeln. Heute sind wir weit von einer ausreichenden Therapie entfernt. Versuche wirklich schnellstmöglich ABs nachzuschieben, um den Borrelien keine Zeit zu geben, sich strategisch unzupassen und für ABs unempfindlich zu werden. Dann wird es schwierig!
Viel Glück
Guste
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Thanks given by: borrärger , Sabine , FreeNine


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