12.10.2014, 03:36
Hallo KaLi
Das Problem ist, dass du ohne entsprechende (Verdachts-)Diagnose kaum eine Langzeitbehandlung mit Infusionen verordnet bekommst. Die Diagnose von älteren Borreliosen ist äusserst schwierig. Die Blutbefunde können frei interpretiert werden, wie sie dem jeweiligen Arzt gerade in den Kram passen. Die Tests weisen Antikörper (AK) nach. Ist der Test positiv, können die AK von einer aktiven oder früher durchgemachten Infektion stammen. Deshalb müsssen die Testergebnisse zusammen mit den Symptomen interpretiert werden. Wenn es nach geltender Lehrmeinung geht, darf nur Borreliose haben, wer bestimmte Symptome nach einem eng gefassten Katalog (deine gelisteten sind da nicht dabei) vorweisen kann. Eine seltsame Vorgehensweise, zumal man weiss, dass Borrelien fast alle Organe befallen können. Unsere Spezis ordnen der Borreliose mehr Symptome zu. Ausser der Wanderröte ist kein Symptom beweisend für eine Borreliose. Die Diagnose basiert deshalb auf Vorgeschichte, Verlauf, Symptomen, Ausschluss anderer möglicher Krankheiten und Bluttests. Am Schluss resultiert eine Wahrscheinlichkeit für oder gegen eine Borreliose, der nur mit einem Therapieversuch begegnet werden kann.
Welche Krankheiten wurden bei dir ausgeschlossen und womit? Welche (Verdachts)diagnosen wurden gestellt? Womit wurdest du schon behandelt mit welchem Ergebnis?
Um in der Arztpraxis erfolgreich argumentieren zu können, braucht es ein umfangreiches Wissen über die Schwierigkeiten bei der Diagnostik der Borreliose und deren Differentialdiagnostik (Möglichkeit anderer Krankheiten). Zudem brauchst du möglichst alle Befunde/Berichte bereits durchgeführter Untersuchungen. Es ist praktisch unmöglich, dir Argumente an die Hand zu geben, wenn wir keine detaillierte Informationen über Laborbefunde, Vorgeschichte (Zecke erinnerlich / zeckenexponiert durch Hobbys oder Beruf?), Symptome, Ausschluss anderer möglicher Krankheiten etc. haben. Zudem musst du dich selbst informieren, so gut es geht und dabei immer schön wissenschaftliche Ergebnisse von Mutmassungen unterscheiden können.
Ich empfehle dir, in einem ersten Schritt alle deine Laborbefunde und Arztberichte in Kopie einzuholen. Damit musst du dich beschäftigen. Lesen, übersetzen, recherchieren und Sachen, die du nicht verstehst, nachfragen.
Zudem empfehle ich dir, dich als erstes über die medizinische Kontroverse zur Diagnostik und Therapie der Borreliose zu informieren. Hier zwei Links:
http://www.petra-heller.com/fileadmin/us...medRID.pdf
http://www.borreliose-nachrichten.de/wp-...eliose.pdf
Hier findest du Infos zur Borrelien-Serologie:
http://forum.onlyme-aktion.org/showthread.php?tid=3579
http://forum.onlyme-aktion.org/showthrea...614#pid614
Wenn du es nicht schaffst, dich in die Materie einzulesen, dann würde ich dir empfehlen, dir einen Termin bei einem von der Selbsthilfe empfohlenen Spezi zur reservieren.
LG, Regi
Das Problem ist, dass du ohne entsprechende (Verdachts-)Diagnose kaum eine Langzeitbehandlung mit Infusionen verordnet bekommst. Die Diagnose von älteren Borreliosen ist äusserst schwierig. Die Blutbefunde können frei interpretiert werden, wie sie dem jeweiligen Arzt gerade in den Kram passen. Die Tests weisen Antikörper (AK) nach. Ist der Test positiv, können die AK von einer aktiven oder früher durchgemachten Infektion stammen. Deshalb müsssen die Testergebnisse zusammen mit den Symptomen interpretiert werden. Wenn es nach geltender Lehrmeinung geht, darf nur Borreliose haben, wer bestimmte Symptome nach einem eng gefassten Katalog (deine gelisteten sind da nicht dabei) vorweisen kann. Eine seltsame Vorgehensweise, zumal man weiss, dass Borrelien fast alle Organe befallen können. Unsere Spezis ordnen der Borreliose mehr Symptome zu. Ausser der Wanderröte ist kein Symptom beweisend für eine Borreliose. Die Diagnose basiert deshalb auf Vorgeschichte, Verlauf, Symptomen, Ausschluss anderer möglicher Krankheiten und Bluttests. Am Schluss resultiert eine Wahrscheinlichkeit für oder gegen eine Borreliose, der nur mit einem Therapieversuch begegnet werden kann.
Zitat:Die Liquer Analyse ergab zwar einen Befund,Entweder hat man dir einfach was erzählt oder du hast etwas falsch verstanden. Nadeln im Krankenhaus sollten steril sein. Die Liquoruntersuchung fällt bei Befall des Zentralen Nervensystems (klassische Neuroborreliose) häufig falsch negativ aus. Bei der Haut-, Herz- und Gelenkborreliose ist erst recht nicht mit einem positiven Ergebnis aus Liquor zu rechnen.
der wurde aber durch Übertragung durch das "einpieksen" der
Nadel begründet.
Welche Krankheiten wurden bei dir ausgeschlossen und womit? Welche (Verdachts)diagnosen wurden gestellt? Womit wurdest du schon behandelt mit welchem Ergebnis?
Um in der Arztpraxis erfolgreich argumentieren zu können, braucht es ein umfangreiches Wissen über die Schwierigkeiten bei der Diagnostik der Borreliose und deren Differentialdiagnostik (Möglichkeit anderer Krankheiten). Zudem brauchst du möglichst alle Befunde/Berichte bereits durchgeführter Untersuchungen. Es ist praktisch unmöglich, dir Argumente an die Hand zu geben, wenn wir keine detaillierte Informationen über Laborbefunde, Vorgeschichte (Zecke erinnerlich / zeckenexponiert durch Hobbys oder Beruf?), Symptome, Ausschluss anderer möglicher Krankheiten etc. haben. Zudem musst du dich selbst informieren, so gut es geht und dabei immer schön wissenschaftliche Ergebnisse von Mutmassungen unterscheiden können.
Ich empfehle dir, in einem ersten Schritt alle deine Laborbefunde und Arztberichte in Kopie einzuholen. Damit musst du dich beschäftigen. Lesen, übersetzen, recherchieren und Sachen, die du nicht verstehst, nachfragen.
Zudem empfehle ich dir, dich als erstes über die medizinische Kontroverse zur Diagnostik und Therapie der Borreliose zu informieren. Hier zwei Links:
http://www.petra-heller.com/fileadmin/us...medRID.pdf
http://www.borreliose-nachrichten.de/wp-...eliose.pdf
Hier findest du Infos zur Borrelien-Serologie:
http://forum.onlyme-aktion.org/showthread.php?tid=3579
http://forum.onlyme-aktion.org/showthrea...614#pid614
Wenn du es nicht schaffst, dich in die Materie einzulesen, dann würde ich dir empfehlen, dir einen Termin bei einem von der Selbsthilfe empfohlenen Spezi zur reservieren.
LG, Regi
Je mehr ich über die Borreliose weiss, desto mehr weiss ich, dass man fast gar nichts weiss.
Nichts auf der Welt ist gefährlicher als aufrichtige Ignoranz und gewissenhafte Dummheit. (Martin Luther King)
Absenz von Evidenz bedeutet nicht Evidenz für Absenz

