18.09.2018, 18:48
Die Frage ist nicht, wie weit ein Statin das Cholesterin absenkt (Surrogatmarker), sondern ob man dadurch länger lebt oder weniger Komplikationen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall hat. Ob das allgemein und speziell auf dich bezogen der Fall ist, kann ich wie gesagt nicht sagen.
Ich erinnere mich lediglich an ein Review aus dem Open BMJ, wonach Senioren umso länger lebten, je höher(!) das LDL Cholesterin war. Eine Kennzahl für den Nutzen eines Medikamentes ist die NNN (Number needed to treat), also die Zahl an Patienten, die mit dem Medikament behandelt werden müssen, damit einer profitiert. NNNs von 50-100 sind da "gut", d.h. auf einen Patienten, der von der Behandlung profitiert, werden 49-99 umsonst behandelt. Die potentiellen Nebenwirkungen haben aber alle.
Aber wie gesagt kann ich das nicht bewerten, erst recht nicht bei deine Gerinnungsproblemen. Eine gute Adresse ist z.B. das arznei-telegramm. Leider wird sehr viel Schindluder getrieben in der Medizin, und den meisten Ärzten dürfte nicht klar sein, was sie tun. Das nur als Denkanstoß.
Ich erinnere mich lediglich an ein Review aus dem Open BMJ, wonach Senioren umso länger lebten, je höher(!) das LDL Cholesterin war. Eine Kennzahl für den Nutzen eines Medikamentes ist die NNN (Number needed to treat), also die Zahl an Patienten, die mit dem Medikament behandelt werden müssen, damit einer profitiert. NNNs von 50-100 sind da "gut", d.h. auf einen Patienten, der von der Behandlung profitiert, werden 49-99 umsonst behandelt. Die potentiellen Nebenwirkungen haben aber alle.
Aber wie gesagt kann ich das nicht bewerten, erst recht nicht bei deine Gerinnungsproblemen. Eine gute Adresse ist z.B. das arznei-telegramm. Leider wird sehr viel Schindluder getrieben in der Medizin, und den meisten Ärzten dürfte nicht klar sein, was sie tun. Das nur als Denkanstoß.
Dr. Rainer Rothfuß: Feindbilder pflastern den Weg zum Dritten Weltkrieg

