29.12.2014, 05:57
Zitat:Doch, es ist die Lyme bei mir. Die Werte wurden sauber diagnostiziert.Werte können nicht diagnostiziert werden, nur die Patienten. Borreliose-Tests können keine saubere Diagnose liefern, weil sie nicht zwischen aktiver und abgelaufener Infektion unterscheiden können. Kommt noch hinzu, dass der erste Suchtests kreuzreaktiv ist und deshalb falsch positiv ausfallen kann.
Praktisch beweisend für Aktivität ist nur Kultur, PCR und Liquoruntersuchung (sofern alle Kriterien der Liquordiagnostik erfüllt sind). Der sichere Ausschluss einer Borreliose ist aufgrund der derzeitig diagnostischen Lage schlicht unmöglich.
Sun79: Ich freue mich, dass es dir gut geht und allein das zählt. Wir wissen nicht, welche Faktoren bei welchen Patienten das Kranheitsgeschehen aufrecht erhalten. Aktive Infektion? Autoimmune Prozesse als Folge der Borreliose? Neuroimmunologische Prozesse als Folge der Infektion? Eine Prise von allem? Oder ganz was anderes?
Weil wir nicht wissen, was den anhaltend schlechten Gesundheitszustand beim einzelnen Patienten ausmacht, gibt es auch keinen Goldstandard in der Therapie. Dem einen hilf dies, dem anderen das. Die einen haben/hatten Borreliose, die anderen was anderes. Es kann einfach anhand der schlechten Möglichkeiten in der Diagnostik meistens nicht eindeutig geklärt werden, wie bei vielen anderen Krankheiten auch, die nicht bildgebend dargestellt werden können.
LG, Regi
Je mehr ich über die Borreliose weiss, desto mehr weiss ich, dass man fast gar nichts weiss.
Nichts auf der Welt ist gefährlicher als aufrichtige Ignoranz und gewissenhafte Dummheit. (Martin Luther King)
Absenz von Evidenz bedeutet nicht Evidenz für Absenz