16.08.2016, 07:05
Ich halte gar nichts von Bluttests zur Therapiekontrolle, egal zu welchem Zeitpunkt sie gemacht werden. Die Tests taugen dafür einfach nichts. Die Antikörper können steigen, fallen oder gleich bleiben, ohne dass man Rückschlüsse ziehen könnte. Allerhöchstens würde ich steigenden Antikörpern aus einer Verlaufskontrolle Bedeutung zumessen. Das heisst, so 3 bis 6 Wochen nach Therapieende einen Antikörper-Test und dann nach 6 bis 12 Wochen wieder einer. Auf jeden Fall im selben Labor, optimalerweise Testung des zweiten Serums unter gleichzeitigem Einbezug des ersten Serums. Wenn die Titer im Verlauf stark ansteigen und Banden hinzukommen, würde ich von einer weiterhin aktiven Borreliose ausgehen. Ist das nicht der Fall, könnte ich weiterhin bestehende Aktivität nicht sicher ausschliessen.
Aber auch wenn ich stark steigende Antikörper hätte, würde ich mir eine wiederholte Therapie gut überlegen, wenn keine Symptome vorhanden sind. Ich würde ohne Symptome wohl eher auf eine Therapie verzichten, jedoch das Ereignis im Hinterkopf behalten, die Laborbefunde gut aufbewahren und beim Auftreten von dubiosen Symptomen, die keiner anderen Krankheit sicher zugeordnet werden können, sofort auf eine Therapie bestehen.
Die Frage ist, ob mir in den 15 bis 18 Wochen Sero-Lotterie nicht wichtige Zeit verlorengeht. Wenn weiterhin Symptome bestehen, würde ich nicht so lange warten wollen.
Es ist ein S h i t mit der Diagnostik. Die Antikörpertests können nicht unterscheiden zwischen aktiver und früher durchgemachter Infektion. Und die Symptome der späteren Stadien können immer andere Krankheiten als Ursache haben. So lässt man uns seit Jahren im Regen stehen.
LG, Regi
Aber auch wenn ich stark steigende Antikörper hätte, würde ich mir eine wiederholte Therapie gut überlegen, wenn keine Symptome vorhanden sind. Ich würde ohne Symptome wohl eher auf eine Therapie verzichten, jedoch das Ereignis im Hinterkopf behalten, die Laborbefunde gut aufbewahren und beim Auftreten von dubiosen Symptomen, die keiner anderen Krankheit sicher zugeordnet werden können, sofort auf eine Therapie bestehen.
Die Frage ist, ob mir in den 15 bis 18 Wochen Sero-Lotterie nicht wichtige Zeit verlorengeht. Wenn weiterhin Symptome bestehen, würde ich nicht so lange warten wollen.
Es ist ein S h i t mit der Diagnostik. Die Antikörpertests können nicht unterscheiden zwischen aktiver und früher durchgemachter Infektion. Und die Symptome der späteren Stadien können immer andere Krankheiten als Ursache haben. So lässt man uns seit Jahren im Regen stehen.
Zitat:Nächste Frage: Muss man eine gewisse Anzahl von Wochen Antibiotika-frei sein, um ein richtiges ERgebnis zu erzielen oder ist das für die Borrelioseantikörper egal??? Da habe ich verschiedene Antworten von Ärzten erhalten. Der Rheumatologe meinte, dass sei egal.Dazu kann jeder die Meinung haben, die in seine Wahrheit passt. Richtig und falsch gibts bei der Borreliose praktisch nicht - sowohl hinsichtlich Diagnostik als auch Therapie. Aus meiner persönlichen Erfahrung und meiner Beratungserfahrung würde ich behaupten, dass das von Patient zu Patient verschieden ist. Ob das an bestimmten genetischen Voraussetzungen liegt? Oder an verschiedenen Borrelienstämmen? Oder an anderen Unbekannten? Das kann keiner sicher beantworten. Alles nur Meinungssache.
Zitat:Letzte Frage: Was haltet ihr von Basica zur Entsäuerung und von Chlorella Kapseln 3 x 3 tägl. zum Entgiften? Bringt das was oder füllt das nur die Kassen der Reformhäuser?Dazu habe ich keine belastbare Erfahrungen. Ich denke mal, Wissenschaftliches gibts dazu auch nichts.
LG, Regi
Je mehr ich über die Borreliose weiss, desto mehr weiss ich, dass man fast gar nichts weiss.
Nichts auf der Welt ist gefährlicher als aufrichtige Ignoranz und gewissenhafte Dummheit. (Martin Luther King)
Absenz von Evidenz bedeutet nicht Evidenz für Absenz

