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Borreliose und Aggressivität (meines Partners)
#11

Liebe Susy,

(30.05.2014, 07:22)suseregi schrieb:  Hallo,
ich bin neu hier im Forum und bin froh, dass es dieses Forum und euch gibt, denn ich habe ein Problem, das mich derzeit sehr belastet.
Es geht darum, dass mein Mann ungefähr seit 5 Jahren Borreliose hat.
Wir hatten immer eine sehr glückliche Ehe, seit ungefähr zwei Jahren hat sich seine Stimmungslage verändert. Meiner Meinung nach (und ich habe wirklich ganz viele Möglichkeiten durchdacht, woher es kommen könnte) muß diese Veränderung etwas mit seiner Erkrankung zu tun haben.

Die chronische Entzündung soll in der Tat zu einem Serotoninmangel führen. Serotonin ist unser "Glücks-und Wohlfühlhormon", wenn unser Gehirn zu wenig davon produziert, dann sind wir schlecht gelaunt, gereizt bis hin zu aggressiv und/oder antriebslos/depressiv. Tryptophan, eine Aminosäure, ist die Ausgangssubstanz von Serotonin. Da große Mengen Tryptophan für die Bildung von Entzündungsmediatoren (Zytokine) vom Immunsystem verbraucht werden, bleibt zu wenig davon für die Bildung von Serotonin.

Dr.Martina Lorenz, Psychiaterin und Neurologin, die sich auf die chronische Borreliose spezialisiert hat, erklärt das sehr gut:

http://www.borreliose-lorenz.de/oxidativer_stress.html

Man weiß übrigens jetzt, dass Depression mit chronischen Entzündungen im Körper einhergehen.

Zitat:Er ist eigentlich immer gereizt, agressiv, schlecht gelaunt. Ich habe ihn schon ganz lange nicht mehr entspannt und locker erlebt oder gut gelaunt.

Ich erbarme mich Deiner, denn ich erlebe das mit meinem Mann seit 9 Jahren. Dabei hat er keine Borreliose, aber jede Menge Stress in der Arbeit, mit unserem Sohn (oppositionelles Trotzverhalten) und mich.

Ich habe bis jetzt nichts gefunden, was die Situation entspannen könnte, denn eine Ehetherapie hat er bereits 2 Mal abgelehnt und zeigt keinerlei Einsicht. Dabei habe ich manchmal das Gefühl, dass sich hinter dieser Aggressivität eine latente Depression versteckt. Aber nie würde er das zugeben und zum Arzt gehen...

Zitat:Derzeit nimmt er ein Antidepressivum, citalopram, das ihn etwas dämpft, aber mehr als etwas dämpfen tut es nicht. Er selbst ist leider sehr uneinsichtig und widerspricht mir vehement, dass sich etwas an ihm verändert hat.
Ich wollte mal fragen, ob jemand ähnliche Erfahrungen gemacht hat und was man da tun kann ? Er ist leider nicht bereit, zu einem Neurologen zu gehen, da er keine Einsicht hat.

Schwierig. Seit wann nimmt er Citalopram? Denn SSRIs wirken meist erst nach 2-4 manchmal sogar erst 6 Wochen. Citalopram ist aber m.E. eher anregend, m.E. also bei Depression mit Aggressivität nicht das Mittel der Wahl. Vielleicht wäre ein dämpfendes AD wie Remergil besser geeignet.

Gute Besserung und liebe Grüsse
Sunflower


Lyme-Borreliose seit 2008

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Thanks given by: Amrei , Waldgeist


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