27.07.2016, 06:12
Eine sichere Therapiekontrolle ist derzeit nicht möglich. Wichtig ist die klinische Kontrolle. Hat Patient noch Symptome, ist er noch krank. Wenn nicht, dann nicht.
Die Therapie sollte solange fortgeführt werden bis die Wanderröte komplett weg ist (Kontrolle nach einem heissen Bad oder Dusche) und auch keine Allgemeinsymptome mehr vorliegen. Bei ungenügendem Ansprechen nach 4 Wochen evtl. das AB wechseln.
Zur Dosierung: Ob die 200 mg ausreichen oder nicht, kann nicht sicher beantwortet werden. Ich persönlich vertraue eher den Empfehlungen der DBG und ILADS, da geltende Lehrmeinung bei mir auf ganzer Linie versagt hat. Ich persönlich würde im Frühstadium eher auf die Empfehlungen der DBG und/oder ILADS setzen. Die Entscheidung liegt schlussendlich bei dir. Ob eine höhere Dosierung besser hilft als die Standarddosierung kann man nicht sicher beantworten. Ist vielleicht abhängig vom Körpergewicht des Patienten und allfälligen Ko-Infektionen. 400 mg Doxy täglich kann schon ziemlich schlauchen und die Wahrscheinlichkeit für Nebenwirkungen wird grösser. Wichtig ist auch, dass die Resorbtion von Doxy nicht gemindert wird. Kennst du die Verhaltensregeln bezüglich Ernährung. Weisst du über die Sonnenempfindlichkeit als Nebenwirkung Bescheid?
LG, Regi
Die Therapie sollte solange fortgeführt werden bis die Wanderröte komplett weg ist (Kontrolle nach einem heissen Bad oder Dusche) und auch keine Allgemeinsymptome mehr vorliegen. Bei ungenügendem Ansprechen nach 4 Wochen evtl. das AB wechseln.
Zitat:Bluttest unnötig, da Wanderröte, diese Aussage des Arztes ist richtig, nicht wahr?Richtig.
Zitat:Er sagte, die Kopfschmerzen seien nicht damit zu erklären. Das stimmt nicht?Allgemeinsymptome wie Kopfschmerzen sind möglich. Evtl. auch eine Mehrfachinfektion (z.B. Rickettsien bei Kopfschmerzen) möglich.
Zitat:Arzt: Antikörper wären nicht aussagekräftig, man könne nie sagen, ob akut oder nicht akut - das stimmt auch wieder?Richtig. Deshalb ist auch eine Therapiekontrolle mit Tests nicht möglich.
Zitat:Des weiteren könne in einem Jahr ein neues Stadium z. B. mit Nervenschmerzen eintreten und später noch weitere Symptome bis hin zu Lähmungen dazukommen - das ist auch korrekt? Wie wahrscheinlich ist es denn, dass Stadium zwei und drei auch eintreten?Ja, das Fortschreiten in ein späteres Stadium ist trotz AB möglich. Wie häufig das ist, kann nicht sicher beantwortet werden. Man geht von ca. 10 % Therapieversagern aus. Wieviel das in der Realität sind, kann man nicht sagen, da Patienten mit unspezifischen Symptomen als Ausdruck eines Fortschreitens der Krankheit epidemiologisch nicht erfasst werden.
Zur Dosierung: Ob die 200 mg ausreichen oder nicht, kann nicht sicher beantwortet werden. Ich persönlich vertraue eher den Empfehlungen der DBG und ILADS, da geltende Lehrmeinung bei mir auf ganzer Linie versagt hat. Ich persönlich würde im Frühstadium eher auf die Empfehlungen der DBG und/oder ILADS setzen. Die Entscheidung liegt schlussendlich bei dir. Ob eine höhere Dosierung besser hilft als die Standarddosierung kann man nicht sicher beantworten. Ist vielleicht abhängig vom Körpergewicht des Patienten und allfälligen Ko-Infektionen. 400 mg Doxy täglich kann schon ziemlich schlauchen und die Wahrscheinlichkeit für Nebenwirkungen wird grösser. Wichtig ist auch, dass die Resorbtion von Doxy nicht gemindert wird. Kennst du die Verhaltensregeln bezüglich Ernährung. Weisst du über die Sonnenempfindlichkeit als Nebenwirkung Bescheid?
LG, Regi
Je mehr ich über die Borreliose weiss, desto mehr weiss ich, dass man fast gar nichts weiss.
Nichts auf der Welt ist gefährlicher als aufrichtige Ignoranz und gewissenhafte Dummheit. (Martin Luther King)
Absenz von Evidenz bedeutet nicht Evidenz für Absenz