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Ein Neuinfizierter stellt sich vor - und erbittet Rat
#20

(21.12.2025, 22:37)Claas schrieb:  
(21.12.2025, 16:17)Framboise schrieb:  
(16.12.2025, 20:25)Claas schrieb:  Hi Wastl,

dass Doxy Zystenbildung begünstigt ist eine Legende, es gibt keine validen Studien dazu...

Liebe Grüße,
Claas

Es gibt mittlerweile zig in vitro Studien über Persisterformen von Bb bei Pubmed. Einfach Borrelia burgdorferi persisters in der Suchmaschine von PubMed eingeben!

Siehe u.a.

"Evaluation of in vitro antibiotic susceptibility of different morphologic forms of Borrelia burgdorferi "

von Dr.Sapi , 2011
 
Danke für deine Richtigstellung!
Diese Studie war mir nicht bewusst - ich hoffe, Wastl orientiert sich daran.
Hatte tatsächlich auch gedacht, dass der "Hype" um Tinidazol vorbei ist, zumal ja eine gewisse Karzinogenität (wie auch bei Metro) vermutet wird.
Laut der Studie aber ist Tinidazol ja der Top Performer der untersuchten ABs...

Liebe Grüße,
Claas
Lieber Claas,

ich fürchte,  es gibt leider keine Top-Performer unter den von den aktuellen Leitlinien empfohlenen AB ( Tetrazykline, Macrolide, Tinidazol/Metronidazol, usw.). Und bei den ABs , die in neueren Studien für wirksam gegen Persisterformen wie Zysten und Biofilme in vitro kürzlich gefunden wurden,  gibt es so weit ich weiß, keine in vivo Studien,  nicht mal an Tieren. 

Tinidazol wurde mir während meiner gepulsten kombinierten Langzeitantibiose 2014-2015  von meinem Spezi immer wieder gegeben,  aber  ob dieses AB tatsächlich gegen meine vermutlichen Biofilme im Körper und Zysten wirksam war, ist reine Spekulation,  zudem ich ja in  den 12 Monaten Therapie zig verschiedene ABs eingenommen habe ( immer 2 ABs gleichzeitig- verschiedener AB Klasse, 10 Tage lang,  dann 20 Tage Pause ).Die Theorie meines leider verstorbenen Spezis ( der Patienten mit chronischen Infektionen wie Rikettsiose und Borreliose über 30 Jahre lang mit diesem Schema behandelt hat) war, dass die Borrelien während der Antibiose sich nach und nach in Zysten umwandelten- die von den üblichen ABs unangreifbar sein sollen,  weil sie sich nicht teilen- sich in den 20tätigen ABs Pausen wieder in sich teilenden spirochetalen umwandelten, welche bei der nächsten 10tägigen Antibiose angegriffen werden konnten. Über Biofilme haben wir- glaube ich- nicht geredet. So spürte ich nach 6 Monaten Antibiose eine deutliche Symptomlinderung, nach 10 Monaten war ich komplett symptomfrei und bin es 10 Jahre lang geblieben.

Ich habe persönlich im Frühstadium (1-2 Wochen nach Zeckenstich) 6 Wochen Doxycycline bekommen ( 2 x 200 mg, glaube ich) , war nach 5 Wochen beschwerdefrei, 1 Woche nach Absetzen des ABs sind Schmerzen an Fußsohlen und Kopfschmerzen wieder aufgetaucht und haben 7 Jahre lang angehalten. Ca 2 Monate später war der LTT beim IMD Berlin positiv.

Meine Theorie ist, dass  Doxy im Frühstadium alle spirocherale Borrelien abgetötet habe,  aber ein Teil der Borrelien während der 6wöchigen Frühantibiose sich in Zysten umgewandelt haben, die sich nach Absetzen des AB wieder in aktiven, sich teilenden Borrelien wieder umgewandelt haben.Daher das erneute Auftreten der neuropathischen Schmerzen.

Alles natürlich reine Spekulation,  da ja damals niemand in meinem Körper reinschauen konnte,  um diese These zu prüfen.
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Thanks given by: Sabine


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Ein Neuinfizierter stellt sich vor - und erbittet Rat - von Wastl - 12.12.2025, 09:18
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