Hallo,
@ Rosa45
Du schreibst:
Habe hier einen Link gefunden, der unter anderem auch auf die scheinbar nachgewiesene immunmodulatorische Wirkung bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen eingeht.
http://immunendokrinologie.de/html/lunge____rheuma.html
weiter heißt es:
Ist es eine Art Herxheimer Reaktion?
Wenn es zu Beginn einer Behandlung zu einem biphasischen Effekt kommt, weshalb sollte es zum Ende nicht zu einem ebensolchen Effekt kommen?
Ich glaube in meinem ersten Beitrag in diesem Thread habe ich geschrieben,
dass ich schon desöfteren von Herxheimer Reaktionen nach Antibotikatherapie auch hier im Forum gelesen habe.
Reagiert das Immunsystem wie eine Saite, die angeschlagen wurde, nur viel träger?
Auch Chloroquin und Hydroxychloroquin scheinen antiinflammatorische Effekte zu haben.
Außerdem habe ich einen weiteren Link gefunden, der auf die antientündlichen Effekte von Doxicyclin eingeht.
Ganz besonders interresant finde ich hier, dass die antientzündliche Wirkung
bei wesentlich geringerer Dosis einsetzen soll, im Vergleich zur Antibiotischen.
@ Rosa45
Du schreibst:
Zitat:Azi wird bei vielen bakt. Geschlechts- und Atemwegserkrankungen und Hauterkrankungen (auch und gerade bei TBC) eingesetzt, Zusatzbehandlung bei AIDS - also kanns nicht immunsupressiv wirken, da das bei Aids eine fatale Nebenwirkung wäre.Ja, aber Azithromycin wird meines wissens nicht als Dauermedikation bei AIDS eingesetzt, sondern bei akuten Infekten. Oder hast Du da andere Quellen?
Habe hier einen Link gefunden, der unter anderem auch auf die scheinbar nachgewiesene immunmodulatorische Wirkung bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen eingeht.
http://immunendokrinologie.de/html/lunge____rheuma.html
Zitat:MakrolideEine immunmodulatorische Wirkung für mich absolut vorstellbar, genauso wie eine chronisch infektiöse Ursache der COPD. Wobei die Erregerlokalisation nicht zwangsläufig in den Atemwegen sein muss.
Am interessantesten für die COPD sind möglicherweise die Erkenntnisse zur immunmodulierenden Wirkung von Makrolid-Antibiotika (Amsden, 2005). Makrolide, z.B. Roxithromycin oder Azithromycin, hemmen die Expression von proinflammatorischen Zytokinen und die Aktivierung der entzündungsfördernden Transkriptionsfaktoren AP-1 und NF-kappaB (Kanoh und Rubin, 2010).
Wenn Patienten mit Bronchiektasen und/oder COPD Azithromycin als Dauertherapie gegeben wird, reduziert sich die Zahl der Krankheitsschübe signifikant (Anwar et al., 2008; Albert et al., 2011). Der Effekt wird nicht mit der antibakteriellen, sondern mit der immunmodulatorischen Wirkung der Substanzklasse erklärt.(...)
weiter heißt es:
Zitat:Azithromycin zeigt einen biphasischen Effekt: zu Beginn der Therapie kann eine Entzündungsverstärkung auftreten, der dann die gewünschte antiinflammatorische Wirkung folgt (Amsden, 2005).Gerade diese Entzündungsverstärkung finde ich sehr interresant.
Ist es eine Art Herxheimer Reaktion?
Wenn es zu Beginn einer Behandlung zu einem biphasischen Effekt kommt, weshalb sollte es zum Ende nicht zu einem ebensolchen Effekt kommen?
Ich glaube in meinem ersten Beitrag in diesem Thread habe ich geschrieben,
dass ich schon desöfteren von Herxheimer Reaktionen nach Antibotikatherapie auch hier im Forum gelesen habe.
Reagiert das Immunsystem wie eine Saite, die angeschlagen wurde, nur viel träger?
Auch Chloroquin und Hydroxychloroquin scheinen antiinflammatorische Effekte zu haben.
Zitat:Malariamittel wie Chloroquin oder Hydroxychloroquin hemmen nicht nur die Autophagie, sondern haben zahlreiche weitere antiinflammatorische Effekte.
Außerdem habe ich einen weiteren Link gefunden, der auf die antientündlichen Effekte von Doxicyclin eingeht.
Zitat:Hemmung von Zytokinen und Leukozytenmigrationhttp://m.aerzteblatt.de/printshow.asp?hid=3116&page=52
Dagegen kommen die antientzündlichen Effekte dieses Tetracyclins zum Tragen: Es hemmt proentzündliche Zytokine und Enzyme und die Einwanderung von Leukozyten. Eine antibiotische Wirkung setze erst ab einem Plasmaspiegel von etwa 1 000 ng/ml ein, die antientzündliche Wirkung schon ab etwa 200 ng/ml, so Hevert. Und Doxycyclin garantiere bei einmal täglicher Einnahme einen Doxycyclin-Plasmaspiegel von etwa 200 bis 500 ng/ml über 24 Stunden.
Ganz besonders interresant finde ich hier, dass die antientzündliche Wirkung
bei wesentlich geringerer Dosis einsetzen soll, im Vergleich zur Antibiotischen.
Die von mir angegebenen Link's möge jeder selbst beurteilen. Für deren Richtigkeit gebe ich keine Garantie und übernehme keine Verantwortung.

