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Hallo Kara12,
als Laie, mal so einige Gedanken, ich hoffe da kommen noch verschiedene von anderen Usern.
Ich möchte dir einiges Hintergrundwissen, für dein Arztgepräch liefern.
Hintergrund der bei mir eingefallen ist, wie lange war die letzte AB Gabe vor dieser Blutuntersuchung ? Über Zeiträume und den LTT.
http://www.laborzentrum.org/dokumente/borrelien-ltt.pdf
1. Seite Labor
Borre nicht aktiv z.Z.
Ehrlichinen da schreibt das Labor - Eine Verlaufskontrolle
http://forum.onlyme-aktion.org/showthread.php?tid=1667
3. Seite
TNF alpha ist zu hoch. Gibt es auch mit Werten um 50. Aber nicht alle Ärzte kennen die Bedeutung. Da er aber untersucht wurde, denke ich dein Dr. kennt sie.
http://www.pharmazeutische-zeitung.de/?id=47053
http://forum.onlyme-aktion.org/showthread.php?tid=3042
Nk Zellen und CD 57
http://forum.onlyme-aktion.org/showthread.php?tid=7379
CRP
http://forum.onlyme-aktion.org/showthread.php?tid=1365
Ich denke eine Borreliose ist nicht ausgeschlossen, dazu braucht man aber auch eine detalierte Darstellung deiner Beschwerden unter AB. Eine Bestätigung der Borre gab es ja, nur der Zeitpunkt der Infektion war ?
Bereite dich auf das Gespräch vor, mit Zettel, mein Vorschlag.
Weitere Hilfe, vielleicht hier ?
http://www.borreliose-nachrichten.de/symptom-tagebuch/
Zitat:Diagnostik
Die Lyme-Borreliose ist primär eine klinische Verdachtsdiagnose, die durch die Anamnese und die Labordiagnostik gestützt wird.
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Hallo Fischera,
vielen Dank für deine Antwort. Ich habe vor 4 Monaten für drei Wochen Antibiotika bekommen. Eine Wanderröte hatte ich nicht, deswegen weiß ich den Zeitpunkt der Infizierung nicht. Ich hatte ziemlich starke Symptome, die erst nach 2,5 Wochen AB langsam besser wurden, aber nicht komplett erschwunden sind. Mittlerweile sind sie auch wieder stärker: Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Gelenkschmerzen, Gelenkentzündungen, Muskelschmerzen/- krämpfe/ -zuckungen, Nackenschmerzen ect. Die Symptome haben sich nicht verändert im Vergleich zu Beginn des Ausbruchs, sie haben sich nur gemindert und werden wieder stärker.
Liebe Grüße
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Hallo Kara,
zu den Laborwerten steht eigentlich alles in den Berichten vom Labor drin. Da ist nicht viel mehr hinzuzufügen. Den Ehrlichien LTT kann man getrost vergessen - der ist komplett aussagelos, ich kenne keinen, bei dem dieser komplett negativ angezeigt hätte.
Meine Frage: Wie wurde denn damals die Borreliose festgestellt? Gab es da auch schon Laborwerte? Gab es einen Zeckenstich?
Letztlich lässt sich aus diesen Laborwerten eine Borreliose weder bestätigen noch komplett ausschließen. Es macht sie nur unwahrscheinlicher und es ist die Frage ob weitere Antbiotika Erfolg versprechen.
Dass du Entzündungen im Körper hast, ist ziemlich eindeutig - der Auslöser allerdings nicht. Wenn Doxycyclin vorübergehend hilft, mag das unter Umständen auch an dem entzündungshemmenden Mechanismus liegen, den Doxycyclin neben den antibiotischen Eigenschaften mitbringt - oder an nicht ausreichender Behandlung, so dass man diese ggf. mit anderenantibiotischen Mitteln wiederholen sollte, dazu sollte allerdings die Erstdiagnose relativ sicher sein, denn aus den jetzigen Laborwerten kann man nichts festmachen. Man kann das hier im Forum auch nicht beurteilen.
Je nach Beschwerdebild könnte man dann auch noch nach anderen Faktoren suchen. Das können andere Erreger sein, wie Chlamydien, Yersinien, Streptokokken aber auch Autoimmunerkrankungen, ggf. auch Viren und dein komplettes Immunsystem und das gesamte endokrinologische Spektrum. Da sollte man alle Möglichkeiten ausloten, bevor man sich auf die eine mögliche festlegt.
