19.08.2014, 14:40
Hi
Wenn dein ELISA positiv war, dann hätte der Arzt einen WB beantragen sollen.
Aber was hätte dir ein positiver WB gebracht? Positiv mit erhöhten IgM, dann die Diagnose "frische Infektion" und als Behandlung 3 Wochen Doxy 200. Ob das bei einer chronischen Borreliose ausreicht, mag ich zu bezweifeln....
Wäre der WB negativ, oder die IgM nicht erhöht, also nur die IgG erhöht, dann hättest du genauso wie bei der negativen Lumbalpunktion die Diagnose "Zustand nach Borreliose" bekommen und somit gar kein AB.
Solchen Patienten werden dann nur Reha-Aufenthalte, z.B. in Schmerz-oder Rheumakliniken angeboten.
Fakt ist, dass eine chronische Borreliose für die Ärzte, die sich an die aktuellen Leitlinien orientieren (m.E. > 99%), nicht existiert, auch bei positivem ELISA, WB und Lumbalpunktion. Ist die Lumbalpunktion positiv, dann gibt es max. 3-4 Wochen AB IV und dann bist du automatisch gesund.
Fakt ist, das keine gesetz.KK eine chronische Borreliose anerkannt und eine Langzeitantibiose bezahlt.
Als armer, gesetzlich versicherter Patient hat man also in einem System, wo 99,99% der Borrelioseärzte Privatärzte sind ( mit Stundenhonorare von 100-200 €) keine Chancen, es sei denn, die Beratungen/Antibiosen werden von Partner/Freunden/Verwandten gesponsert.
Es gibt einige Ausnahmen (mein Spezi verlangt z.B. nur 30 €/Std), Kassenärzte, die die vom Spezi verschriebenen ABs auf Kassenrezepte verschreiben. Diesen Ärzten drohen allerdings gewaltige Regressforderungen (meine HÄ musste vor einigen Jahren 20.000 € an die Kassenärztlichen Vereinigung zahlen!!!), denn den Nutzen dieser Langzeitantibiosen ist halt zur Behandlung einer Borreliose offiziell nicht anerkannt.
Der Fisch stinkt vom Kopf!!!
Ich habe auch fast meine ganzen Ersparnisse in diese S*** Krankheit gesteckt!!!!!!!
Leider keinen. Mit einem positiven WB bekommst du höchstens 4 Wochen AB auf Kasse.
Und der LTT wird von den gesetz.KK seit 2007 nicht mehr bezahlt, kostet ein Vermögen (100-150 €) und wird sowieso nur von Ärzten der DBG anerkannt.
Tut mir Leid für diese ehrliche Antwort, aber das ist nun mal der Stand der Dinge...
(18.08.2014, 14:20)Wombat schrieb: welchen Test sollte ich unbedingt machen lassen, damit ich endlich eine Antibiose auf Kasse bekommen kann? Welchen Nachweis müssen die Ignoranten in weißen Kitteln denn endlich akzeptieren?
Die Ärzte eiern bei mir dermaßen saublöd rum. Erst war der Elisa positiv und ich dachte, die Erlösung ist nahe, aber nein, dann mußte ich die Lumbalpunktion über mich ergehen lassen und die war "unauffällig". Nun heißt es im Bericht der Klinik "Zustand NACH Borreliose".
Wenn dein ELISA positiv war, dann hätte der Arzt einen WB beantragen sollen.
Aber was hätte dir ein positiver WB gebracht? Positiv mit erhöhten IgM, dann die Diagnose "frische Infektion" und als Behandlung 3 Wochen Doxy 200. Ob das bei einer chronischen Borreliose ausreicht, mag ich zu bezweifeln....
Wäre der WB negativ, oder die IgM nicht erhöht, also nur die IgG erhöht, dann hättest du genauso wie bei der negativen Lumbalpunktion die Diagnose "Zustand nach Borreliose" bekommen und somit gar kein AB.
Solchen Patienten werden dann nur Reha-Aufenthalte, z.B. in Schmerz-oder Rheumakliniken angeboten.

Fakt ist, dass eine chronische Borreliose für die Ärzte, die sich an die aktuellen Leitlinien orientieren (m.E. > 99%), nicht existiert, auch bei positivem ELISA, WB und Lumbalpunktion. Ist die Lumbalpunktion positiv, dann gibt es max. 3-4 Wochen AB IV und dann bist du automatisch gesund.
Fakt ist, das keine gesetz.KK eine chronische Borreliose anerkannt und eine Langzeitantibiose bezahlt.
Als armer, gesetzlich versicherter Patient hat man also in einem System, wo 99,99% der Borrelioseärzte Privatärzte sind ( mit Stundenhonorare von 100-200 €) keine Chancen, es sei denn, die Beratungen/Antibiosen werden von Partner/Freunden/Verwandten gesponsert.
Es gibt einige Ausnahmen (mein Spezi verlangt z.B. nur 30 €/Std), Kassenärzte, die die vom Spezi verschriebenen ABs auf Kassenrezepte verschreiben. Diesen Ärzten drohen allerdings gewaltige Regressforderungen (meine HÄ musste vor einigen Jahren 20.000 € an die Kassenärztlichen Vereinigung zahlen!!!), denn den Nutzen dieser Langzeitantibiosen ist halt zur Behandlung einer Borreliose offiziell nicht anerkannt.
Zitat:Die spinnen, die Ärzte! (frei nach Asterix)
Der Fisch stinkt vom Kopf!!!
Zitat:Ich muß hier leider schon mal vorab sagen, daß ich durch die lange Krankengeschichte meine Firma verloren habe und mittlerweile völlig verarmt bin und mir den ganzen Testaufwand (wie z.B. Augsburg) gar nicht leisten kann, zumal ich ja schon ein Vermögen in Nahrungsergänzungsmittel, Krankenhausfahrten, Hilfsmittel, usw. gesteckt habe, um mich während der 12 Jahre Leidenszeit halbwegs am Leben zu halten.
Ich habe auch fast meine ganzen Ersparnisse in diese S*** Krankheit gesteckt!!!!!!!

Zitat:Was also wäre der sinnvollste Test, damit man endlich Bewegung in die Angelegenheit bringen kann?
Leider keinen. Mit einem positiven WB bekommst du höchstens 4 Wochen AB auf Kasse.
Und der LTT wird von den gesetz.KK seit 2007 nicht mehr bezahlt, kostet ein Vermögen (100-150 €) und wird sowieso nur von Ärzten der DBG anerkannt.
Tut mir Leid für diese ehrliche Antwort, aber das ist nun mal der Stand der Dinge...
Gute Besserung und liebe Grüsse
Sunflower
Lyme-Borreliose seit 2008