13.08.2013, 15:35
Hallo zusammen,
ich bin Leo und war früher auch unter diesem Nick im alten Borreliose-Forum angemeldet - vielleicht kennt mich ja noch jemand. Ich habe mir lange überlegt, ob ich auf dieses Posting antworten soll. Ich glaube jedoch, dass der eine oder andere von meiner Erfahrung mit chronischer Erschöpfung bei/nach Borreliose profitieren kann.
Die Erschöpfung war mein schlimmstes Symptom. Es gab Zeiten, da kam ich kaum vom Bett zum Sofa und retour. Einmal war ich mutig und ließ mich zu einem Spaziergang überreden. Nach 150 Metern mußte ich umkehren und war danach 2 Tage krank. 5 Minuten Küche putzen - 2 Tage krank, etc.
Antibiotika hatte ich im Laufe von ca. 5 Jahren soviele genommen, dass man damit eine mittlere Kleinstadt hätte vergiften können. Gegen die Erschöpfung und ein paar andere Symptome haben sie nichts ausrichten können. Anfang 2009 war ich endlich bereit darüber nachzudenken, ob diese Erschöpfung wirklich durch die Borreliose bedingt ist, oder vielleicht doch andere Ursachen hat. Google lehrte mich, dass meine übriggebliebenen Symptome genau denen des CFS entsprechen. Natürlich hatte ich bis dahin geglaubt, dass CFS von Borreliose verursacht würde. Ich lernte jedoch, dass eine Vielzahl von Erkrankungen (bereits eine ordinäre Grippe) ein CFS hinterlassen kann, auch wenn sie ausgeheilt sind.
Ich forschte nach was man gegen CFS tun kann und stieß ziemlich bald auf das Amygdala Retraining Programm von Ashok Gupta. Anfangs war ich ziemlich skeptisch, da ich dachte, er wäre nur ein weiterer Guru, der an mein Geld will. Er hat eine Website (könnt ihr googeln), darauf stehen die ersten 2 oder drei Lektionen seines Programms kostenlos zum Download zur Verfügung. Ich las sie durch (Achtung: sehr langatmig, aber das ist halt seine Art) und plötzlich machte für mich alles Sinn.
Sehr stark vereinfacht sagt er, dass unsere Amygdala nach einer Erkrankung immer noch am Rad dreht, obwohl die Krankheit eigentlich schon weg ist. Die Symptome machen Angst, bei Angst werden Stresshormone ausgeschüttet, die wiederum Symptome verursachen. Diese machen wiederum noch mehr Angst und so dreht sich das Rad immer weiter. Ich kann wirklich nur jedem mit chronischer Erschöpfung empfehlen, die kostenlosen Kapitel des Programms auf der Website zu lesen.
Ich kaufte mir das Programm und fing im Marz 2009 damit an. Es ist schwere Arbeit! Es geht darum, die negativen Gedanken zu brechen und so das Stresskarussel anzuhalten. Erst da wurde mir klar, dass ich eigentlich die Jahre zuvor NUR negative Gedanken hatte. Ein wichtiger Schritt war, NICHT mehr in Borreliose- oder anderen Krankheitsforen zu lesen. Die ersten Wochen war ich voll auf Entzug und ich merkte auch, wie sehr ich darin aufgegangen war.
Bereits nach einigen Wochen merkte ich eine leichte Verbesserung, aber es dauerte bei mir ein ganzes Jahr bis ich sagen konnte: ich bin symptomfrei. Nicht nur verschwand die chronische Erschöpfung. Auch die wandernden Schmerzen und vor allem die Matschbirne haben sich verabschiedet. Anfangs hatte ich noch ein paar kleinere Rückfälle, vor allem, wenn ich zu faul zum trainieren war. Dann konnte ich sehr deutlich spüren, dass die Erschöpfung und die Benommenheit zurückkamen. Aber kaum fing ich wieder mit dem Training an (na ja: kaum heißt hier so ca. 3 Wochen), verschwanden diese Zustände wieder.
Heute fühle ich fitter denn je. An Borreliose denke ich nicht mehr. Ich habe im Laufe der Jahre mit dieser Erkrankung sehr viel Geld für alternative Behandlungen ausgegeben. Das einzige, was jemals gewirkt hat war das Amygdala Retraining. Und der Weihrauch gegen meine Arthritis. Ansonsten war alles Käse.
Ich brauche das Training heute nicht mehr zu machen, es geht mir auch ohne gut. Aber ich weiß auch, dass ich mit dem ART jederzeit ein Werkzeug an der Hand habe, sollte das CFS mal wieder zurückkommen.
