11.10.2016, 08:38
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 11.10.2016, 08:43 von Katie Alba.)
(10.10.2016, 20:20)KeyLymePie schrieb: Such dir einen Arzt, der sich mit Borreliose auskennt. LTT Borrelien + CD57 brachten mir die Diagnose bei negativem Elisa/ Westernblot. Sicherlich kann dir hier im Forum jemand einen Arzt in deiner Region empfehlen oder du schaust mal hier in die Liste:
http://www.dr-hopf-seidel.de/borreliose-aerzte-1.html
Dem würde ich mich anschließen.
Was die Testergebnisse angeht, würde ich KeyLymePie auch beipflichten wollen: In den üblichen Tests der Standardlabore gibt es viel zu viele falsch negative, zu viele Kranke werden übersehen.
Ich bin mir mit meiner Borreliosediagnose wirklich 100%ig sicher, weil ich direkt nach einem Zeckenstich schwer krank geworden bin mit einem Syndrom (POTS), was sehr häufig auftritt nach Borreliose.
Dennoch ist mein ELISA negativ, ebenso mein Westernblot (komplett negativ). Auch alle untersuchten Co-Infektionen waren negativ.
Aufgrund dessen wurde fatalerweise die Diagnose Borreliose ausgeschlossen. Erst eine Spezialistin hat mich dann nach 1 Jahr Krankheit wieder auf die Spur gebracht, sie hat die Diagnose abgesichert durch den IFT in einem Speziallabor, durch die CD-57-Zellen, durch eine Dunkelfeldmikroskopie. Klinisch bestand dringender Verdacht auf Bartonellen, auch die habe ich nur im privat zu bezahlenden Speziallabor nachgewiesen bekommen. (Dennoch würde ich an deiner Stelle aber erstmal die Co-Infektionen auf Kasse testen lassen, möglichst bei einem Labor, das sich mit Borreliose auskennt.)
Leider ist noch nicht mal der Westernblot ein sicheres Verfahren für Beweis/Ausschluss einer Borreliose, es gibt auch keinen anderen sicheren Test.
Deswegen bleibt die Diagnose ein Puzzle aus gründlicher Ausschlussdiagnostik, verschiedenen Tests und vor allem der klinischen Symptomatik. Wenn dann vieles dafür spricht lohnt auf alle Fälle ein Therapieversuch nach den Leitlinien der Deutschen Borreliose Gesellschaft. Dabei ist noch wichtig zu wissen, dass im chronischen Stadium nach Meinung einer Spezialisten nur Infusionen (aufgrund ihrer höheren Wirksamkeit gegenüber Tabletten) Gesundung bringen können, ich selbst habe das auch so erlebt. Ich häng dir dazu mal einen Link an.
http://www.dr-w-klemann.de/htmldocs/neui...ofilme.php
Was die Spezialisten angeht: Da gibt es leider sehr große Unterschiede. Deswegen würde ich, wenn es heimatnah niemand richtig guten gibt, auch weite Fahrten in kauf nehmen, denn man kann ja Folgefragen dann telefonisch klären (ich fahre selbst auch über 600 km zum Spezi).
Zu deinen anderen Fragen schreibt Filenada ja bestimmt noch was. Ich musste den 1,25-Vit-D-Wert damals privat bezahlen. Weil der 1,25 bei mir in Ordnung war und der 2,5 total im Keller, habe ich dann mit Dekristol substituiert.
Liebe Grüße und alles Gute!
Katie
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