22.08.2013, 19:13
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 22.08.2013, 21:04 von leonie tomate.)
Hallo Hannah,
ich befürchte ein wenig, dass es auf deine Frage keine pauschale, allgemeingültige Antwort gibt.
Ich kann dir nur meine persönliche Sicht der Dinge schildern.
Dazu erlaube ich mir, ein wenig auszuholen.
Nur im ersten Stadium der Erkrankung gibt es ein therapeutisches Behandlungsfenster, in denen die Erreger noch vollständug ausgerottet werden können.
Nach dieser Phase brauchen wir die AB, um die Erregerlast soweit zu elimieren, dass unser Immunsystem die Biester die immer überleben, in Schach halten kann.
Kein AB ist in der Lage, wirklich alle Bakterien zu töten.
Deshalb kann es immer wieder passieren, dass nach Monaten und Jahren der Beschwerdefreiheit die Infektion wieder aufflackert.
Je nachdem welche Erreger (Co-Infektionen) wir erwischt haben und wie gut ausgewählt und passend die antibiotische Therapie war, desto höher ist die Chance danach symptomfrei zu sein.
Doch ohne funktionierendes Immunsystem hat man definitiv keine Chance gesund zu werden.
Mit falschen, nicht hoch genug dosierten und zu kurzen Antibiosen aber auch nicht.
Erschwerend hinzu kommt, dass es die Borrelien anscheinend schaffen unser Immunsystem auszutricksen und zu schädigen.
Die Vorstellung allerdings, dass man nur lange und hoch genug dosiertes AB schlucken muss und dann wird man schon gesund, die halte ich persönlich für naiv. Sorrry.
Im Gegenteil, jede Antibiose schädigt das Immunsystem. Manchmal nur fast unmerklich, gelegentlich ganz massiv. Mit der Länge der Antibiose steigt leider auch das Risiko.
Und dann kommt hinzu, dass es offensichtlich (oder nur wahrscheinlich?) Faktoren gibt, die unser Immunsystem behindern, stören, oder gar total blockieren und eine Genesung verhindern.
Mehr oder weniger kontrovers diskutiert werden Amalgan, Impfungen, Umweltgifte , Ernährung, Bewegungsmangel, Stress, Süchte (Rauchen, Alkoholismus), unzureichende Entgiftung/Ausleitung etc., aber auch weitere Infektionen durch virale Erreger.
Deine Frage, ob eine wiederholte Antibiose bei dir zum jetzigen Zeitpunkt sinnvoll ist, kann ich von daher nicht beantworten.
Eine weitere Therapie wäre aus meiner Sicht sehr sinnvoll, wenn einfach die Erregerlast noch viel zu hoch ist.
Sollte aber das Immunsyszen gerade vollkommen platt sein, nützt das AB "futtern" rein gar nichts.
Es muss hingeschaut werden!
Warum geht es dir schlecht?
Gibt es evtl. unendeckte Co-Infektionen , die therapeutisch nicht bedacht wurden? Steckst du vielleicht bis zur Halskrause voller Toxine, weil nicht vernünftig ausgeleitet wurde usw. usw.?
Hast du das falsche Ab bekommen...etc.pp.?
Die Erklärung deiner Ärztin, dass eine Antibiose jetzt nix bringen würde, weil die Borrelien sich eingekapselt hätten, finde ich mit Verlaub gewagt.
Dann soll sie doch eine Therapie zusammenstellen, wo das nicht passiert.
Es gibt doch Medikamente wie Metronidazol und Tinidazol, die auf Zysten und Biofilme wirken.
Du siehst, alles nicht so einfach. Wenn es anders und leichter wäre, wären wir hier alle schon gesund.
Liebe Grüße
Leonie
ich befürchte ein wenig, dass es auf deine Frage keine pauschale, allgemeingültige Antwort gibt.
Ich kann dir nur meine persönliche Sicht der Dinge schildern.
Dazu erlaube ich mir, ein wenig auszuholen.
Nur im ersten Stadium der Erkrankung gibt es ein therapeutisches Behandlungsfenster, in denen die Erreger noch vollständug ausgerottet werden können.
Nach dieser Phase brauchen wir die AB, um die Erregerlast soweit zu elimieren, dass unser Immunsystem die Biester die immer überleben, in Schach halten kann.
Kein AB ist in der Lage, wirklich alle Bakterien zu töten.
Deshalb kann es immer wieder passieren, dass nach Monaten und Jahren der Beschwerdefreiheit die Infektion wieder aufflackert.
Je nachdem welche Erreger (Co-Infektionen) wir erwischt haben und wie gut ausgewählt und passend die antibiotische Therapie war, desto höher ist die Chance danach symptomfrei zu sein.
Doch ohne funktionierendes Immunsystem hat man definitiv keine Chance gesund zu werden.
Mit falschen, nicht hoch genug dosierten und zu kurzen Antibiosen aber auch nicht.
Erschwerend hinzu kommt, dass es die Borrelien anscheinend schaffen unser Immunsystem auszutricksen und zu schädigen.
Die Vorstellung allerdings, dass man nur lange und hoch genug dosiertes AB schlucken muss und dann wird man schon gesund, die halte ich persönlich für naiv. Sorrry.

Im Gegenteil, jede Antibiose schädigt das Immunsystem. Manchmal nur fast unmerklich, gelegentlich ganz massiv. Mit der Länge der Antibiose steigt leider auch das Risiko.
Und dann kommt hinzu, dass es offensichtlich (oder nur wahrscheinlich?) Faktoren gibt, die unser Immunsystem behindern, stören, oder gar total blockieren und eine Genesung verhindern.
Mehr oder weniger kontrovers diskutiert werden Amalgan, Impfungen, Umweltgifte , Ernährung, Bewegungsmangel, Stress, Süchte (Rauchen, Alkoholismus), unzureichende Entgiftung/Ausleitung etc., aber auch weitere Infektionen durch virale Erreger.
Deine Frage, ob eine wiederholte Antibiose bei dir zum jetzigen Zeitpunkt sinnvoll ist, kann ich von daher nicht beantworten.
Eine weitere Therapie wäre aus meiner Sicht sehr sinnvoll, wenn einfach die Erregerlast noch viel zu hoch ist.
Sollte aber das Immunsyszen gerade vollkommen platt sein, nützt das AB "futtern" rein gar nichts.
Es muss hingeschaut werden!
Warum geht es dir schlecht?
Gibt es evtl. unendeckte Co-Infektionen , die therapeutisch nicht bedacht wurden? Steckst du vielleicht bis zur Halskrause voller Toxine, weil nicht vernünftig ausgeleitet wurde usw. usw.?
Hast du das falsche Ab bekommen...etc.pp.?
Die Erklärung deiner Ärztin, dass eine Antibiose jetzt nix bringen würde, weil die Borrelien sich eingekapselt hätten, finde ich mit Verlaub gewagt.

Dann soll sie doch eine Therapie zusammenstellen, wo das nicht passiert.
Es gibt doch Medikamente wie Metronidazol und Tinidazol, die auf Zysten und Biofilme wirken.
Du siehst, alles nicht so einfach. Wenn es anders und leichter wäre, wären wir hier alle schon gesund.
Liebe Grüße
Leonie
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Wenn die Guten nicht kämpfen, werden die Schlechten siegen.
Platon

