16.12.2013, 17:20
(16.12.2013, 00:44)BorreLiu schrieb: Hm, woran misst man, ob sich der Zustand verbessert hat? Ich fühle mich heute besser, aber ich brauchte fast ein Jahr Ruhestand, bevor ich den Stress der letzten Jahre abgebaut hatte. Auch mein Mann hat positive Veränderungen an mir bemerkt, mehr Aufmerksamkeit der Umwelt gegenüber, mehr Bereitschaft zur Kommunikation. Aber es ist mir auch klar, dass ich weit von meiner früheren Leistungsfähigkeit entfernt bin. Mit fast 60 muss/kann ich mich ja nicht mit 40jährigen messen.
Das klingt doch aber alles schon mal positiv! Dass die Leistung mit zunehmendem Alter irgendwann abnimmt, ist ja sicherlich normal - auch wenn es sicherlich schwierig ist, damit umzugehen. Aber wenn es dir besser geht, ist das doch schon mal ein Erfolg! "Messen" kann man das vielleicht nicht, aber ja merken.
(16.12.2013, 00:44)BorreLiu schrieb: Nun, ich habe viele Jahre regelmäßig meditiert, kann mich aber nun auch nicht mehr genug geistig sammeln. Ich habe mir von den vielen Meditationsübungen jene rausgesucht, die für Anfänger sind: im Gehen rhytmisch ein- und ausatmen und dabei kurze Affirmationen sagen. Oder Farben ein- und ausatmen. Es war Schritt für Schritt anstrengend, aber ich bemerkte Fortschritte. Die Belohnung kann man nicht objektiv messen, aber in mir hat sich viel getan. Ich lernte wieder zu lächeln, mich zu öffnen und zu freuen.
Wie atmet man Farben ein und aus?!

(16.12.2013, 00:44)BorreLiu schrieb: Ich kann deinen Frust sooo gut verstehen. Da helfen keine Ratschläge, wie es sein soll, wissen wir ja ohnehin. Ich habe mir in den letzten 2 Berufsjahren mit Hilfe des Computers und einiger Rituale ein super Organisationsgerüst aufgebaut (meine Chefin wusste nicht, dass ich das brauchte, um meine Vergesslichkeit zu korrigieren - sie dachte wohl, das ist purer Ehrgeiz). Das hat ganz gut geklappt, solange keine unvorhergesehenen Ereignisse stattfanden.
Ich kann es nicht messen, ob nun aufgrund der geistigen Übungen eine Verbesserung eingetreten ist. Für mich ist wichtig, dass ich mich besser fühle. Ganz bestimmt könnte ich heute meinen Job nicht mehr machen, oder nur kurz - und dann wieder ganz unten landen. Wenn es drauf ankommt, kann ich viel geben und auch mal über meine Grenzen gehen (körperlich und geistig), allerdings nicht für sehr lange und danach brauche ich unbedingt Ruhe - sonst ist payday angesagt.
Ich weiß gerade nicht wirklich, wie ich mir ein vergleichbares für meine Arbeit analoges System einrichten könnte ... Außer langsam, in kleinen Schritten was zu tun und genügend Pauen zu machen ... Tja, wie schon geschrieben, jetzt geht es, aber die richtige Arbeit kommt ja erst noch ...