31.10.2015, 16:57
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 31.10.2015, 16:58 von Katie Alba.)
Hallo,
ich möchte hier nun auch meine Erfahrungen weitergeben und wäre euch auch für Erklärungsversuche dankbar.
Seit Wochen plagte mich ein beginnender Infekt, der vorletzte Woche dann so richtig ausbrach (Halsschmerzen, Nasennebenhöhlen dicht, Kopfschmerzen, so das übliche Programm bei viralen Infekten).
Die Infusionen gegen die Borreliose konnte ich nicht weitermachen, weil ich die körperlich nicht mehr geschafft habe (zu der Zeit Azi-Infusionen).
Zufällig hatte ich zu der Zeit eine Dunkelfelduntersuchung machen lassen bei einer spezialisierten und anerkannten Ärztin (wird auch von Frau Hopf-Seidel empfohlen) - dort kam eine sehr hohe Streptokokkenbelastung heraus.
Deswegen schlug meine Spezi eine Behandlung mit Benzathin-Benzylpenicillin vor (in Form einer Depotspritze, 1,2 Mio. Einheiten pro Pobacke, Präparat Tardocillin). Sie hat damit schon viele Patienten und sich selbst behandelt und sehr gute Erfahrungen damit gemacht sowohl gegen Borreliose als auch gegen Streptokokken.
Ich bekam also vor einigen Tagen die Spritzen, was auch überhaupt nicht weh tat (weil ja ein Mittel zur örtlichen Betäubung im Tardocillin drin ist). Noch am gleichen Abend setzten allerdings unsägliche Schmerzen im Gesäß ein. Die Schmerzen waren so stark, dass jede kleinste Bewegung höllisch wehtat, ich habe sogar viel vor Schmerzen geschrien. Ich hatte leider kein Schmerzmittel im Haus.
Am nächsten Tag wurden die Schmerzen weniger, Ibuprofen half zusätzlich und ab dem dritten Tag konnte ich wieder richtig laufen und es fühlte sich nur noch wie Muskelkater an. Nun ist der ganze Spuk wieder vorbei.
Meine Spezi war sehr besorgt, weil sie diese Reaktion noch nie erlebt hat. Deswegen will sie mir das natürlich nie wieder spritzen.
Heute Nacht hatte ich dann Reaktionen, die eine Herx sein könnten (Schweißausbrüche, Schlafprobleme, Alpträume).
Auf der anderen Seite habe ich aber schon das Gefühl, dass mir das Penicillin gut getan hat, eigentlich hätte ich die Behandlung gern verlängert.
Jetzt würde mich interessieren, wie ihr meine Reaktion einschätzt. War das eine Lokalreaktion, war das einfach zu viel "Stoff" für meinen Popo (wiege 55 kg) oder eine Art Unverträglichkeits- oder Überempfindlichkeitsreaktion? (allergisch kann ich mir nicht vorstellen, denn es war nichts zu sehen und der Schmerz war gleichmäßig verteilt)
Liebe Grüße,
Katie
PS:
An diejenigen, die noch überlegen es zu nehmen: Ich bin sehr empfindlich und vertrage auch so manch anderes nicht (z.B. Mino), meine Erfahrungen sind daher sicherlich nicht ohne weiteres übertragbar und viele andere hier haben es ja auch gut vertragen. Mein Rat wäre aber, Ibuprofen zur Sicherheit im Haus zu haben und bei Bedarf 800 mg zu nehmen.
ich möchte hier nun auch meine Erfahrungen weitergeben und wäre euch auch für Erklärungsversuche dankbar.
Seit Wochen plagte mich ein beginnender Infekt, der vorletzte Woche dann so richtig ausbrach (Halsschmerzen, Nasennebenhöhlen dicht, Kopfschmerzen, so das übliche Programm bei viralen Infekten).
Die Infusionen gegen die Borreliose konnte ich nicht weitermachen, weil ich die körperlich nicht mehr geschafft habe (zu der Zeit Azi-Infusionen).
Zufällig hatte ich zu der Zeit eine Dunkelfelduntersuchung machen lassen bei einer spezialisierten und anerkannten Ärztin (wird auch von Frau Hopf-Seidel empfohlen) - dort kam eine sehr hohe Streptokokkenbelastung heraus.
Deswegen schlug meine Spezi eine Behandlung mit Benzathin-Benzylpenicillin vor (in Form einer Depotspritze, 1,2 Mio. Einheiten pro Pobacke, Präparat Tardocillin). Sie hat damit schon viele Patienten und sich selbst behandelt und sehr gute Erfahrungen damit gemacht sowohl gegen Borreliose als auch gegen Streptokokken.
Ich bekam also vor einigen Tagen die Spritzen, was auch überhaupt nicht weh tat (weil ja ein Mittel zur örtlichen Betäubung im Tardocillin drin ist). Noch am gleichen Abend setzten allerdings unsägliche Schmerzen im Gesäß ein. Die Schmerzen waren so stark, dass jede kleinste Bewegung höllisch wehtat, ich habe sogar viel vor Schmerzen geschrien. Ich hatte leider kein Schmerzmittel im Haus.
Am nächsten Tag wurden die Schmerzen weniger, Ibuprofen half zusätzlich und ab dem dritten Tag konnte ich wieder richtig laufen und es fühlte sich nur noch wie Muskelkater an. Nun ist der ganze Spuk wieder vorbei.
Meine Spezi war sehr besorgt, weil sie diese Reaktion noch nie erlebt hat. Deswegen will sie mir das natürlich nie wieder spritzen.
Heute Nacht hatte ich dann Reaktionen, die eine Herx sein könnten (Schweißausbrüche, Schlafprobleme, Alpträume).
Auf der anderen Seite habe ich aber schon das Gefühl, dass mir das Penicillin gut getan hat, eigentlich hätte ich die Behandlung gern verlängert.
Jetzt würde mich interessieren, wie ihr meine Reaktion einschätzt. War das eine Lokalreaktion, war das einfach zu viel "Stoff" für meinen Popo (wiege 55 kg) oder eine Art Unverträglichkeits- oder Überempfindlichkeitsreaktion? (allergisch kann ich mir nicht vorstellen, denn es war nichts zu sehen und der Schmerz war gleichmäßig verteilt)
Liebe Grüße,
Katie
PS:
An diejenigen, die noch überlegen es zu nehmen: Ich bin sehr empfindlich und vertrage auch so manch anderes nicht (z.B. Mino), meine Erfahrungen sind daher sicherlich nicht ohne weiteres übertragbar und viele andere hier haben es ja auch gut vertragen. Mein Rat wäre aber, Ibuprofen zur Sicherheit im Haus zu haben und bei Bedarf 800 mg zu nehmen.
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Wir stehen selbst enttäuscht und sehn betroffen.
Den Vorhang zu und alle Fragen offen
(Bertolt Brecht: Der gute Mensch von Sezuan)