Es wird schwierig sein, da Hilfe zu finden, die alle Aspekte mitbetrachtet. Vielleicht fragst du nochmal bei einer Selbsthilfegruppe nach, wenn eine in deiner Nähe ist oder fragst auch hier im Forum nochmal nach, ob es Erfahrungen in deiner Nähe gibt, bzw. löcherst deinen Hausarzt, denn viele Untersuchungen kann auch dieser veranlassen - er wird dich ja hoffentlich nicht mit dem Problem alleine lassen.
Liebe Grüße Urmel
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Hallo Urmel,
danke auch dir für deine ausführliche Antwort. Ich habe am Dienstag einen Termin beim Spezi um die Ergebnisse zu besprechen, ich wollte nur nicht ganz unwissend sein.
Borreliose wurde zu Anfangs mit einem Bluttest positiv bestätigt. Dann 3 Wochen AB und danach war ich angeblich geheilt, obwohl ich noch Symptome habe. Diese werden leider auch wieder schlimmer aktuell. Ich hatte keine Wanderröte, letzte bemerkte Zecke in der Kindheit.
Ich hoffe am Dienstag weiß ich mehr. Danke nochmal für eure Hilfe.
LG KARA
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Hallo Cara,
ich war Dienstag bei meiner Ärztin, da ich mal wieder ein dickes, heißes Knie hatte, auch andere Gelenke meldeten sich, paar andere "Unbequemlichkeiten".
Wieder die Borrelien?
Sie hatte da so ein Ringbuch, wo versch. Erreger bei Gelenkbeschwerden zusammengefasst waren, die man testen solle.
Neben Borrelien auch Yersinien, Chlamydien, Coxsäckien und noch einige andere.
Sie wollte unbedingt die Coxsäckien testen, weil ihr die in den letzten Wochen öfter mal untergekommen seien
Jetzt hat sie aber alles komplett mit reingenommen. Und sie ist auch nur Allgemeinmedizinerin und meine Hausärztin.
Dein LTT ist vom Text scheinbar der gleiche wie meiner, nur meine Werte waren andere.
Obwohl ich im ELISA ein paarmal nur bei den IgM auf Borrelien ganz schwach positiv war, fiel dieser LTT in den letzten Jahren mal als "Verdacht....bei entsprechender Symtomatik...Kontrolle/Anstieg würde....."
oder "wahrscheinlich akut bzw. reaktiv" und dann wieder als "...doch keine Reaktivierung..." aus.
Bei meinem Sohn, der wohl (nur) einen Vitaminmangel und leichte Unverträglichkeiten hat, gab es LTT-Ergebnisse wie bei dir. Der hat keine Borreliose, obwohl ich mich an ein dick geschwollenes, blaurotes Ohrläppchen nach einem Zeckenstich dahinter im Grundschulalter erinnere.
Jetzt bin ich auch gespannt, was jetzt nun wieder dabei rauskommt.
Bei einem Verdacht auf seronegative Borreliose würde ich bei Ansprechen auf Antibiotika durchaus auch mal an einen Behandlungserfolg einer nicht diagnostizierten Erkrankung mit gleicher Symptomatik denken. Da kommen zum Teil die gleichen AB zur Anwendung, gibt aber vielleicht auch besser geeignete.
Gruß
Schima
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Hallo Schirma,
Auch dir danke für deine Antwort. Hast du mittlerweile neue Ergebnisse? Mein Spezi meinte gestern in dem Termin, er geht nicht von einer aktiven Borreliose aus und möchte auch erst mal nicht dagegen behandeln, sondern andere Tests (großes Blutbild/ Co-Infektionen untersuchen). da ich momentan Angina habe und dafür kein Blut abgeben kann, dauert es locker wieder 3-4 Wochen bis Ergebnisse da sind.
Mein HA sagte mir heute ich solle mal über eine stationäre Aufnahme von 3-4 Tagen nachdenken, wo ich dann komplett durchgecheckt werde, ansonsten müsse ich ewig von Arzt zu Arzt rennen. Hat das schon jemand machen lassen? Symptome sind durchweg die gleichen geblieben, da hat sich nichts verändert, wenn ich es richtig verstanden habe, hat er sogar die Erstdiagnose Borreliose angezweifelt. Ich bin nun noch mehr verwirrt ?
Lg Kara
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Auf die Tests kann man sich leider nicht verlassen. Bei mir sind mittlerweile auch alle Tests negativ, obwohl ich noch aktive Borreliose habe. Letztes Jahr war bei mir zumindest der LTT und Elispot positiv. Der LTT kann leider je nach Labor auch unterschiedliche Ergebnisse liefern. Was bleibt sind niedrige CD57 und die sind bei dir ja auch sehr niedrig. Ebenfalls ist tnfa und crp bei dir erhöht, dafür muss es ja einen Grund geben.
