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Hallo,
wie in meiner Vorstellung schon beschrieben bekomme ich derzeit aufgrund der Borreliose (entweder ein akutes Geschehen wegen Neuinfektion oder wegen eines Schubes der chronischen) Doxy 200.
Ich bin nun in der 4. Woche und habe nach wie vor etliche Symptome wie z.B. Nachtschweiß, leichte Temperatur, Gelenkschmerzen, Kribbeln in den Händen (das ist neu!), Erschöpfung, Lymphschwellung unter den Ohren, geschwollene Nasen(Nebenhölen)Schleimhäute, ein Hang zu Kopfschmerzen... und noch mal Erschöpfung, Erschöpfung, Erschöpfung...
Vom Herx hab ich ja erst hier gelesen... Ich frage mich nun, woran man unterscheiden kann, ob es sich bei mir um Herx handelt oder ob die Antibiose einfach nicht wirkt?!? Gibt es da etwas?
Mein Arzt meint, wir müssten einfach abwarten, wie es mir hinterher geht. Er ist zuversichtlich, weil die Tendenz besser ist. Allerdings bin ich auch schon seit der Zeit krank geschrieben, da muss es mir ja auch etwas besser gehen!
Ich bin etwas ungeduldig, weil es mir schwer fällt hier so lange meine Füße still zu halten! Sobald ich sie mehr bewege steigt die Temperatur und bremst mich wieder aus. Ich kann doch nicht den Rest meines Lebens hier rumsitzen... Ich geb zu, das ist nun etwas quengelig übertrieben ausgedrückt, aber ich fühle mich im Moment einfach sooo.... nichtsnützig.
Schon krass. Seit Jahren träume ich davon mal wochenlang nichts tun zu müssen außer zu lesen... Und nun komme ich damit kaum klar.
Weiß also jemand, ob oder wie man einen Unterschied erkennen kann?
Viele Grüße, Christina
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Also bei mir ist das so, dass die bestehenden Symptome entweder noch schlimmer werden bei einer Herx, oder ganz neue dazu kommen die ich vorher noch nicht hatte.
Generell ist es aber häufig wirklich schwer einzuschätzen was nun was ist.....
Wenn es Dir unter der Therapie erstmal schlechter gehen sollte, ist das eher ein gutes Zeichen.
Das mit der Inneren Unruhe kenne ich auch zu gut, aber Füße still halten ist ein Prozess den man lernen muss, denn Stress macht alles noch schlimmer....
Lg Jo
Liebe Grüße Jo
OnLyme-Aktion.org
Es gibt nur zwei Tage in deinem Leben,an denen du nichts ändern kannst.
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13.07.2014, 14:42
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 13.07.2014, 14:43 von
Oolong.)
Aus vielen bisherigen Meinungen dazu ist der Gesamteindruck entstanden,
daß es sehr schwer und manchmal nicht möglich ist, unter Antibiose zu unterscheiden, ob schlechteres Befinden Herx, ev. Symptomverstärkung wegen eines ungeeigneten Medikaments, Unverträglichkeit oder Nebenwirkung sind.
Wenn die Verschlechterung nicht so intensiv ist, daß nur noch der Therapieabbruch bleibt, kann ich nur zu Geduld und dem Vorsatz, die Therapie durchzuziehen (ev. mit kurzfristigem Runterdosieren oder Aussetzen) raten.
Alles, was in der Therapie einsetzt und abläuft, kann so intensiv sein, daß man den Glauben daran verlieren könnte. Meine persönliche Meinung ist dazu, daß es um jede abgebrochene Therapie schade ist, wenn einem doch nur bleibt, beim nächsten Borreschub wieder AB zu nehmen.
Der Körper hat unter AB voll zu tun, also Ruhe bewahren, Schonung gönnen, Geduld aufbringen, viel trinken, den Darm unterstützen.
Was ich auch wichtig finde, ist von Beginn an Protokoll schreiben, was sich unter AB entwickelt. Solche Notizen waren mir immer aufschlußreich, wenn es mit dem Herx so arg wird, daß die Erinnerung an den Therapieablauf sich verwischt, weil man sich so elend fühlt, kognitive Probleme eine Rückschau unmöglich machen oder wie bei mir, narkoseähnliche Schlafphasen einsetzen, die zu einer großen Löschung auf der Festplatte im eigenen Kopf führen. Auch die Auswertung der Antibiose im Arztgespräch gestaltet sich einfacher.
Dir alles Gute und baldige Besserung wünscht dir die Oolong.
Geduld und Gelassenheit des Gemüts tragen mehr zur Heilung unserer Krankheit bei,
als alle Kunst der Medizin.
Wolfgang Amadeus Mozart
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Möglichst keinen Stress,Zwang-drohende untertöne(...wenn du nicht dies,dann kommt das...)
Pause lassen-ablenken..ich sage immer-Zeit schinden.Betroffene können das kaum beschreiben,was da passiert,wie es sich auswirkt-man fühlt sich sofort unter Druck,schon bei wohlwollenden Fragen.Der Körper sagt es einem schon-man kann es aber meist nicht ausdrücken und auch das ist leider belastend.Wie schon oft erwähnt....viel trinken und mäßige bewegung.
Alles gute... - anfang -
... auch du bist ein Teil des Wasser`s - das jeder Fisch zum schwimmen braucht...
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Hallo Christina,
also bei mir war es bei der ersten Antibiose (3 Wochen Mino, 4 Wochen Doxy und Azi, 5 Tage Metro) bei jedem AB etwas unterschiedlich:
Mino: Rasante Verschlechterung, den ganzen Tag/Nacht über, nach der zweiten Woche eine leichte Verbesserung der Verschlechterung, aber insgesamt keine Besserung des Ausgangszustandes.
Azi: Schmerzen ca. eine Stunde nach der Einnahme, danach Ausgangszustand
Doxy: Außer Übelkeit keine großartige Verschlechterung; nach Doxy und Azi zusammen dann nach einer Woche Besserung der Verschlechterung eine Stunde nach der Azi-Einnahme und in der übrigen Zeit eine Besserung der ganzen Symptome überhaupt.
Metro: Verschlechterung der vorherigen Besserung, die ganze Zeit über ...
Nun sind wieder Doxy und Azi dran und es verschlechtert sich bei beiden ABs immer etwa eine Stunde nach Einnahme, zudem sind aber auch die vorherigen Symptome den ganzen Tag über schlechter.
Daraus ziehe ich für mich das Fazit, dass
a) jedes AB an sich ganz anders wirkt bzgl. Herxe und Verbesserung,
b) es sich bei jedem irgendwie anders verhält,
c) es auch bei einem selbst unterschiedlich wirkt je nachdem, wie viele Bakterien (und welche!) sich gerade im Körper befinden ...
Was mir bei der ersten Antibiose viele schrieben: Gut ist, wenn sich etwas tut - entweder eine Verschlechterung oder eine Verbesserung. Schlecht wäre nur, wenn man gar keine Änderung merken würde.
Und, was ich auch selbst besonders frustrierend finde, aber langsam zu akzeptieren beginne: Es braucht wohl sehr viel Zeit und dementsprechend auch Geduld, bis es einem (hoffentlich!) besser geht ... In diesem Sinne wünsche ich dir gutes Durchhalten und natürlich gute Besserung!
Liebe Grüße
Orchidea
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