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Ist das bei Euch ähnlich?
#1

Hallöchen, Icon_winken3

Kopfkino, ständiges denken müssen. Innerlich rede ich die ganze Zeit d.h. ich formuliere Worte. Ob ich will oder nicht, ich kann es nicht abstellen.
Selten zur Ruhe kommen, bin todmüde und kaputt, irgendwas signalisiert mir immer, mach weiter, mach weiter. Ist so anstrengend dagegen anzukämpfen, da man ja nicht weiter machen kann.
Dabei fühlt man sich so unruhig.
Dann das andere extrem, unfähig überhaupt etwas zu machen, fühle mich wie "gelähmt". Die Augen bleiben "stehen" und ich brauche unheimlich kraft sie wieder zu bewegen. Das man mal so weg träumt, kenne ich von früher auch mal, aber das ist irgendwie anders...
Wie ist es bei Euch mit den Schmerzen?
Ich habe Hauptschmerzen, wie z.b. Kopfschmerzen. Dieser Schmerz besteht immer in einer gewissen Stärke, also Stark oder mittel.
Wenn ich aber z.b. plötzlich Bauchkrämpfe bekomme, sind die Kopfschmerzen fast weg. Sind die Bauchkrämpfe weg, kommen die Kopfschmerzen mit voller Wucht zurück.
Ich fühle mich wenn ich draußen bin wie im Film.
Ich sehe wie durch Milchglas, kann Dinge nicht richtig fixieren und sehe alles mit einem gefühlten Abstand. Ich kann mit dem Blick nicht mehr richtig "greifen" .
Es fühlt sich an, als ob ich von meiner Umgebung abgesondert werde.

Sorry, vieles klingt echt irre, aber so erlebe ich das....

Ist es bei Euch ähnlich?

Liebe Grüße Johanna

Liebe Grüße Jo


OnLyme-Aktion.org 


Es gibt nur zwei Tage in deinem Leben,an denen du nichts ändern kannst.
Der eine ist gestern und der andere ist morgen.
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#2

Ja ich kenne das auch...
Es istschon viel besser aber bei starken Wetterschwankungen kommen diese Symptome wieder zum Vorschein....besonders diese Unruhe empfand ich als sehr quälend

Lg
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Thanks given by: mamarie , Luddi , johanna cochius
#3

Hallo Johanna,

du hast das wirklich sehr treffend beschrieben, ich erkenne mich darin auch wieder. Finde es gar nicht so leicht, Leuten ohne diese Symptomatik, diesen Zustand verständlich zu beschreiben.

Fühle mich oft, als wäre ich betrunken (aber kein Schwindel) und könnte dadurch meinen Blick nicht exakt fixieren, also mit dem Blick nicht richtig "greifen". Manchmal kommt das auch, wenn ich mich mit jemandem unterhalte. Dabei fühlt es sich so an, als ob mein Blick ständig von meinem Gesprächspartner abdriften würde und dagegen anzukämpfen empfinde ich als sehr anstrengend.

Am meisten belasten mich jedoch die immer vorhandenen, brennenden Dauerschmerzen, so als würde jemand ständig Daumenschrauben anziehen. Ich glaube diese "Grundbelastung" zieht immer schon einen Teil der eigenen Aufmerksamkeit auf sich und deshalb nimmt man möglicherweise am äußeren Geschehen nicht mehr vollständig teil. Ist aber nur so ne Theorie ;)

Manchmal fühle ich mich abends oder morgens beim Aufstehen hundemüde, als könnte ich noch Stunden schlafen, aber gleichzeitig ist da innerlich so eine Rastlosigkeit und ich weiß irgendwie nicht wohin damit - leerer Aktionismus... als müsste ich ganz schnell ganz viel erledigen, jedoch weiß ich in diesem Moment nicht wie oder was das sein sollte. Ich glaube das kommt von meinem innerlichen Wunsch, etwas aktiv gegen die Krankheit tun zu können. Ist natürlich Quatsch.

Davor war ich immer ein sehr wacher Mensch, welcher schnell agieren konnte und irgendwie "taffer" bzgl. des Reaktionsvermögens war. Jetzt jedoch bin ich weit von diesem Zustand entfernt... ich hoffe immer noch, dass sich das eines Tages wieder bessert. Eine Lösung habe ich nicht, jedoch ist es manchmal schon hilfreich zu wissen, dass es andere Menschen gibt, denen es ähnlich geht und man (noch) nicht ganz verrückt geworden ist ;) Danke.

