28.04.2019, 21:07
(28.04.2019, 17:49)Zotti schrieb: und lenke das Gespräch auf Zecken.
Daraus wird häufig eine kleine Informationsveranstaltung ...
Genau so mache ich es auch seit Jahren.
Auch jedes Mal, wenn ich irgendwie Probleme hab, mit meinen (sichtbar) kaputten Händen etwas anzuheben oder zu greifen, und jemanden um Hilfe bitten muß, zeig ich meine Vorderpfötchen, entschuldige mich, daß ich nicht so kann, und lasse im Nebensatz das Wort Borreliose fallen. Und schwups... So gut wie 100 % "beißen an" und schon ist man mitten drin inna Infoveranstaltung. Flyer hab ich eh immer in der Tasche...
Auch letztens, als ich in Lüneburg im Hotel eincheckte und mich die Dame an der Rezeption wegen ihrer Statistik fragte, ob ich geschäftlich oder privat in der Stadt bin. Wunderbare Möglichkeit, die OnLyme-Mitgliederversammlung zu erwähnen. Flyer sofort übern Tresen geschoben und schon waren wir mitten drin im Gespräch. Sie freute sich riesig, "mal ein bißchen Aufklärung aus erster Hand" zu bekommen, denn in den Medien würde ja immer nur zur "Zeckenimpfung" geraten...
So geht's mehr oder weniger überall, wo ich unterwegs bin. Wenn ich mal mit den Öffentlichen fahre, werde ich fast jedes Mal von anderen Fahrgästen wegen meines großen grünen Buttons an meiner Tasche angesprochen. Auf dem Button steht "Borreliose ist ein Arschloch". Und bääähm, wieder Infos und Flyer verteilt. Manchmal laß ich auch einen "aus Versehen" auf dem Sitzplatz in Bus und Bahn liegen...
Es gibt soooo viele Möglichkeiten, unser Wissen unters Volk zu bekommen, dafür braucht man keinen quietschgrünen Infostand inna Fußgängerzone.
An Letzterem findet man mich aber trotzdem jedes Jahr im Lyme-Monat Mai, auch wenn ich danach wieder tagelang auf'm Zahnfleisch krieche. So eine Gelegenheit, zu der viele Menschen kommen, kann ich mir nicht entgehen lassen. Informieren ist wichtig. Und Mundpropaganda funktioniert richtig gut. Je mehr Leute Bescheid wissen, worauf sie achten und woran sie denken müssen, und je mehr Leute wissen, daß das eben nicht alles so "leicht heilbar/therapierbar/behandelbar" ist, wie diverse Weißkittel in Sprechstunden und Medien erzählen, desto mehr wird sich informiert und wird nachgefragt - auch bei diesen Ärzten, die irgendwann vielleicht auch mal die Ohren spitzen und über ihren Tellerrand gucken. Vielleicht. Und bis dahin verteile ich die OnLyme-Flyer weiter. Penetrant und rücksichtslos.

Shit happens. Mal bist Du die Taube, mal das Denkmal...
Gehört zu den OnLyme-Aktivisten: www.onlyme-aktion.org