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Zitat:Manchmal denke ich aber auch das wir da zu sehr selbstkritisch sind.
Diese Selbstkritik sehe ich beim anderem Lager eigentlich sehr, sehr, sehr selten.
Ich kenne einige Lippenbekenntnisse von Herrn Rauer, Herrn Fingerle, schlaflose Nächte ... .
Und wie selbstkritisch schätzt du die Lyme-Docs ein? Da kann ich leider auch nur wenig Demut erkennen.
Je mehr ich über die Borreliose weiss, desto mehr weiss ich, dass man fast gar nichts weiss.
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Aus #11
Zitat:Und wie selbstkritisch schätzt du die Lyme-Docs ein? Da kann ich leider auch nur wenig Demut erkennen.
Ich glaube die Antwort, die Überlegung dazu kann ich mir sparen.
Wenn Pitus Geschichte #3 die Runde gemacht hat, wird es wohl nur noch "Leitlinien Behandlungen" geben.
Der Anteil an Borreliose Behandlungen auf Privatabrechnung wir sicher noch weiter sinken.
Die Ärztegeneration z.Z. ist da anders drauf, als noch vor einer Generation.
Idealisten sterben gerade aus, so mein Gefühl?
Zitat:Zahl der Verordnungsregresse in den letzten Jahren rückläufig
Das hat zweierlei Gründe.
https://www.coliquio.de/wissen/praxisman...chkeit-100
Oder sind es 3 Gründe? (Das Kind einen anderen Namen geben)
Zitat:finanziellen Nachforderungen (ehemals Regresse) konfrontiert zu werden.
Aus:
https://www.kvbawue.de/praxis/verordnung...forderung/
Um noch einen Bezug zur Überschrift zu bekommen möchte ich diese Beiträge hier noch verlinken, danke.
https://forum.onlyme-aktion.org/showthre...#pid144928
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Zitat:Ich glaube, diese Thematik geht hier ein wenig am Ausgangspost vorbei....
Finde ich nicht unbedingt. Der Expertenstreit und die fehlende Forschung sowie unzuverlässige Diagnostik ist doch die Ursache, dass unter anderem Ärzte in Regress genommen werden. Ebenfalls dürfte es die Ursache sein, dass das Thema in entsprechenden Fortbildungen nicht angesprochen werden will. Man hat einfach keine wirklichen Infos. Und wo nichts ist, kann nichts weitergegeben werden.
Ärzte, die in Regress genommen werden, bekämpfen nur die Symptome, wenn sie nur noch privat abrechnen und mit den Fingern auf die anderen (Meinungsführer, deren Leitlinien, Fortbildungsveranstaltungen) zeigen. Sollten Sie nicht auch Druck bei der eigenen Gesellschaft (DBG?) machen, damit der Expertenstreit in eine Diskussion oder gar Zusammenarbeit übergeht? Wäre damit nicht mehr zu errreichen? Inwieweit macht sich die DGB Gedanken, den derzeitigen Zustand des Expertenstreits zu beeenden? Mit Öffentlichkeitsarbeit, die nur Behauptungen enthält, wird das jedenfalls nichts mehr.
Wem soll der Expertenstreit was nützen? Den Patienten sicher nicht. Und zum Streiten braucht es immer mindestens zwei Parteien. Die Art und Weise wie dieser Streit ausgetragen wird, ist unter jedem Niveau - und das meiner Meinung von allen "Experten".
LG, Regi
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Ich kenne die Ist-Situation. Es geht darum, was man tun oder verbessern könnte. Deshalb interessiert mich, was DBG tut, um das zu beenden oder zumindest zu entschärfen. Die heute Betroffenen ohne Privatversicherung oder Privatvermögen brauchen jetzt Lösungen. Bis endlich brauchbare Forschungsergebnisse vorliegen, sind wir längst tot, mal von den Jüngeren abgesehen. Aber sollen die jahrelang ein Leben führen wie wir? Natürlich ist es schwierig, sich mit Leuten an einen Tisch zu setzen, wo man weiss, dass sie schlecht über einen reden. Vielleicht muss man einfach mal für eine gute Sache über den eigenen Schatten springen. Hier gibts dafür ein Sprichwort: Der gschiter git na, der Esel bliibt stah.
Die Situation für die Patienten ist im Moment so:
Wer kein Geld hat, kann sehen wo er bleibt. Wer Geld hat, kriegt wenigstens eine Chance, aber mit unklarem Ausgang. Und dann gibts noch die Spezis, die die Borreliose als Goldgrube entdeckt haben und allerlei Schabernack verkaufen. Soll das jetzt ewig so weitergehen?
LG, Regi
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@Urmel: Das wurde schon an anderer Stelle gepostet und ja, die Borreliose ist augenscheinlich nicht bewiesen. Somit wird der Fall einen "Verhärteten" auch nicht überzeugen, obwohl es schwierig sein dürfte, eine alternative Erklärung zu liefern, die plausibler ist.
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Zitat:Eine Sammlung solcher Geschichten könnte ein Anfang sein, hier mehr Bewusstsein zu schaffen und bei untypischen Krankheitsverläufen auch Therapieversuche zu wagen.
Wo soll das ein Bewusstsein schaffen? Bei den Meinungsführern? Ihnen sind doch Fallberichte noch und noch bekannt, die allesamt Seltenheitswert haben sollen. Oder soll in der Bevölkerung ein Bewusstsein geschaffen werden (die eh nichts tut solange sie nicht selbst betroffen sind)? Oder bei den Betroffenen (die ohnmächtig ausgeliefert sind)?
Therapieversuch kann jeder haben, der genug Geld hat oder privatversichert ist.
Und was ist, wenn AB nicht heilen, sprich: ein halbwegs normales Leben nicht wieder hergestellt werden kann? Was kommt dann? Man wird damit alleine gelassen - oder abgezockt, egal ob Spezi oder Meinungsführer. Theorien zu Ko-Infektionen, anderen Ko-Morbiditäten, Symptombehandlung etc. haben mich persönlich nicht weitergebracht. Und wenn ich nicht ständig entsprechende Beiträge von anderen Chronikern hier im Forum überlese, dann bin ich nicht die Einzige. Ich verlange nicht, dass die DBG die Probleme der Chroniker löst. Betroffene, denen mit AB noch geholfen werden kann, sollten hingegen eine dem Verlauf angepasste Therapie bekommen, bevor es zu spät ist - unabhängig vom Geldbeutel oder Versicherungsstatus.
LG, Regi
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