Nautica
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Thanks given by: Indiansummer , mamarie , Luddi , Amrei
#4

Ich versuche es gar nicht mehr diesen Zustand zu beschreiben, da es für Außenstehende nicht zu begreifen ist. Und man es einfach auch nicht so beschreiben kann, wie es wirklich ist.
Wenn ich mich mit jemand unterhalte, möchte ich denjenigen am liebsten berühren. Da, wie Du schon sagst der Blick abdriftet und es mich verunsichert, weil ich Situationen als so unwirklich empfinde.
Ich habe noch nie, außer mit meiner Mam darüber geredet.
Ich könnte mir auch vorstellen, dass durch das, was wir jeden Tag erleben wie z.b. die Schmerzen, man einfach abschaltet, wie in einem Kokon lebt und die Umwelt nicht mehr zu nah an sich ran lässt...
Aber ich möchte es so gerne wieder!
Ist das mit dem Aktionismus vielleicht so, dass der Verstand und der Wille unbedingt etwas zu tun haben möchte? Wir sind doch nicht dafür geschaffen den ganzen Tag nur auf unseren Körper zu achten, uns zu schonen, auf das meiste verzichten zu müssen.
Ich habe früher bis zu 14 std. tägl. körperlich hart gearbeitet, dass war zu viel, aber was würde ich drum geben jetzt 2 std. etwas ackern zu können...
Ich bin früher aus dem Bett gesprungen, Zähneputzen und los zur Arbeit ( Dusche oft Abends) :-)))
Jetzt brauche ich schon nach dem Wecker klingeln mind. ne halbe std. bis ich meine Augenlieder offen habe, fühlen sich an wie zu betoniert. Dann weitere std. bis ich halb wach bin.
Bis 12 Uhr muss ich soweit alles erledigen, dann kommt der erste müdigkeitsanfall und ich muss mich oft wieder hinlegen. Schlafe ich aber Mittags ein, geht es mir definitiv schlechter als davor.
Abends kurz vorm ins Bett gehen bin ich meist am muntersten. Toll...
Tut gut sich mal etwas von der Seele zu schreiben, verzeiht mir...

LG Jo

Liebe Grüße Jo


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Thanks given by: mamarie , Nautica1987
#5

Johanna - vertrau auf Dich selbst und für was du dich entscheidest...
auch wenn ich das ' erst' seit sieben jahre ziehe,wie manch andere auch...
andere vielleicht auch länger-für die und mir,einfach dumm gelaufen,aber die Lichtblicke,veränderungen,besserungen-ruhigere+erträglichere Zeiten,kannst und wirst auch du erlangen können,auch wenn es noch so duster aussieht.
Bleib dran und lass dich von deinem Umfeld nicht irritieren,es ist echt machbar... irgendwann macht es ..klick.. . - anfang -

Nachtrag: gibs auf,anderen deine\Situation zu unterbreiten..es raubt nur deine Energien...

... auch du bist ein Teil des Wasser`s - das jeder Fisch zum schwimmen braucht...
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Thanks given by: Nautica1987
#6

Liebe Jo,

ich finde es gut, sich etwas von der Seele zu schreiben. Ich finde es auch gut, das was andere schreiben, zu lesen. Es gibt mir einfach das Gefühl, dass ich nicht alleine bin mit diesem Elend und das tut mir sehr gut. Ich finde mich in dem was Du schreibst wieder. Ich denke auch oft an früher als ALLES ohne Anstrengung möglich war. Natürlich war ich manchmal auch müde und erschöpft aber dies war eine ganz andere Erschöpfung - Lichtjahre entfernt von dem jetzigen Zustand, wo ich mich schon freue, wenn ich es zum Supermarkt schaffe und wieder zurück. Diesen Kokon - darüber haben wir uns ja auch schon mal unterhalten - den kenne ich sehr gut. Als ob man alles durch eine dicke Glasscheibe sieht. Ich denke, dass dies zum einen eine Folge der permanenten Beschäftigung mit der Krankheit ist. Man läuft Gefahr, sich minderwertig zu fühlen und betrachtet die Anderen Gesunden dann als Wesen mit denen einem nichts mehr verbindet. Ich glaube aber auch, dass Borrelien eben im Hirn so sehr ihr Unwesen treiben, dass die eigene Wahrnehmung dadurch verändert wird. Wenn ich früher mal Kopfschmerzen hatte, dann war das auch unangenehm. Als dann die Borre anfing hatte ich über Monate permanent Kopfschmerzen. Wer da noch klar denken und wahrnehmen kann, ist ja auch irgendwie nicht normal. Es wurde aber nach ca. 2 Monaten AB langsam besser. Vor allem Mino hat bei mir im Kopf "aufgeräumt". Die Kopfschmerzen verschwanden und auch dieses Gefühl nicht wirklich da zu sein ging langsam weg. Du hast ja noch ein ordentliches Programm vor dir. Wenn Du Kopfschmerzen hast, evtl auch Nackenschmerzen und diese Wahrnehmungsphänomene, dann spricht das für mich für eine neurologische Beteiligung. Deshalb ist es wichtig liquorgängige AB zu nehmen. Aber wie schon gesagt, Du bist in guten Händen und ich bin sicher, dass Du in drei bis vier Monaten das Schlimmste hinter dir hast.
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#7

Danke für Eure Antworten!

Ja, es wäre schön wenn ich nach 16 Jahren merken würde das ich den richtigen Weg eingeschlagen habe. Da glaube ich ja auch ganz fest dran...
Ich habe nur das Gefühl das ich jetzt so ungeduldig werde...
Aber 4 Monate, dass wäre ein Traum wenn ich da das schlimmste hinter mir hätte. Danke für Deine Zuversicht Luddi.

LG Jo

Liebe Grüße Jo


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