24.09.2016, 09:18
Hallo Backpackerin,
ich will mal versuchen dir in dem Dschungel etwas Licht hineinzubringen, bin aber auch letztlich nur Laie.
Zunächst zu serologischen Befunden im allgemeinen. Ohne die Symptome mitzuberücksichtigen, machen diese nur wenig Aussage gerade bei Borrelien. Das geben die Tests einfach nicht her.
Zu den Banden im Westernblot findest du auch hier Erklärungen:
http://www.laborlexikon.de/Lexikon/Tabel...n-Blot.htm
http://www.borreliose-gesellschaft.de/Te...linien.pdf
Die Bande p41 ist unspezifisch und p83 findet sich sowohl in Früh- als auch in Spätstadium. Der IgG sagt jedoch nie etwas über eine tatsächlich Borrelien Aktivität der Erkrankung aus.
Je nach Testsystem müssen dann auch mehrere Banden positiv sein, um spezifisch genug zu sein. Denn man darf nicht vergessen, so sauber trennen die Tests die Eiweiße nicht immer, dass nicht auch mal was anderes mitreagiert. Das heißt man muss einen Mittelweg gehen zwischen spezifisch und sensitiv. Je spezifischer ein Test ist, desto weniger sensitiv ist er, je sensitiver er ist, desto weniger spezifisch fällt er oft aus. Daher gibt es einen sogenannten cut-off, bei dem ein Test noch als positiv gewertet wird oder nicht. Ist er zu sensitiv gibt es dann auch falsch positive Tests. Auf jeden Fall handelt es sich wohl eher um einen Grenzfall bei dir. Bei dir ist dieser cut-off wohl unterschritten, weshalb der Test negativ gewertet wird.
Auffälliger wäre mir der Yersinien-Befund, insbesondere wenn du mit Darmbeschwerden Zusammenhänge siehst. Da wäre es vielleicht noch eine Idee davon einen Antikörpertest zu machen, bei dem auch die IgA-Yersinien dabei sind.
Ebenso auffällig sehe ich den EBV-Befund, bei dem man auch nochmal einen Antikörpertest machen könnte, bei dem auch die Early-Antigene! und IgM! auf EBV (Eppstein-Barr-Virus = Pfeiffersches Drüsenfieber mitbetrachtet werden.)
Das wären Untersuchungen, die auch der normale Hausarzt in Auftrag geben könnte.
Welche Standardisierungsnormen in dem Labor angewendet wurde, müßtest du dort erfragen. Die Auswertung kann dann letztlich nur mit der vollen Krankengeschichte erfolgen und sollte bei den behandelnden Ärzten erfolgen, die diese dann kennen sollten.
Die Symptome, die du beschreibst könnten bei allen drei Erkrankungen auftreten......
Ich hoffe, du findest weiter.
Liebe Grüße Urmel
ich will mal versuchen dir in dem Dschungel etwas Licht hineinzubringen, bin aber auch letztlich nur Laie.
Zunächst zu serologischen Befunden im allgemeinen. Ohne die Symptome mitzuberücksichtigen, machen diese nur wenig Aussage gerade bei Borrelien. Das geben die Tests einfach nicht her.
Zu den Banden im Westernblot findest du auch hier Erklärungen:
http://www.laborlexikon.de/Lexikon/Tabel...n-Blot.htm
http://www.borreliose-gesellschaft.de/Te...linien.pdf
Die Bande p41 ist unspezifisch und p83 findet sich sowohl in Früh- als auch in Spätstadium. Der IgG sagt jedoch nie etwas über eine tatsächlich Borrelien Aktivität der Erkrankung aus.
Je nach Testsystem müssen dann auch mehrere Banden positiv sein, um spezifisch genug zu sein. Denn man darf nicht vergessen, so sauber trennen die Tests die Eiweiße nicht immer, dass nicht auch mal was anderes mitreagiert. Das heißt man muss einen Mittelweg gehen zwischen spezifisch und sensitiv. Je spezifischer ein Test ist, desto weniger sensitiv ist er, je sensitiver er ist, desto weniger spezifisch fällt er oft aus. Daher gibt es einen sogenannten cut-off, bei dem ein Test noch als positiv gewertet wird oder nicht. Ist er zu sensitiv gibt es dann auch falsch positive Tests. Auf jeden Fall handelt es sich wohl eher um einen Grenzfall bei dir. Bei dir ist dieser cut-off wohl unterschritten, weshalb der Test negativ gewertet wird.
Auffälliger wäre mir der Yersinien-Befund, insbesondere wenn du mit Darmbeschwerden Zusammenhänge siehst. Da wäre es vielleicht noch eine Idee davon einen Antikörpertest zu machen, bei dem auch die IgA-Yersinien dabei sind.
Ebenso auffällig sehe ich den EBV-Befund, bei dem man auch nochmal einen Antikörpertest machen könnte, bei dem auch die Early-Antigene! und IgM! auf EBV (Eppstein-Barr-Virus = Pfeiffersches Drüsenfieber mitbetrachtet werden.)
Das wären Untersuchungen, die auch der normale Hausarzt in Auftrag geben könnte.
Welche Standardisierungsnormen in dem Labor angewendet wurde, müßtest du dort erfragen. Die Auswertung kann dann letztlich nur mit der vollen Krankengeschichte erfolgen und sollte bei den behandelnden Ärzten erfolgen, die diese dann kennen sollten.
Die Symptome, die du beschreibst könnten bei allen drei Erkrankungen auftreten......
Ich hoffe, du findest weiter.
Liebe Grüße Urmel
Mitglied bei => Onlyme-Aktion.org
Lass das Verhalten anderer nicht deinen inneren Frieden stören (Dalai Lama)