05.12.2014, 10:09
Um es mal ganz salopp auszudrücken - momentan kümmert sich kein Schwein substantiell um Veränderungen bei der Borreliosebehandlung in Deutschland, jedenfalls nicht in der Lehrmedizin und nichts, über was man offen redet und ich denke auch sonst nichts. Was ich festelle, es wird sehr viel erwähnt, aber keine Schlüsse daraus gezogen.
Bei der Erkenntnis, dass Antibiotikabehandlungen Biofilme verstärken, wird in meinen Augen beim derzeitigen Engagement in Lehre und Fortbilung "draussen bei den Ärzten" allenfalls herauskommen, dass es bei dem bleibt, was wir momentan haben. Drei Wochen 200 mg Doxycyclin für alle und fertig. Wer damit nicht gesund wird, hat Pech gehabt und darf sich in der Regel mit seinen "somatoformen Störungen" herumschlagen. Die Zahl wieviele danach nicht gesund sind, wird sehr unterschiedlich angegeben und bewegt sich zwischen 5 und 35%.
Ich finde das Thema trotzdem sehr spannend, denn es wirft die Frage auf, welche alternativen Wege man gehen sollte, um dieses Strategien der Bakterien zu vermeiden.
Das Risiko von Arzneimittelnebenwirkungen bei erhöhter Gabe von Doxycyclin und anderen Anitbiotika im Sinne von ILADS wird derzeit von den deutschen IDSA-Anhängern höher gesehen als der Nutzen. Es wird geflissentlich weggeschaut, dass ILADS mittlerweile eine unabhängige Sichtung, der derzeitigen Studien durch ein anerkanntes Institut beauftragt hat, die das genaue Gegenteil davon festgestellt hat. Diese erfüllen die höchsten amerikanischen Standards.
Wer sich genauer dazu informieren möchte dem empfehle ich:
http://www.borreliose-verschwiegene-epid...Cbersetzt/
Risiko‐Nutzen‐Bewertung
Der Schaden, der mit der Beschränkung der EM‐Therapie auf 20 oder weniger Tage mit oralen Azithromycin, Cefuroxim, Doxycyclin und Phenoxymethylpenicillin / Amoxicillin verursacht wird, überwiegt die Vorteile. Bei der Beurteilung des Nutzen‐Risiko‐Profils, hat das Gremium festgestellt, dass die Versagensrate für die Antibiotikabehandlung von 20 oder weniger Tagen unannehmbar hoch war und dass für diejenigen, deren Behandlung fehlschlug, die Größe des möglichen Schadens durch die Verzögerung definitiver Behandlung, welche das Risiko erhöht, eine chronische und schwieriger zu behandelnde Form der Krankheit zu entwickeln, zu groß war.
Obwohl allgemein angenommen wurde, dass Antibiotika‐Anwendungen von kürzerer Dauer mit einer niedrigeren Rate von signifikanten Nebenwirkungen in Verbindung gebracht werden, ist die Rate unerwünschter Ereignisse für orale Antibiotika in der Regel recht gering, unabhängig von der Dauer der Nutzung . Das Gremium kam zu dem Schluss, dass, während des Antibiotika‐Behandlungsschemas von 20 oder weniger Tagen etwas weniger signifikante Nebenwirkungen im Vergleich zu Therapien mit längerer Laufzeit auftreten. Dieser Nutzen gleicht nicht die möglichen Schäden im Zusammenhang mit der unakzeptabel hohen Ausfallrate dieses Behandlungsansatzes aus.
Darüber hinaus, wie bereits erwähnt, sollte die gleichzeitige Anwendung von Probiotika das Risiko von C. difficile Colitis und antibiotika‐assoziierter Diarrhoe reduzieren.
Mal schauen, wann sich endlich mal was bewegt, dass Borreliosepatienten ernst genommen werden.
Grüße vom Urmel
Bei der Erkenntnis, dass Antibiotikabehandlungen Biofilme verstärken, wird in meinen Augen beim derzeitigen Engagement in Lehre und Fortbilung "draussen bei den Ärzten" allenfalls herauskommen, dass es bei dem bleibt, was wir momentan haben. Drei Wochen 200 mg Doxycyclin für alle und fertig. Wer damit nicht gesund wird, hat Pech gehabt und darf sich in der Regel mit seinen "somatoformen Störungen" herumschlagen. Die Zahl wieviele danach nicht gesund sind, wird sehr unterschiedlich angegeben und bewegt sich zwischen 5 und 35%.
Ich finde das Thema trotzdem sehr spannend, denn es wirft die Frage auf, welche alternativen Wege man gehen sollte, um dieses Strategien der Bakterien zu vermeiden.
Das Risiko von Arzneimittelnebenwirkungen bei erhöhter Gabe von Doxycyclin und anderen Anitbiotika im Sinne von ILADS wird derzeit von den deutschen IDSA-Anhängern höher gesehen als der Nutzen. Es wird geflissentlich weggeschaut, dass ILADS mittlerweile eine unabhängige Sichtung, der derzeitigen Studien durch ein anerkanntes Institut beauftragt hat, die das genaue Gegenteil davon festgestellt hat. Diese erfüllen die höchsten amerikanischen Standards.
Wer sich genauer dazu informieren möchte dem empfehle ich:
http://www.borreliose-verschwiegene-epid...Cbersetzt/
Risiko‐Nutzen‐Bewertung
Der Schaden, der mit der Beschränkung der EM‐Therapie auf 20 oder weniger Tage mit oralen Azithromycin, Cefuroxim, Doxycyclin und Phenoxymethylpenicillin / Amoxicillin verursacht wird, überwiegt die Vorteile. Bei der Beurteilung des Nutzen‐Risiko‐Profils, hat das Gremium festgestellt, dass die Versagensrate für die Antibiotikabehandlung von 20 oder weniger Tagen unannehmbar hoch war und dass für diejenigen, deren Behandlung fehlschlug, die Größe des möglichen Schadens durch die Verzögerung definitiver Behandlung, welche das Risiko erhöht, eine chronische und schwieriger zu behandelnde Form der Krankheit zu entwickeln, zu groß war.
Obwohl allgemein angenommen wurde, dass Antibiotika‐Anwendungen von kürzerer Dauer mit einer niedrigeren Rate von signifikanten Nebenwirkungen in Verbindung gebracht werden, ist die Rate unerwünschter Ereignisse für orale Antibiotika in der Regel recht gering, unabhängig von der Dauer der Nutzung . Das Gremium kam zu dem Schluss, dass, während des Antibiotika‐Behandlungsschemas von 20 oder weniger Tagen etwas weniger signifikante Nebenwirkungen im Vergleich zu Therapien mit längerer Laufzeit auftreten. Dieser Nutzen gleicht nicht die möglichen Schäden im Zusammenhang mit der unakzeptabel hohen Ausfallrate dieses Behandlungsansatzes aus.
Darüber hinaus, wie bereits erwähnt, sollte die gleichzeitige Anwendung von Probiotika das Risiko von C. difficile Colitis und antibiotika‐assoziierter Diarrhoe reduzieren.
Mal schauen, wann sich endlich mal was bewegt, dass Borreliosepatienten ernst genommen werden.
Grüße vom Urmel
Mitglied bei => Onlyme-Aktion.org
Lass das Verhalten anderer nicht deinen inneren Frieden stören (Dalai Lama)

