(23.01.2016, 11:19)Niki schrieb: Es gibt eine aktuelle Studie, dass bei Patienten mit einem ersten demyelisierenden Ereignis das Risiko für eine MS drastisch gesenkt werden konnte durch eine Behandlung mit Minocyclin.Hi Niki, die Studie ist mir wohl bekannt und wird MS-Foren auch diskutiert. Man darf aber nicht vergessen, es handelt sich um eine Studie bei Patienten ohne gesicherte MS. Immerhin endlich mal ein Lichtblick. Es wurde lediglich ein Nachweis erbracht (dafür aber ein deutlicher), dass die Wahrscheinlichkeit dass es eine MS reduziert werden kann. Leider ließ die Signifikanz mit zunehmender Dauer der Studie nach.
Die Forscher selbst gehen nicht von der antibiotischen Wirkung aus, sondern sehen die Ursache darin, dass Mino die Blut-Hirn-Schranke blockiert. Aber wer weiß das schon.
(23.01.2016, 11:19)Niki schrieb: Ehrlich gesagt würde ich bei allen entzündlichen Prozessen im Gehirn mitWürde ich auch so sehen. In einer idealen Welt klärt der Arzt auf, dass verschiedene mögliche Ursachen gibt und was helfen/schaden könnte. Die Entscheidung ließe man dann dem Patienten, ob er AB probiert order nicht.
Antibiotika behandelt werden wollen. Quasi als Therapie-Versuch und um auf Nummer sicher zu gehen.
(23.01.2016, 11:19)Niki schrieb: Eventuell musst du da auch einen Arzt aufsuchen, der sich auf Borreliose spezialisiert hat, um solch eine Therapie zu bekommen. Mino ist relativ billig und kann man auch mal als Privatrezept bezahlen.Das ist leider Fakt. Hab mir einen Spezi schon rausgesucht, und will auch einen Termin machen. Leider ist man mit Job und MS immer etwas überfordert und schiebt alles auf.
Neurologen stellen sich da meist ziemlich quer...aber druck dir doch die Studie mal aus und sprich einfach mal deinen Hausarzt drauf an. Vielleicht ist der da offen dafür, wenn du ihm das mal ausdruckst.
(23.01.2016, 11:19)Niki schrieb: Bitte versteh mich jetzt nicht falsch.... wir wissen hier bestimmt nicht, was der Auslöser deiner Probleme ist oder ob es sich doch um eine MS unabhängig von einer Infektion handelt.Kein Problem, mir ist das schon klar. Ich hab das für mich auch schon lange so entschieden, nur leider muss man sich um alles selber kümmern, weil Neurologen keine Hilfe sind.
Aber das ist eine Behandlungoption, die ich für mich absolut in Anspruch nehmen wollte.
Und dann ist es eben auch so, dass es evtl nichts helfen wird und ich auch ein wenig Respekt vor der Behandlung habe. Da ich noch einen Job habe, den ich irgendwie schaffe, habe ich Angst, dass ich den nicht mehr schaffe.
(23.01.2016, 11:19)Niki schrieb: PS... ist denn mal versucht worden, Indizien für eine Borrelien-Infektion zu finden? Hast du Werte und eine Liquordiagnostik bzgl. Borrelien?
Bei der Diagnose im KH wurde nach Leitlinien alles untersucht auch Liquor Diagnostik. Serologie auf Borreliose ist nach dem Bericht negativ, aber was heißt das schon. Hat Kortison Einfluss auf die Ergebnisse? Denn das bekam ich schon, als die Tests gemacht wurden.
Wie gesagt finde ich einen begründeten Verdacht in meiner Erinnerung/Vergangenheit (1998). Ein Roter Fleck überhalb des Knies. Hab damals schon, aufgrund von Medienberichten an Zeckenbiss gedacht und das abgespeichert im Gedächtnis. Kurz danach ging es los mit verschiedensten Zimperlein und ersten neurologischen Symptomen, die ich aber nie ernstgenommen oder zugeordnet habe. Über die Jahre die verschiedensten Sachen. Inzwischen kann ich kaum noch weiter als 300m gehen und hab die verschiedensten MS-Symptome. Da mein Bauchgefühl es mir sagt, will ich das abklären lassen vom Spezialisten.
Was hab ich zu verlieren? Ich hab in den letzten 1,5 Jahren so stark abgebaut. Dafür höre ich auch immer wieder das Wort "untypisch". Also besser jetzt den Strohalm greifen und dafür Klarheit haben, als später immer die Ungewissheit haben, hätte es vielleicht was gebracht. Noch kann ich es mir leisten das zu klären.
Viele Grüße