16.05.2018, 11:50
Vielleicht hattest du auch erhöhten Hirndruck. Sicher weiß man es nur, wenn man eine Liquorpunktion macht und da den Druck misst. Das wurde bei dir ja vermutlich nicht gemacht?
Das mit dem Eindosieren sehe ich etwas gediegener. Minocyclin wird ja auch außerhalb der Borreliose eingesetzt, und da schleicht das niemand ein. Es kann also nicht der Normalfall sein, dass man damit große Probleme hat. Unter 100 mg Mino am Tag werde ich nicht gehen. Wenn man sich mal eine Resistenz angezüchtet hat, dann wars das. Dann wirkt das Mittel nie wieder, und Resistenzen sind bei Chlamydien auf jeden Fall möglich und bekannt.
Wenn tatsächlich Erbrechen und Sehstörungen dazu kommen sollten, dann setze ich das Medikament halt ab, ansonsten nehme ich es jetzt mal weiter. Es sei denn jemand weiß, dass das gesundheitlich bedenklich ist.
https://www.akdae.de/Arzneimittelsicherh...30725.html schrieb:Zwei 19 bzw.21 Jahre alte Frauen erhielten zur Malaria-Prophylaxe über drei Wo-chen bzw. vier Monate 100 mg Doxycyclin pro Tag. Beide klagten danach über Kopfschmerzen, Erbrechen und verschwommenes Sehen. Computer- bzw. kernspintomographische Untersuchungen blieben ohne Befund. Dagegen wurde bei einer Lumbalpunktion in beiden Fällen ein erhöhter Hirndruck von 525 mm Hg bzw. > 400 mm Hg (Normalwert: 150–250 mm Hg) diagnostiziert. Die subjektiven Sehstörungen wurden bei beiden Patientinnen durch die ophthalmoskopischen Befunde eines Papillenödems mit Blutungen und Cottonwool-Herden belegt. Nach Absetzen des Doxycyclins, Lumbalpunktion und einer Therapie mit Acetazolamid bildeten sich die Papillenödeme zurück. Bei einer Patientin blieben allerdings eine Gesichtsfeldeinengung, eine Farbsehschwäche und ein 70-prozentiger Sehverlust bestehen (2).
In einem weiteren Fall trat bei einer 16-jährigen Schülerin, die wegen einer Akne mit Minocyclin behandelt wurde, ebenfalls eine intrakranielle Drucksteigerung auf, die sich durch heftige Kopfschmerzen und verschwommenes Sehen bemerkbar machte. Die neuroradiologischen Untersuchungen waren unauffällig. Die Zellzahl im Liquorpunktat entsprach der Norm, der Liquordruck war jedoch deutlich erhöht (3)
Das mit dem Eindosieren sehe ich etwas gediegener. Minocyclin wird ja auch außerhalb der Borreliose eingesetzt, und da schleicht das niemand ein. Es kann also nicht der Normalfall sein, dass man damit große Probleme hat. Unter 100 mg Mino am Tag werde ich nicht gehen. Wenn man sich mal eine Resistenz angezüchtet hat, dann wars das. Dann wirkt das Mittel nie wieder, und Resistenzen sind bei Chlamydien auf jeden Fall möglich und bekannt.
Wenn tatsächlich Erbrechen und Sehstörungen dazu kommen sollten, dann setze ich das Medikament halt ab, ansonsten nehme ich es jetzt mal weiter. Es sei denn jemand weiß, dass das gesundheitlich bedenklich ist.
Dr. Rainer Rothfuß: Feindbilder pflastern den Weg zum Dritten Weltkrieg

