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erhöht Vitamin D den Calciumspiegel, Tetracycline
#1

Hi Ihr Lieben,

Ich habe Vitamin D Mangel und nehme seit neuestem höherdosiertes Vit.D. Auf dem Beipackzettel lese ich jetzt was von erhöhtem Calciumspiegel im Blut, habe ein Stück vom Beipackzettel verlinkt. Es ging dann auch so weiter im Text.
Frage mich jetzt ob man Vitamin D überhaupt zu Tetracylinen nehmen kann, wenn Vit. D den Calciumspiegel so erhöht.
Versuche gerade nochmal Mino 50 zu Azi, was wohl wieder eh nicht klappt bei mir.
Will es aber trotzdem wissen, wie das ist mit dem Vit. D und den Tetracyclinen. Hat jemand Erfahrung.

https://drive.google.com/file/d/0B4ZR69w...sp=sharing

liebe Grüße borrärgerIcon_winken3
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#2

Vitamin D kann das Calcium indirekt erhöhen, da dadurch die Resorption von Calcium gesteigert und seine Auscheidung vermindert wird. Das ist unkritisch. Du solltest bei Hochdosis Vitamin D Substitution nur regelmäßig das Serum-Calcium kontrollieren lassen. Niere muss auch in Ordnung sein.

Kritisch wäre nur, Tetrazykline mit Calcium zusammen einzunehmen, da dadurch Komplexe entstehen und das Medikament dann nicht resorbiert werden kann. Vermutlich gilt das nicht für Calcium aus der Nahrung, der Verzicht von Milchprodukten bei modernen Tetrazyklinen scheint eine reine Vorsichtsmaßnahme zu sein.

Mit solchen Mini Dosen von Minocyclin provozierst du m. E. Resistenzen. Wirken wird das in der Dosierung vermutlich eh nicht. Ich würde drauf verzichten. Schau lieber nach anderen Medis die du besser verträgst und ausreichend dosiert nehmen kannst.
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Thanks given by: Regi , borrärger , Heinzi , Amrei
#3

Danke Markus für Deine kompetente Antwort. Ja das mit den komischen Mini Dosierungen bei Mino, sehe ich eigentlich genauso kritisch. Ich denke ich schaff es diesmal eh nur kurz überaupt was zu nehmen. Exzem am Rücken blüht bestimmt wieder (wird behandelt, mit Salbe, vielleicht probier ich Ceterizin dazu, also ein Antiallergikum, hat der Hautarzt vorgeschlagen.) Warscheinlich wieder abfallende Leukozyten und Magenprobleme, daher denke ich, daß es nicht lange gut geht.

Ich hab noch nie eine Kombi hingekriegt. Doxi ist unmöglich für mich, und alles andere Rifa usw. ist noch Magenschädlicher. An Metro oder Tini glaub ich nicht mehr richtig, seit den neuesten Studien und es ging auch schlecht, hatte ich schon mal probiert zum Azi. Viele Möglichkeiten gibt es für mich nicht.

Zwei Spezis, haben unabhängig voneinander gesagt, ich soll Mino 50 zum Azi dazu probieren um überhaupt mal eine Kombi zu schaffen. (Vielleicht sagen Sie es, weil Ihnen nichts besseres einfällt, nachdem Mono mich nicht weiter gebracht hat) Ich weiß nicht warum man bei Mino immer sagt, man kann es auch niedriger dosiert nehmen. Ich hoffe, daß es durch die Kombi trotzdem wirkt. Eine Bekannte hat mit erzählt Sie hat ein Jahr Mino 100 Mono genommen, das war gut, aber danach kam alles sofort wieder. Bin also selbst skeptisch.

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#4

(30.03.2016, 23:57)Markus schrieb:  Mit solchen Mini Dosen von Minocyclin provozierst du m. E. Resistenzen. Wirken wird das in der Dosierung vermutlich eh nicht. Ich würde drauf verzichten.

Das mit den Resistenzen verstehe ich nicht ganz. Vielleicht kennt sich da von euch jemand aus.

Ich vermute auch, dass eine Konfrontation von Bakterien mit sehr niedrigen AB-Konzentrationen (zum Beispiel im Grundwasser) zur Bildung von Resistenzen führen kann (ich kenne mich da aber nicht wirklich aus). Aber: Wieso wird Minocyclin dann in niedrigen Dosen über Monate hinweg bei Akne verschrieben? So problematisch kann die niedrige Dosis (50-100 mg) also nicht sein, oder? Wie wäre das bei AB, die eine sehr lange Halbwertszeit haben, da kommen die Bakterien ja auch mit sehr niedrigen Konzentrationen in Berührung? Ist das nicht schlimmer als 50 mg Minocyclin, das ja schnell abgebaut wird.

Wann sind Resistenzen eigentlich gefährlich? Doch dann, wenn man einen schlimmen akuten Infekt hat und das AB der Wahl nicht mehr wirkt. Aber ist Minocyclin bei solchen schlimmen Infekten überhaupt das Mittel des Wahl? Bei Lungenentzündung schon oder? Oder kommen da ganz andere "Kaliber" zum Einsatz?

Heinzi
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Thanks given by: borrärger
#5

(31.03.2016, 10:20)Heinzi schrieb:  Wieso wird Minocyclin dann in niedrigen Dosen über Monate hinweg bei Akne verschrieben? So problematisch kann die niedrige Dosis (50-100 mg) also nicht sein, oder?


