Liebe Leute,
ich bin richtig froh, wenn dieses Jahr jetzt bald zu Ende ist, denn es war für mich das zweitschlimmste meines Lebens. Meine Krankheit hat mir Schmerzen gebracht, Energie geraubt und vor allem meine Leichtigkeit des Seins genommen. Vor einem Jahr dachte ich noch, ich wäre geheilt, dass meine Symptome einfach Restbeschwerden meiner Borreliose vor einigen Jahren sind. Aber sie wurden schlimmer, bis hin zu Nervenentzündungen. Das Labor sagte IgM ELISA auf Borrelien positiv mit einer einsamen OspC-Bande, IgG negativ (Monate später machte ich auch einen LTT-Test, der deutlich positiv war aber wie bekannt ja umstritten zur Diagnose). Einen Therapieversuch war es wert, und Minocyclin über zwei Monate hatte mir schon einmal geholfen. Dieses Mal jedoch nicht. Ich ging also auf die Suche nach den wahren Ursachen meiner Symptome, "Differenzialdiagnostik" wie es die Mediziner nennen. Der "Spaß" kostete über viertausend Euro privat zu zahlen, aber gefunden wurde nichts wirklich Neues. Nicht ganz: brauchbar sind Befunde, die meine Schäden dokumentieren, zum Beispiel die Magnetresonanztomographien oder Nervenleitgeschwindigkeitsmessungen, die durchgeführt wurden. Damit kommt kein Arzt auch nur in die Versuchung alles in eine Psychoschublade zu packen. Aber die Ursache wurde nicht gefunden, nur kleine Puzzlestücke, die aber meist symptomatischer Natur sind. Weitere geschätzte zweitausend Euro kosteten die NEM und Kräuterextrakte, die ich ab Sommer nahm (wenn man z.B. das Cowden-Protokoll über neun Monate durchziehen will, so kostet dies etwa 3.500 bis 4.000 Euro, je nach Bezugsquelle). Diese scheinen mein Immunsystem zu stärken, aber nur sehr langsam. Ein erneuter Therapieversuch mit AB brachte mich zweimal in die Notaufnahme - einmal hatte ich aufgrund neurologischer Symptome bereits mit allem abgeschlossen. Das Problem der Differenzialdiagnostik ("es gibt keine seronegative Borreliose") ist, dass sie Energie kostet, sehr viel Energie. Zudem sind invasive Untersuchungen wie zum Beispiel Endoskopie auch nicht ohne. Das zweite Problem ist, dass man Läuse und Flöhe haben kann. Und das dritte Problem ist, dass man Krankheit X wegen Krankheit Y bekommen kann und sich die Frage nach der Urursache stellt.
Dieses Forum hat mir geholfen. Ich habe nette Leute kennengelernt, teilweise auch persönlich. Und ich konnte viel lernen. Danke dafür! (Seid ihr auch schon mal aufgrund eurer Kenntnisse von einem Arzt als "Hobbymediziner" bezeichnet worden? Die meisten wollen sicher die Stimmung aufheitern. Manche haben aber auch einen Unterton dabei, der mich krängt.)
Ich wünsche euch allen schöne Weihnachtstage!
Heinzi (dem es gerade relativ gut geht)
ich bin richtig froh, wenn dieses Jahr jetzt bald zu Ende ist, denn es war für mich das zweitschlimmste meines Lebens. Meine Krankheit hat mir Schmerzen gebracht, Energie geraubt und vor allem meine Leichtigkeit des Seins genommen. Vor einem Jahr dachte ich noch, ich wäre geheilt, dass meine Symptome einfach Restbeschwerden meiner Borreliose vor einigen Jahren sind. Aber sie wurden schlimmer, bis hin zu Nervenentzündungen. Das Labor sagte IgM ELISA auf Borrelien positiv mit einer einsamen OspC-Bande, IgG negativ (Monate später machte ich auch einen LTT-Test, der deutlich positiv war aber wie bekannt ja umstritten zur Diagnose). Einen Therapieversuch war es wert, und Minocyclin über zwei Monate hatte mir schon einmal geholfen. Dieses Mal jedoch nicht. Ich ging also auf die Suche nach den wahren Ursachen meiner Symptome, "Differenzialdiagnostik" wie es die Mediziner nennen. Der "Spaß" kostete über viertausend Euro privat zu zahlen, aber gefunden wurde nichts wirklich Neues. Nicht ganz: brauchbar sind Befunde, die meine Schäden dokumentieren, zum Beispiel die Magnetresonanztomographien oder Nervenleitgeschwindigkeitsmessungen, die durchgeführt wurden. Damit kommt kein Arzt auch nur in die Versuchung alles in eine Psychoschublade zu packen. Aber die Ursache wurde nicht gefunden, nur kleine Puzzlestücke, die aber meist symptomatischer Natur sind. Weitere geschätzte zweitausend Euro kosteten die NEM und Kräuterextrakte, die ich ab Sommer nahm (wenn man z.B. das Cowden-Protokoll über neun Monate durchziehen will, so kostet dies etwa 3.500 bis 4.000 Euro, je nach Bezugsquelle). Diese scheinen mein Immunsystem zu stärken, aber nur sehr langsam. Ein erneuter Therapieversuch mit AB brachte mich zweimal in die Notaufnahme - einmal hatte ich aufgrund neurologischer Symptome bereits mit allem abgeschlossen. Das Problem der Differenzialdiagnostik ("es gibt keine seronegative Borreliose") ist, dass sie Energie kostet, sehr viel Energie. Zudem sind invasive Untersuchungen wie zum Beispiel Endoskopie auch nicht ohne. Das zweite Problem ist, dass man Läuse und Flöhe haben kann. Und das dritte Problem ist, dass man Krankheit X wegen Krankheit Y bekommen kann und sich die Frage nach der Urursache stellt.
Dieses Forum hat mir geholfen. Ich habe nette Leute kennengelernt, teilweise auch persönlich. Und ich konnte viel lernen. Danke dafür! (Seid ihr auch schon mal aufgrund eurer Kenntnisse von einem Arzt als "Hobbymediziner" bezeichnet worden? Die meisten wollen sicher die Stimmung aufheitern. Manche haben aber auch einen Unterton dabei, der mich krängt.)
Ich wünsche euch allen schöne Weihnachtstage!
Heinzi (dem es gerade relativ gut geht)