23.01.2020, 18:13
Hallo Tjago,
Wenn die Borreliose-Infektion gesichert ist, dann muss behandelt werden.
Über die Dauer der Behandlung gibt es unterschiedliche Ansichten. Darüber kannst Du Dich hier im Forum informieren. Ich bevorzuge die Richtlinien der Deutschen Borreliose-Gesellschaft.
Wie ein Hausarzt auf einen "Beschwerde-Lebenslauf" reagiert, der die Beschwerden der letzten 10 Jahre aufzeigt ist nicht vorhersehbar, das hängt vom Wesen des jeweiligen Menschens ab.
Ich halte die Vorgehensweise, seltsame Beschwerden der letzten Jahre einmal übersichtlich zu notieren, für nachvollziehbar, wenn man an Borreliose erkrankt ist.
Ein Neurologe eines Krankenhauses reagierte jedoch sehr befremdet auf eine solche Liste, die nur ca. die letzten 3 Monate umfasste, nach Ausbruch einer Erkrankung nach Zeckenstich. Er konnte das, was er dort zu lesen bekam offensichtlich nicht mit seiner Lebensrealität in Übereinstimmung bringen
zumal Borreliosekranke oft sehr gesund aussehen, obwohl sie sich anders fühlen.
Ein Arzt lässt sich im Allgemeinen nicht nötigen, sondern entscheidet, was er für richtig hält. Ich würde ihm die Richtlinien der Deutschen Borreliose-Gesellschaft ausdrucken und vorlegen, dann über noch bestehende beeinträchtigende Beschwerden berichten und bitten, doch die Empfehlungen zur Behandlungsdauer zu befolgen.
Dieses Vorgehen kann ich nicht empfehlen.
Wenn man viele beeinträchtigende Beschwerden hat, die kommen und gehen, die dazu führen, dass man sich sehr krank fühlt und eventuell jedoch nicht "messbar" krank ist, dann läuft es vermutlich oft auf eine Diagnose zum "Hypochonder" oder auf andere des psychischen Spektrums hinaus. Deshalb würde ich die Liste nicht unbedingt aus der Hand geben, und nur zur eigenen Gedächtnisstütze benutzen.
Wenn Du tatsächlich schon lange Borreliose hast, dann wirst Du eventuell eine längere Behandlung benötigen. Da musst Du mal sehen, ob Du das mit Deinem Hausarzt hinbekommst.
Wie Johanna schon schreibt, ist man mit Spätborreliose bei einem "Spezialisten" gut aufgehoben. Nach meiner Erfahrung arbeiten die mit Beschwerdenlisten, was sinnvoll ist, da zur Diagnose im wesentlichen die Beschwerden beitragen, denn - so glaube ich jedenfalls - es gibt keine Analytik, die das Ende einer Borreliose-Infektion nachweisen kann.
Alles Gute
Niko
Zitat:Haltet ihr es für klug, so vorbereitet beim HA anzutreten, sodas er sich sozusagen zu weiteren Abklärungen genötigt fühlen könnte oder haltet ihr das für gerechtfertigt?Wurde bei Dir die Diagnose Borreliose durch den Hausarzt gestellt? Welche weiteren Abklärungen erwartest Du?
Wenn die Borreliose-Infektion gesichert ist, dann muss behandelt werden.
Über die Dauer der Behandlung gibt es unterschiedliche Ansichten. Darüber kannst Du Dich hier im Forum informieren. Ich bevorzuge die Richtlinien der Deutschen Borreliose-Gesellschaft.
Wie ein Hausarzt auf einen "Beschwerde-Lebenslauf" reagiert, der die Beschwerden der letzten 10 Jahre aufzeigt ist nicht vorhersehbar, das hängt vom Wesen des jeweiligen Menschens ab.
Ich halte die Vorgehensweise, seltsame Beschwerden der letzten Jahre einmal übersichtlich zu notieren, für nachvollziehbar, wenn man an Borreliose erkrankt ist.
Ein Neurologe eines Krankenhauses reagierte jedoch sehr befremdet auf eine solche Liste, die nur ca. die letzten 3 Monate umfasste, nach Ausbruch einer Erkrankung nach Zeckenstich. Er konnte das, was er dort zu lesen bekam offensichtlich nicht mit seiner Lebensrealität in Übereinstimmung bringen
zumal Borreliosekranke oft sehr gesund aussehen, obwohl sie sich anders fühlen.Ein Arzt lässt sich im Allgemeinen nicht nötigen, sondern entscheidet, was er für richtig hält. Ich würde ihm die Richtlinien der Deutschen Borreliose-Gesellschaft ausdrucken und vorlegen, dann über noch bestehende beeinträchtigende Beschwerden berichten und bitten, doch die Empfehlungen zur Behandlungsdauer zu befolgen.
Zitat:Wie seid ihr da vorgegangen?Habe einem Neurologen eine Beschwerdeliste vorgelegt. Und erklärt, dass man an Borreliose erkrankt sein kann, auch wenn man seronegativ ist und auch dann, wenn das Ergebnis einer Lumbalpunktion negativ ausfällt.
Dieses Vorgehen kann ich nicht empfehlen.
Zitat:Reagiere ich total über und könnte als Hypochonder belächelt werden?
Wenn man viele beeinträchtigende Beschwerden hat, die kommen und gehen, die dazu führen, dass man sich sehr krank fühlt und eventuell jedoch nicht "messbar" krank ist, dann läuft es vermutlich oft auf eine Diagnose zum "Hypochonder" oder auf andere des psychischen Spektrums hinaus. Deshalb würde ich die Liste nicht unbedingt aus der Hand geben, und nur zur eigenen Gedächtnisstütze benutzen.
Wenn Du tatsächlich schon lange Borreliose hast, dann wirst Du eventuell eine längere Behandlung benötigen. Da musst Du mal sehen, ob Du das mit Deinem Hausarzt hinbekommst.
Wie Johanna schon schreibt, ist man mit Spätborreliose bei einem "Spezialisten" gut aufgehoben. Nach meiner Erfahrung arbeiten die mit Beschwerdenlisten, was sinnvoll ist, da zur Diagnose im wesentlichen die Beschwerden beitragen, denn - so glaube ich jedenfalls - es gibt keine Analytik, die das Ende einer Borreliose-Infektion nachweisen kann.
Alles Gute
Niko