Liebe Grüße - ich wünsche Euch alles Gute,
Leo
ich bin Leo und war früher auch unter diesem Nick im alten Borreliose-Forum angemeldet - vielleicht kennt mich ja noch jemand. Ich habe mir lange überlegt, ob ich auf dieses Posting antworten soll. Ich glaube jedoch, dass der eine oder andere von meiner Erfahrung mit chronischer Erschöpfung bei/nach Borreliose profitieren kann.
Die Erschöpfung war mein schlimmstes Symptom. Es gab Zeiten, da kam ich kaum vom Bett zum Sofa und retour. Einmal war ich mutig und ließ mich zu einem Spaziergang überreden. Nach 150 Metern mußte ich umkehren und war danach 2 Tage krank. 5 Minuten Küche putzen - 2 Tage krank, etc.
Antibiotika hatte ich im Laufe von ca. 5 Jahren soviele genommen, dass man damit eine mittlere Kleinstadt hätte vergiften können. Gegen die Erschöpfung und ein paar andere Symptome haben sie nichts ausrichten können. Anfang 2009 war ich endlich bereit darüber nachzudenken, ob diese Erschöpfung wirklich durch die Borreliose bedingt ist, oder vielleicht doch andere Ursachen hat. Google lehrte mich, dass meine übriggebliebenen Symptome genau denen des CFS entsprechen. Natürlich hatte ich bis dahin geglaubt, dass CFS von Borreliose verursacht würde. Ich lernte jedoch, dass eine Vielzahl von Erkrankungen (bereits eine ordinäre Grippe) ein CFS hinterlassen kann, auch wenn sie ausgeheilt sind.
Ich forschte nach was man gegen CFS tun kann und stieß ziemlich bald auf das Amygdala Retraining Programm von Ashok Gupta. Anfangs war ich ziemlich skeptisch, da ich dachte, er wäre nur ein weiterer Guru, der an mein Geld will. Er hat eine Website (könnt ihr googeln), darauf stehen die ersten 2 oder drei Lektionen seines Programms kostenlos zum Download zur Verfügung. Ich las sie durch (Achtung: sehr langatmig, aber das ist halt seine Art) und plötzlich machte für mich alles Sinn.
Sehr stark vereinfacht sagt er, dass unsere Amygdala nach einer Erkrankung immer noch am Rad dreht, obwohl die Krankheit eigentlich schon weg ist. Die Symptome machen Angst, bei Angst werden Stresshormone ausgeschüttet, die wiederum Symptome verursachen. Diese machen wiederum noch mehr Angst und so dreht sich das Rad immer weiter. Ich kann wirklich nur jedem mit chronischer Erschöpfung empfehlen, die kostenlosen Kapitel des Programms auf der Website zu lesen.
Ich kaufte mir das Programm und fing im Marz 2009 damit an. Es ist schwere Arbeit! Es geht darum, die negativen Gedanken zu brechen und so das Stresskarussel anzuhalten. Erst da wurde mir klar, dass ich eigentlich die Jahre zuvor NUR negative Gedanken hatte. Ein wichtiger Schritt war, NICHT mehr in Borreliose- oder anderen Krankheitsforen zu lesen. Die ersten Wochen war ich voll auf Entzug und ich merkte auch, wie sehr ich darin aufgegangen war.
Bereits nach einigen Wochen merkte ich eine leichte Verbesserung, aber es dauerte bei mir ein ganzes Jahr bis ich sagen konnte: ich bin symptomfrei. Nicht nur verschwand die chronische Erschöpfung. Auch die wandernden Schmerzen und vor allem die Matschbirne haben sich verabschiedet. Anfangs hatte ich noch ein paar kleinere Rückfälle, vor allem, wenn ich zu faul zum trainieren war. Dann konnte ich sehr deutlich spüren, dass die Erschöpfung und die Benommenheit zurückkamen. Aber kaum fing ich wieder mit dem Training an (na ja: kaum heißt hier so ca. 3 Wochen), verschwanden diese Zustände wieder.
Heute fühle ich fitter denn je. An Borreliose denke ich nicht mehr. Ich habe im Laufe der Jahre mit dieser Erkrankung sehr viel Geld für alternative Behandlungen ausgegeben. Das einzige, was jemals gewirkt hat war das Amygdala Retraining. Und der Weihrauch gegen meine Arthritis. Ansonsten war alles Käse.
Ich brauche das Training heute nicht mehr zu machen, es geht mir auch ohne gut. Aber ich weiß auch, dass ich mit dem ART jederzeit ein Werkzeug an der Hand habe, sollte das CFS mal wieder zurückkommen.
Liebe Grüße - ich wünsche Euch alles Gute,
Leo

