(11.09.2017, 16:01)Sabena schrieb: Hallo,
Ein einheitlicher Borreliosetest muss her, der validiert ist und gut
und allgemeingültig. (und möglichst alle Banden abdeckt) - spez. und unspezifische
So wie eine allg. gültige DIN Norm in etwa.
Sabena
Es gibt durchaus diese DIN-Normen. MIQ12 heißt die dann. Nur halten sich nicht alle Labore dran. DIN-Norm heißt dann eben aber auch, dass es Abweichungen bis zu einem bestimmten Prozentsatz gibt. Wenn man dann dabei ist, hat man Pech gehabt. Dazu kommt das Problem auch der Probenaufarbeitung, auch da kann es zu Fehlern kommen.
Das ist tatsächlich ein Riesenproblem, das mit den Tests, denn diese führen dann in beide Richtungen zu Fehldiagnosen - überdiagnostiziert oder unterdiagnostiziert - sprich falsch diagnostiziert.
Da man nicht weiß, welcher Test gemacht wurde, lohnt es sich vielleicht in den Laboren nachzufragen, ob diese Normen eingehalten werden. Das wird dann eben durch die von mir bereits erwähnten Ringversuche, die das Nationale Referenzzentrum für Borrelien durchführt überprüft.
Letztlich ist daher die Differentialdiagnostik aus diesem Grund auch von besonderer Bedeutung. Wenn man auf Grund des Tests bei nicht wirklich typischen Symptomen von Lyme-Borreliose behandelt, sind es immer nur Therapieversuche, das sollte man auch wissen.
Ob du aktive Borreliose hast oder nicht, kann man an Hand dieses Tests nicht sicher festmachen, das ist in der Tat mehr als unbefriedigend und bemängeln wir als Patientenorganisation schon seit langem.
Das ist bei anderen Infektionskrankheiten nicht anders, zum Teil ist es da sogar noch schlimmer. Infektionskrankheiten, die nicht gleich tödlich sind oder von Mensch zu Mensch ansteckend, wurden lange Jahre in der Forschung vernachlässigt, genauso wie die Antibiotikaforschung.
Mitglied bei => Onlyme-Aktion.org
Lass das Verhalten anderer nicht deinen inneren Frieden stören (Dalai Lama)