28.07.2019, 15:59
Solche Aussagen, wonach jemand nach einer gewissen AB-Zeit wieder gesund ist oder wonach ein bestimmter Prozentsatz nach einer bestimmten Therapie wieder geheilt ist, halte ich immer für fraglich. Und zwar einfach deshalb, weil es keinen Test gibt, mit dem man feststellen kann, ob diese Leute wirklich gesund sind und ob sie überhaupt Borreliose gehabt haben. Ich zum Beispiel wurde von meiner Ärztin nach 3 Wochen Doxy auch für gesund erklärt. Meine bis dahin vorhandenen Beschwerden (Wanderröte und Knieschmerzen) waren ja auch weitgehend verschwunden. Es tauchten dann andere Beschwerden auf, die laut dieser Ärztin nichts mit Borreliose zu tun haben würden. Fazit: Borreliose geheilt trotz Beschwerden.
Ich bin der Meinung, daß solche Aussagen gar nicht getroffen werden können, solange es keinen zuverlässigen Test gibt. Ich glaube auch nicht, daß die Fälle, die hier im Forum bekannt werden, das Bild so sehr verziehen. Es gibt hier doch einen Haufen Leute, die sich bei uns anmelden, während sie ihre 3 Wochen Doxy bekommen, und hinterher berichten, daß es ihnen unter Doxy besser ging, vielleicht manche Beschwerden sogar verschwunden sind, sie anschließend aber wieder krank wurden und nun keinen Arzt mehr finden, der sie behandeln möchte. Wo gab es hier denn überhaupt schon mal jemanden, der von 3 Wochen Doxy geheilt wurde? Also ich meine jetzt Leute, die schon Beschwerden hatten, nicht Leute, die Doxy nur provisorisch oder wegen Wanderröte genommen haben.
Also was ich damit sagen will: Die Leute melden sich hier an, wenn sie ihre Diagnose bekommen. Nicht erst dann, wenn die Doxy-Behandlung gescheitert ist. Somit scheint mir das Bild gar nicht so unrealistisch. Aus meiner Sicht trifft die Stellungnahme von Hoffmann-La Roche den Nagel auf den Kopf:
https://www.symptome.ch/vbboard/borrelio...ilbar.html
Die Phase III der Lyme-Borreliose ist leider mit den heute zur Verfügung stehenden Antibiotika kaum nachhaltig auszuheilen, da die verursachenden Borrelien im Gehirn in für das Antibiotikum praktisch nicht erreichbaren Bereichen überdauern. Wandern die Bakterien zeitweise in die Körperperipherie, können sie dort in der Regel wirksam bekämpft werden bei ausreichend hoher Dosierung (2-4g Ceftriaxon pro Tag)und genügend langer Therapie (im Minimum 3 Wochen). Diese Therapie lässt die Symptomatik auf ein erträgliches Maß zurückgehen, aber die Symptome kehren nach unterschiedlich langer Zeit wieder zurück, verursacht durch die Keime, die im Gehirn die Therapie unbeschadet überstanden haben. Es lässt sich leider nicht genug Antibiotikum ins Gehirn bringen, die sogenannte Blut-Hirn-Schranke verhindert dies.
Folglich sollten Sie sich für die Zukunft vernünftigerweise damit abfinden, dass nur wenig Chancen bestehen, die chronische Krankheit endgültig auszuheilen. Werden die Krankheitssymptome einmal wieder unerträglich, kann ein neuer Behandlungszyklus mit Ceftriaxon in der Regel für einige Zeit Erleichterung verschaffen.
Ich verstehe das so, daß die Krankheit ab einer gewissen Ausbreitung nicht mehr heilbar ist. Wohl aber können AB dann noch die Beschwerden lindern oder zumindest die weitere Ausbreitung der Krankheit aufhalten. Außerdem ist die Krankheit in früheren Stadien sehr wohl mit AB heilbar, weshalb eine schnelle und ausreichende Behandlung erforderlich ist.