Auch wenn es mühsam ist, würde ich an deiner Stelle noch mal einen anderen Borre Spezi aufsuchen, der sich hoffentlich besser auskennt. Eine stationäre Aufnahme wird dir vermutlich rein gar nichts bringen, das würde ich erstmal nicht machen!
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Hallo,
ja mein Spezi meint nur, dass es dafür wahrscheinlich andere Gründe gibt. Er will sich meinen Darm genauer ansehen und auf evtl. Co-Infektionen testen. Ich hatte eine aktive Borreliose und zwei mMal Antikörper nachgewiesen, ich verstehe nicht warum er diese Ergebnisse außer Acht lässt, wenn es so oft zu falsch negativen Ergebnissen kommen kann. Habe mir eben einen Termin bei einem anderen Arzt geholt, leider erst in 3 Wochen :(
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Hallo Kara,
soll kein Vorwurf sein, aber du kannst natürlich von Spezi zu Spezi laufen um dir deinen Verdacht auf Borreliose bestätigen zu lassen.
Aber wenn bei dir bis jetzt wirklich noch keiner auf "Co-Infekte" (die vielleicht auch mal solo gleiche Beschwerden machen) geschaut hat, würde ich zunächst diese Möglichkeit nutzen.
Vieles davon geht auch als Kassenleistung, zumindest bei mir wurde das gemacht.
Ich habe das Ergebnis des LTT noch nicht, dauert meistens um die 2 Wochen.
Aber ich weiß inzwischen schon, dass mein EBV mal wieder aktiv sein könnte, die Chlamydia pneum. unauffällig geblieben ist, Coxsackien negativ, Yersinien, Bartonellen fraglich bzw. grenzwertig als negativ eingestuft.
Rickettsien sind seit 2 Jahren negativ, waren aber vordem mal sehr hoch.
Aber ein "Bingo" hatte ich doch.
Zwei Pools von Legionellen sind jetzt hoch, Verdacht auf akute Infektion. Viel höher als in 2015. Das Gesundheitsamt ist informiert. Kann gut sein, dass die mich mal befragen, wo die hergekommen sein könnten. In unserem Haus denke ich nicht, aber ich reise ja auch viel. Eine Lungenentzündung habe ich definitiv nicht. Meine HÄ meint, die würden chronisch auch mal auf Gelenke schlagen.
Ich gehe im Moment eher davon aus, dass sich mein Immunsystem mal wieder auf der "to do"-Liste was rausgesucht hat.
Dazu würden die Gelenkschmerzen, der hohe Laktatwert und auch der niedrige DAO-Wert und das total verbrauchte Vitamin C passen.
Denn immer, wenn ich die eben auch Borreliose-typischen Beschwerden beobachte, Probleme mit Histamin deutlich anziehen und ich mich mal wieder so richtig krank fühle treten da die roten Werte im Laborbericht auf. Dürften zu einem entzündlichen Prozess passen. Da rätsel ich nicht mehr rum, könnte vieles sein.
Seit drei Jahren lasse ich diesen Kampf des IS zu, dämpfe weder mit Medikamenten noch mit immunsuppressiven NEMs solange es erträglich bleibt.
Durch diese Täler muss ich eben gehen.
Aber ich durfte mich nachher meist über stetige Verbesserung meines Zustandes freuen.
Mein Immunsystem - läuft bei mir.
Ich hege und pflege es aber auch. Wenn es tatsächlich im Darm wohnt wie manchmal behauptet wird, ist dein Spezi vielleicht nicht auf der schlechtesten Spur?
Falls der nicht privat abrechnet würde ich den ruhig erst mal machen lassen.
Finde es eher positiv, dass der auch über den Borreliose-Tellerrand sieht.
Chronifizierte Borreliose ist eine Ausschluss-Diagnose und bleibt übrig, wenn man nix anderes findet. Aber wenn man nicht sucht?
Ich habe das alles hier geschrieben um dir aufzuzeigen, dass noch so einge andere Ursachen deiner Beschwerden möglich sind.
Aber ich kenne auch das Gefühl, jetzt sofort, noch heute, am besten gleich eine mögliche Borreliose behandeln zu müssen. Man schiebt Panik, würde am liebsten gleich kiloweise AB einwerfen weil die so bedrohlich wirkt.
Sieh dich hier mal um und lese, welche Nebenwirkungen die haben können.
Ist kein Zuckerschlecken und sollte man nur machen, wenn man einigermaßen sicher ist, dass die erforderlich sind.
LG
Schima
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