Bei Akne nutzt man die unspezifischen entzündungsdämpfenden Effekte, so die Hypothese, nicht die antibakterielle Wirkung. Allgemein gibt es ja verschiedene minimale Hemmkonzentrationen für Erreger. Vielleicht reichen 50mg bei manchen Erregern, aber bei Borre und Co's vermutlich nicht, und darauf bezog ich mich primär.

Bei Aknepatienten kommt ja hinzu, dass die in der Regel gesund sind. Da ist dann auch kein Erreger der resistent werden könnte, bei uns halt schon. Die Tetrazykline sind bei den Koinfektionen so wichtig, dass ich da nicht rumspielen würde. Ich würde mittlerweile sogar gar keine Tetrazykline Mono als Langzeittherapie mehr nehmen. Aber das ist meine Privatmeinung und die fußt eher auf theoretischen Überlegungen.

(31.03.2016, 10:20)Heinzi schrieb:  Wie wäre das bei AB, die eine sehr lange Halbwertszeit haben, da kommen die Bakterien ja auch mit sehr niedrigen Konzentrationen in Berührung? Ist das nicht schlimmer als 50 mg Minocyclin, das ja schnell abgebaut wird.

Bei Azithromycin ist die lange HWZ durchaus kein Vorteil. Man scheidet nach der letzten Einnahme noch bis zu 4 Wochen minimale Konzentrationen über den Urin aus. Deswegen würde ich Azi nur längerfristig nehmen und nicht immer wieder kurze Episoden. Weil nach jeder Kurzzeitantibiose hat man 4 Wochen subtherapeutische Spiegel. Wie praxisrelevant das ist, weiß ich jetzt auch nicht.

(31.03.2016, 10:20)Heinzi schrieb:  Wann sind Resistenzen eigentlich gefährlich? Doch dann, wenn man einen schlimmen akuten Infekt hat und das AB der Wahl nicht mehr wirkt.

Resistente Chlamydien sind auch gefährlich, man stirbt zwar nicht innerhalb von Tagen, aber wenn man die Viecher nicht weg bekommt, kann das durchaus ernsthafte Komplikationen geben, z.B. Herzinfarkt, MS, etc.

(31.03.2016, 10:20)Heinzi schrieb:  Aber ist Minocyclin bei solchen schlimmen Infekten überhaupt das Mittel des Wahl? Bei Lungenentzündung schon oder? Oder kommen da ganz andere "Kaliber" zum Einsatz?

Minocyclin wird in der Klinik gar nicht eingesetzt. Doxycyclin dagegen schon bei sogenannten atypischen Erregern wie eben Chlamydien, Bartonellen, etc. Ansonsten setzt man in der Klinik m.W. wirklich andere Kaliber ein, je nach Erreger halt z.B. i.v. Betalaktame, Gentamycin, etc.
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Thanks given by: borrärger , Heinzi , Amrei
#6

(31.03.2016, 12:49)Markus schrieb:  Deswegen würde ich Azi nur längerfristig nehmen und nicht immer wieder kurze Episoden. Weil nach jeder Kurzzeitantibiose hat man 4 Wochen subtherapeutische Spiegel.

Ja, die lange Halbwertszeit von Azi ist wirklich ein Nachteil. Aber wenn man es sehr lange nimmt, so kommt man eventuell in die QT-Problematik und speziell bei Kombi steigt das Risiko von Mundsoor/Candida. Wie man es macht ist es verkehrt und letztlich immer ein Abwägen von Chance und Risiken.

Wenn für Borrärger die Kombi Azi + Minocyclin zu heftig ist, Minocyclin solo aufgrund von Resistenzen vermieden werden solle, Ceftriaxon sowie Metro und Tini nicht zur Debatte steht, bleibt eigentlich nur Azi solo oder mit Quensyl oder doch wie vorgeschlagen mit Minocyclin 50-100 mg.
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Thanks given by: Hydrangea , Amrei
#7

Zitat:Wenn für Borrärger die Kombi Azi + Minocyclin zu heftig ist, Minocyclin solo aufgrund von Resistenzen vermieden werden solle, Ceftriaxon sowie Metro und Tini nicht zur Debatte steht, bleibt eigentlich nur Azi solo oder mit Quensyl oder doch wie vorgeschlagen mit Minocyclin 50-100 mg.

@Heinzi
danke, daß Du gestern nochmal drauf eingegangen bist, denn ich befinde mich echt in einem Dilemma. Ich habe wirklich schon alle Ab durch, Keines kann ich in der ausreichenden Dosierung nehmen, nicht mal alleine, weder Doxi i.V. noch Ceftriaxon i.V. . Mino hab ich alleine auch probiert, nicht geschafft, nach einer Woche 150 hat mein Magen schlapp gemacht.
Das Mino 50 jetzt zum Azi i.V. tut mir schon so unendlich im Magen weh, daß ich nicht mehr weiß ob das gut ist. Vielleicht hör ich auf, sonst schaff ich mein Azi nächste Woche nicht mehr.

@Markus
wie Praxisrelevant lange Halbwertzeiten für Resistenzen sind, ist ein interressanter Gesichtspunkt. Ich hab lange Halbwertzeiten bis jetzt immer für gut gehalten, abgesehen von dem uneinschätzbaren Risiko von Nachwirkungen.

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