Wenn ich nicht eine so überaus deutliche Wanderröte gehabt hätte, würde ich sicherlich auch unter die Leute eingestuft werden, die Borrelien-AK haben ohne je an Borreliose erkrankt zu sein. Meine Beschwerden haben ja laut Schulmedizin nichts mit Borreliose zu tun. Ich habe übrigens eine Geschichte über meine Erkrankung geschrieben. Einen Link dazu findet ihr in meinem Profil.
Ich bin der Meinung, daß solche Aussagen gar nicht getroffen werden können, solange es keinen zuverlässigen Test gibt. Ich glaube auch nicht, daß die Fälle, die hier im Forum bekannt werden, das Bild so sehr verziehen. Es gibt hier doch einen Haufen Leute, die sich bei uns anmelden, während sie ihre 3 Wochen Doxy bekommen, und hinterher berichten, daß es ihnen unter Doxy besser ging, vielleicht manche Beschwerden sogar verschwunden sind, sie anschließend aber wieder krank wurden und nun keinen Arzt mehr finden, der sie behandeln möchte. Wo gab es hier denn überhaupt schon mal jemanden, der von 3 Wochen Doxy geheilt wurde? Also ich meine jetzt Leute, die schon Beschwerden hatten, nicht Leute, die Doxy nur provisorisch oder wegen Wanderröte genommen haben.
Also was ich damit sagen will: Die Leute melden sich hier an, wenn sie ihre Diagnose bekommen. Nicht erst dann, wenn die Doxy-Behandlung gescheitert ist. Somit scheint mir das Bild gar nicht so unrealistisch. Aus meiner Sicht trifft die Stellungnahme von Hoffmann-La Roche den Nagel auf den Kopf:
https://www.symptome.ch/vbboard/borrelio...ilbar.html
Die Phase III der Lyme-Borreliose ist leider mit den heute zur Verfügung stehenden Antibiotika kaum nachhaltig auszuheilen, da die verursachenden Borrelien im Gehirn in für das Antibiotikum praktisch nicht erreichbaren Bereichen überdauern. Wandern die Bakterien zeitweise in die Körperperipherie, können sie dort in der Regel wirksam bekämpft werden bei ausreichend hoher Dosierung (2-4g Ceftriaxon pro Tag)und genügend langer Therapie (im Minimum 3 Wochen). Diese Therapie lässt die Symptomatik auf ein erträgliches Maß zurückgehen, aber die Symptome kehren nach unterschiedlich langer Zeit wieder zurück, verursacht durch die Keime, die im Gehirn die Therapie unbeschadet überstanden haben. Es lässt sich leider nicht genug Antibiotikum ins Gehirn bringen, die sogenannte Blut-Hirn-Schranke verhindert dies.
Folglich sollten Sie sich für die Zukunft vernünftigerweise damit abfinden, dass nur wenig Chancen bestehen, die chronische Krankheit endgültig auszuheilen. Werden die Krankheitssymptome einmal wieder unerträglich, kann ein neuer Behandlungszyklus mit Ceftriaxon in der Regel für einige Zeit Erleichterung verschaffen.
Ich verstehe das so, daß die Krankheit ab einer gewissen Ausbreitung nicht mehr heilbar ist. Wohl aber können AB dann noch die Beschwerden lindern oder zumindest die weitere Ausbreitung der Krankheit aufhalten. Außerdem ist die Krankheit in früheren Stadien sehr wohl mit AB heilbar, weshalb eine schnelle und ausreichende Behandlung erforderlich ist.
Wenn ich nicht eine so überaus deutliche Wanderröte gehabt hätte, würde ich sicherlich auch unter die Leute eingestuft werden, die Borrelien-AK haben ohne je an Borreliose erkrankt zu sein. Meine Beschwerden haben ja laut Schulmedizin nichts mit Borreliose zu tun. Ich habe übrigens eine Geschichte über meine Erkrankung geschrieben. Einen Link dazu findet ihr in meinem Profil.

