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Hilfe bei Borrelioseverdacht
#5

Hallo spezi und willkommen im Forum

Aufgrund der Vorgeschichte und des Verlaufs halte ich eine Borreliose bei dir für wahrscheinlich. Ob du eine noch aktive Infektion hast oder deine Beschwerden von einem von der Borreliose ausgelösten Gesundheitsschaden stammen, kann leider weder von der Forschung noch durch Tests beantwortet werden. Grundsätzlich wäre aufgrund deiner Symptome auch eine andere Krankheit möglich, an die bisher noch nicht gedacht wurde.

Mir fehlen noch ein paar Infos. Wann wurde das letzte Mal ein Test auf Borreliose gemacht? Wie war das Ergebnis?
Wurdest du schon von einem Neurologen auf andere mögliche Krankheiten untersucht?
Wurdest du von einem Rheumatologen auf andere mögliche Krankheiten untersucht?
Was wurde bei den von dir geschilderten Komplett-Checks untersucht? Waren da die Schliddrüsenwerte, Eisen, Vit. D, Vit. B12 auch dabei? Welche Werte wurden erhoben? Mit welchem Ergebnis?

Die Borreliose-Diagnose in späteren Stadien ist wegen der unsicheren diagnostischen Lage schwierig und deine Symptome können zwar bei einer Borreliose auftreten, dürfen aber nicht als typisch im Sinne geltender Lehrmeinung bezeichnet werden. Unsere Spezis sehen das anders. "Normale" Ärzte sind nicht unbedingt unwissend. Sie wissen halt nur das, was geltende Lehrmeinung vorschreibt. Ich empfehle dir unbedingt, dich über den Borreliose-Expertenstreit zu informieren, damit du nicht wahnsinnig wirst ab den konträren Infos. Hier eine grobe Übersicht.
http://www.borreliose-nachrichten.de/Sch...dation.pdf

Die Diagnose einer Borreliose basiert auf Vorgeschichte, Verlauf, Symptomen, Ausschluss anderer möglicher Krankheiten, Tests und allfälligem Ansprechen auf AB-Therapien. Am Ende resultiert eine Wahrscheinlichkeit für oder gegen eine Borreliose, der nur mit einem Therapieversuch begegnet werden kann. Es macht deshalb vermutlich mehr Sinn vom Arzt einen Therapieversuch als eine Diagnose zu verlangen.

Die Chancen auf einen Therapieversuch sind bei einem von der Selbsthilfe empfohlenen Spezi am grössten. Leider haben im Lauf der Zeit einige "Spezis" die Borreliose als Goldgrube entdeckt. Deshalb ist eine persönliche Arzt-Empfehlung von Vorteil. Manchmal sind hohe Kosten privat zu bezahlen. Also besser vorher fragen.

Wenn du einen Therapieversuch bei deinem Hausarzt einfordern kannst, dann würde ich nur nach den Empfehlungen der DBG und/oder ILADS behandelt werden wollen, denn sie dosieren höher und länger als geltende Lehrmeinung und Fachinfo der Medi vorschreiben. Hier gehts zu den Empfehlungen:
http://www.borreliose-gesellschaft.de/Te...linien.pdf
http://www.lymenet.de/Burrascano_16.pdf

Solltest du einen Therapieversuch starten, gib nochmals Bescheid. Je nach Antibiotikum gibt es bestimmte Dinge zu beachten.

LG, Regi

Je mehr ich über die Borreliose weiss, desto mehr weiss ich, dass man fast gar nichts weiss.

Nichts auf der Welt ist gefährlicher als aufrichtige Ignoranz und gewissenhafte Dummheit. (Martin Luther King)

Absenz von Evidenz bedeutet nicht Evidenz für Absenz
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Nachrichten in diesem Thema
Hilfe bei Borrelioseverdacht - von spezi - 29.12.2016, 11:18
RE: Hilfe bei Borrelioseverdacht - von Die Ratte - 29.12.2016, 13:31
RE: Hilfe bei Borrelioseverdacht - von borrärger - 29.12.2016, 16:03
RE: Hilfe bei Borrelioseverdacht - von anfang - 29.12.2016, 20:34
RE: Hilfe bei Borrelioseverdacht - von Regi - 30.12.2016, 09:45
RE: Hilfe bei Borrelioseverdacht - von spezi - 02.01.2017, 10:34
RE: Hilfe bei Borrelioseverdacht - von johanna cochius - 02.01.2017, 11:27
RE: Hilfe bei Borrelioseverdacht - von Ehemaliges Mitglied - 03.01.2017, 14:13
RE: Hilfe bei Borrelioseverdacht - von Die Ratte - 03.01.2017, 22:12

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