30.07.2013, 07:01
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 30.07.2013, 08:24 von leonie tomate.)
Hallo Daniel,
ganz herzlich willkommen in diesem Forum!
Ich freue mich sehr, dass du zu uns gefunden hast.
Deine Geschichte erschüttert mich.
Du warst so jung als dieser ganze Mist losging, es geht jetzt schon solange und hat dein ganzes bisheriges Leben bestimmt.
Bitte gestatte mir zu sagen, dass ich dich als unglaublich tapfer und mutig empfinde.
Es gehört schon einiges dazu, nicht vollkommen aufzugeben und das hast du nicht getan, auch wenn du verständlicherweise verzweifelt bist.
Wenn ich sowas lese, kommt mir natürlich immer auch das Schicksal meiner Tochter hoch.
Die ist jetzt 19 Jahre alt und hat sich sehr wahrscheinlich im Kindesalter infiziert. Ausgegebrochen ist die Infektion bei ihr in der Pubertät.
Wir hatten keine Ahnung was mit ihr los war, sind vollkommen hilflos und total verzweifelt von Arzt zu Arzt und zu Heilpraktikern gelaufen.
Die ein oder andere, äußerst fragwürdige Gestalt war auch darunter.
Ach ja, in die Psychiatrie haben wir sie auch gesteckt...Ich darf nicht dran denken, sonst wird mir buchstäblich kotzübel und diese unwahrscheinliche Wut steigt in mir hoch...
Na ja, bei uns nahm es eine andere Wendung, weil wir das Glück hatten (
), dass ich mich auch infizierte, informierte und bei einer Spezi landete, die nicht nur mich behandelte, sondern letztendlich auch meine Tochter diagnostiziere.
Zu dir Daniel: Ich kann dir auch nicht sagen, ob du an Lyme-Borreliose erkrankt bist.
Sehr, sehr viel von dem was du beschreibst, würde allerdings schon wie "die Faust aufs Auge" passen.
Soviel, dass ich dir raten würde, einen "ernsthaften" antibiotischen Behandlungsversuch zu machen.
Von dem Verlust deiner Kindheit, Jugend und Lebensqualität sprechen wir jetzt mal gar nicht...auch das rechtfertigt so einiges, finde ich.
Schau dir mal die Leitlinien der Deutschen Borreliosegesellschaft an.
http://www.borreliose-gesellschaft.de/Te...linien.pdf
Ich befürchte mit einer 3,5 wöchigen Monotherapie wirst du nicht grundlegend weiterkommen, wenn es sich denn um eine so langjährig chronifizierte Borreliose handelt.
(Apropos: Welches Antibiotikum bekommst du jetzt, in welcher Dosierung?)
Du wirst du die Unterstützung eines borrelioseerfahrenen Arztes brauchen. Es gibt leider nur wenige Ärzte die den Mut haben, Patienten auch dann adäquat zu behandeln, wenn sie zb. keine positive Serologie aufweisen können.
Evtl. ist aber auch dein Hausarzt bereit zu kooperien? Das gilt es alles abzuklären.
Poste doch mal, wo du ungefär wohnst (erste 2-3 Ziffern Postleitzahl). Vielleicht können wir dir eine Empfehlung geben, an wenn du dich wenden kannst.
Bist du motorisiert und einigermaßen mobil, Daniel? Das wäre schon mal richtig gut...
Soweit erstmal. Es gibt sicher noch viel zu sagen...
Liebe Grüße
Leonie
PS: Für meine Tochter, war das übrigens am allerwichtigsten, dass dann klar war, dass sie "wirklich" krank ist und ihre ganzen Beschwerden weder "ausgedacht", noch psychosomatisch sind.
Fast wichtiger als die Behandlung selber, aber die war auch hilfreich.
ganz herzlich willkommen in diesem Forum!
Ich freue mich sehr, dass du zu uns gefunden hast.
Deine Geschichte erschüttert mich.
Du warst so jung als dieser ganze Mist losging, es geht jetzt schon solange und hat dein ganzes bisheriges Leben bestimmt.
Bitte gestatte mir zu sagen, dass ich dich als unglaublich tapfer und mutig empfinde.
Es gehört schon einiges dazu, nicht vollkommen aufzugeben und das hast du nicht getan, auch wenn du verständlicherweise verzweifelt bist.
Wenn ich sowas lese, kommt mir natürlich immer auch das Schicksal meiner Tochter hoch.
Die ist jetzt 19 Jahre alt und hat sich sehr wahrscheinlich im Kindesalter infiziert. Ausgegebrochen ist die Infektion bei ihr in der Pubertät.
Wir hatten keine Ahnung was mit ihr los war, sind vollkommen hilflos und total verzweifelt von Arzt zu Arzt und zu Heilpraktikern gelaufen.
Ach ja, in die Psychiatrie haben wir sie auch gesteckt...Ich darf nicht dran denken, sonst wird mir buchstäblich kotzübel und diese unwahrscheinliche Wut steigt in mir hoch...
Na ja, bei uns nahm es eine andere Wendung, weil wir das Glück hatten (
Zu dir Daniel: Ich kann dir auch nicht sagen, ob du an Lyme-Borreliose erkrankt bist.
Sehr, sehr viel von dem was du beschreibst, würde allerdings schon wie "die Faust aufs Auge" passen.

Soviel, dass ich dir raten würde, einen "ernsthaften" antibiotischen Behandlungsversuch zu machen.
Von dem Verlust deiner Kindheit, Jugend und Lebensqualität sprechen wir jetzt mal gar nicht...auch das rechtfertigt so einiges, finde ich.
Schau dir mal die Leitlinien der Deutschen Borreliosegesellschaft an.
http://www.borreliose-gesellschaft.de/Te...linien.pdf
Ich befürchte mit einer 3,5 wöchigen Monotherapie wirst du nicht grundlegend weiterkommen, wenn es sich denn um eine so langjährig chronifizierte Borreliose handelt.
(Apropos: Welches Antibiotikum bekommst du jetzt, in welcher Dosierung?)
Du wirst du die Unterstützung eines borrelioseerfahrenen Arztes brauchen. Es gibt leider nur wenige Ärzte die den Mut haben, Patienten auch dann adäquat zu behandeln, wenn sie zb. keine positive Serologie aufweisen können.
Evtl. ist aber auch dein Hausarzt bereit zu kooperien? Das gilt es alles abzuklären.
Poste doch mal, wo du ungefär wohnst (erste 2-3 Ziffern Postleitzahl). Vielleicht können wir dir eine Empfehlung geben, an wenn du dich wenden kannst.
Bist du motorisiert und einigermaßen mobil, Daniel? Das wäre schon mal richtig gut...
Soweit erstmal. Es gibt sicher noch viel zu sagen...
Liebe Grüße
Leonie
PS: Für meine Tochter, war das übrigens am allerwichtigsten, dass dann klar war, dass sie "wirklich" krank ist und ihre ganzen Beschwerden weder "ausgedacht", noch psychosomatisch sind.
Fast wichtiger als die Behandlung selber, aber die war auch hilfreich.
Macht mit bei: www.onlyme-aktion.org
Wenn die Guten nicht kämpfen, werden die Schlechten siegen.
Platon

