30.09.2016, 17:35
Hallo Anna,
du kannst den Hautarzt fragen, ob er sich nach den neuen Leitlinien der deutschen dermatologischen Gesellschaft zu kutanen Manifestationen orientiert. (s. 30 f)
http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlin...016-05.pdf
IgG Antikörper finden sich auch im Verlauf einer älteren oder ausgeheilten Lyme-Borreliose, man kann aber damit die Aktivität der Borrelien weder nachweisen noch ausschließen. Daher:
Wenn er es gründlich macht, entnimmt er eine Hautprobe und
Besteht Verdacht auf ein atypisches Erythema migrans
stehen Antikörpernachweis und Erregernachweis mittels PCR und Kultur zur Verfügung. In jedem Fall soll eine serologische Untersuchung durchgeführt werden. Bei danach weiterhin unklarem Befund soll der Erregernachweis mittels PCR, ggf. auch Kultur, angestrebt werden
(Abb.7)
.
Dafür soll eine Hautbiopsie im Bereich des entzündlichen Randes entnommen werden. Nach Aufklärung und schriftlicher Einwilligung des Patienten wird das ausgewählte Hautareal mit einer Lokalanästhesie betäubt. Nach gründlicher Hautdesinfektion wird mit einer 4 mm Stanze die Haut entnommen und in ein steriles Gefäß mit 0,9% Kochsalzlösung gegeben. Die direkte Inokulation in Anzuchtmedium ist nur sinnvoll, wenn die Probe innerhalb weniger Stunden im Labor weiterverarbeitet werden kann, da ansonsten schneller wachsende Hautkeime die Anzucht der Borrelien erschweren.
Eine histologische Untersuchung ist bei Erythema migrans nur selten richtungsweisend.
Zur differentialdiagnostischen Abklärung kann jedoch die histologische Untersuchung sinnvoll sein
Ob sich das schon rumgesprochen hat, weiß ich nicht und wenn ja, kann es auch passieren, dass keiner Lust hat, darauf einzugehen. Das kommt dann sicherlich auch darauf an, an wen du gerätst. Differentialdiagnostische Abklärung wäre das Minimum, was ein Hautarzt anbieten sollte.
Bei Rezidiv oder mangelnder Rückbildung der krankheitsspezifischen kutanen Symptome kann eine erneute Therapie mit einem anderen geeigneten Antibiotikum unter Berücksichtigung der individuellen Patientensituation erwogen werden, wenn andere ursächliche Faktoren ausgeschlossen wurden.
Ich persönlich würde die zweitere Option bevorzugen..... d.h. wenn keine eindeutige andere Erklärung für die Flecken und du zuvor ein Erythema Migrans hattest - sollte nochmal behandelt werden, dann vielleicht mit einem anderen Mittel und ich würde das dann auch länger behandelt haben wollen, d.h. mindestens 30 Tage. Insbesondere wenn noch weitere Symptome dazukommen und du keine weitere Behandlung bekommst, würde ich tatsächlich mich noch um einen Spezi bemühen.
Ist in Deutschland leider nicht immer alles so, wie man es sich von einem wirklich gut funktionierenden Gesundheitssystem vorstellt. Das haben hier leider schon die meisten erlebt. Wir arbeiten noch dran, aber es ist sehr zäh das Thema.....
http://onlyme-aktion.org/borreliose-info...t-besucht/
Wann hast du denn den Hautarzttermin, bitte berichte, wie es dir dort dann erging ....
Liebe Grüße Urmel
du kannst den Hautarzt fragen, ob er sich nach den neuen Leitlinien der deutschen dermatologischen Gesellschaft zu kutanen Manifestationen orientiert. (s. 30 f)
http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlin...016-05.pdf
IgG Antikörper finden sich auch im Verlauf einer älteren oder ausgeheilten Lyme-Borreliose, man kann aber damit die Aktivität der Borrelien weder nachweisen noch ausschließen. Daher:
Wenn er es gründlich macht, entnimmt er eine Hautprobe und
Besteht Verdacht auf ein atypisches Erythema migrans
stehen Antikörpernachweis und Erregernachweis mittels PCR und Kultur zur Verfügung. In jedem Fall soll eine serologische Untersuchung durchgeführt werden. Bei danach weiterhin unklarem Befund soll der Erregernachweis mittels PCR, ggf. auch Kultur, angestrebt werden
(Abb.7)
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Dafür soll eine Hautbiopsie im Bereich des entzündlichen Randes entnommen werden. Nach Aufklärung und schriftlicher Einwilligung des Patienten wird das ausgewählte Hautareal mit einer Lokalanästhesie betäubt. Nach gründlicher Hautdesinfektion wird mit einer 4 mm Stanze die Haut entnommen und in ein steriles Gefäß mit 0,9% Kochsalzlösung gegeben. Die direkte Inokulation in Anzuchtmedium ist nur sinnvoll, wenn die Probe innerhalb weniger Stunden im Labor weiterverarbeitet werden kann, da ansonsten schneller wachsende Hautkeime die Anzucht der Borrelien erschweren.
Eine histologische Untersuchung ist bei Erythema migrans nur selten richtungsweisend.
Zur differentialdiagnostischen Abklärung kann jedoch die histologische Untersuchung sinnvoll sein
Ob sich das schon rumgesprochen hat, weiß ich nicht und wenn ja, kann es auch passieren, dass keiner Lust hat, darauf einzugehen. Das kommt dann sicherlich auch darauf an, an wen du gerätst. Differentialdiagnostische Abklärung wäre das Minimum, was ein Hautarzt anbieten sollte.
Bei Rezidiv oder mangelnder Rückbildung der krankheitsspezifischen kutanen Symptome kann eine erneute Therapie mit einem anderen geeigneten Antibiotikum unter Berücksichtigung der individuellen Patientensituation erwogen werden, wenn andere ursächliche Faktoren ausgeschlossen wurden.
Ich persönlich würde die zweitere Option bevorzugen..... d.h. wenn keine eindeutige andere Erklärung für die Flecken und du zuvor ein Erythema Migrans hattest - sollte nochmal behandelt werden, dann vielleicht mit einem anderen Mittel und ich würde das dann auch länger behandelt haben wollen, d.h. mindestens 30 Tage. Insbesondere wenn noch weitere Symptome dazukommen und du keine weitere Behandlung bekommst, würde ich tatsächlich mich noch um einen Spezi bemühen.
Ist in Deutschland leider nicht immer alles so, wie man es sich von einem wirklich gut funktionierenden Gesundheitssystem vorstellt. Das haben hier leider schon die meisten erlebt. Wir arbeiten noch dran, aber es ist sehr zäh das Thema.....
http://onlyme-aktion.org/borreliose-info...t-besucht/
Wann hast du denn den Hautarzttermin, bitte berichte, wie es dir dort dann erging ....
Liebe Grüße Urmel
Mitglied bei => Onlyme-Aktion.org
Lass das Verhalten anderer nicht deinen inneren Frieden stören (Dalai Lama)