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[geteilt] Allgemeine Diskussion über Ernährung, NEM u.a.
#10

Es ist nicht besonders klug, eine private Email von Dr. S. in einem Forum zu veröffentlichen. Trotzdem will ich zu seinen Aussagen etwas sagen.

Dass Tiere in freier Wildbahn ein stärkeres Immunsystem hätten, kann man ohne weitere Einschränkungen nicht sagen. Man kann an vielen Beispielen sehen, dass diese Behauptung nicht richtig ist. Viele Tiere (nehmen wir als Beispiel Zebrafinken...) haben in der Natur eine mittlere Lebenserwartung von 2 Jahren. In Gefangenschaft können sie problemlos 10 oder sogar 15 Jahre leben. Die stark gesteigerte Lebenserwartung kann man mit fehlenden Fressfeinden begründen - aber auch verminderter Kontakt mit Krankheitserregern und eine optimalere Ernährung scheint eine Rolle zu spielen.

Man sieht an Tieren in "biologischer tiergerechter" Haltung, dass es große Probleme mit Infektionen gibt.
Die Ausfälle durch kranke oder tote Tiere sind teilweise um ein vielfaches höher, als in der Massentierhaltung (die ich keinesfalls befürworte).

Auch in ganz freier Wildbahn gibt es eine extrem hohe Sterblichkeit . Nur ein Bruchteil der Tiere erreicht das geschlechtsreife Alter. Die ganze Evolution ist so aufgebaut - möglichst viele Nachkommen zu zeugen, weil nur wenige (die "stärksten") wirklich überleben.

All die Probleme mit "Ernährung" zu begründen ist geradezu zynisch, wenn man die Länder betrachtet, die wirklich ein Ernährungsproblem haben. Gerade die von der ersten Welt so romantisch betrachteten Urvölker haben eine extrem hohe Säuglingssterblichkeit und eine sehr geringe Lebenserwartung.
Auch die Länder der sog. "dritten Welt" leben manchmal sehr nah an der Natur - trotzdem würden 99% sofort mit uns tauschen - und nicht wenige davon aufgrund einer besseren Lebenserwartung und medizinischer Versorgung.

lg moritz
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