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Borreliose oder doch MS?
#1

Hallo Leute,

ich habe mich soeben hier im Forum angemeldet weil ich nicht mehr weiter weiß und ich hoffe mir kann hier jemand helfen.

Vor ca. 3 Monaten musste ich ins Krankenhaus wegen einer Sehnerventzündung. Ich wurde dann ziemlich schnell mit einer MS Verdachtsdiagnose abgestempelt wg. Läsionen im Schädel MRT / Wirbelsäulen MRT unauffällig und positiver Befund auf Banden im Liquor.

Jetzt aber zu dem eigentlichen Problem. Ich wurde nach meinen Symptomen abgefragt. Also die üblichen MS Fragen denke ich bezgl. Gefühlsstörungen etc. , habe ich aber nie gehabt.

Meine Symptome die vor ca. 4-5 Monaten anfingen äußerten sich eher wie folgt.

Als erstes...Kacken im Schulter/Nacken Bereich begleitet von Kopfschmerzen.
Bei Absichtlichem Knacken des Nackens wirkte dieses dann Schmerzentlastend im Kopfbereich.

Anschließend tierische Schmerzen der Ferse beim Auftreten. Konnte teilweise vor Schmerzen nicht mehr stehen.

Danach kamen auffällig viele Blaue Flecken an den Beinen dazu und aus dem nichts wurde ich allergisch gegen meine Edelstahlkette die ich lange vor den ganzen Symptomen aber schon trug.
Ich hatte dann einen erhobenen roten Kettenabdruck um den ganzen Hals und starken Juckreiz. Die Kette legte ich dann natürlich ab.
Tage darauf folte eine Art Neurodermitis unter der linken Achsel, welche bis heute wandert (nur eine kleine Stelle ca. so groß wie ein 20 Cent Stück. Jetzt befindet sich die Stelle über der linken Brust.
Ich bekam auch viele kleine Pusteln auf dem Bauch und im Brustbereich, welche aber inzwischen weg sind.

Es folgte eine kurze Phase ohne Symptome und dann während eines Umzuges ging es erst richtig los.
Ich bekam auf einmal aus dem nichts einen Stechenden Schmerz im linken Schultergelenk woraufhin ich die Schulter nicht mehr bewegen konnte.
Es war wie Blitzartig und wirklich aus dem nichts.
Nach 10 Minuten war das ganze wieder erledigt. Man mag meinen ich hätte zu schwer gehoben habe ich aber nicht. Es war mehr eine nervliche Belastung den Umzug zu koordinieren. Schwer gehoben habe ich nichts.

Die Woche darauf verschlechterte sich dann mein linkes Auge bis ich am 3. Tag so gut wie keine Rottöne mehr erkennen konnte und wenn ich etwas lesen wollte erschien der fixierte Punkt nur verschwommen.
Also Augenarzt , dann direkt Neuro ...Zack Verdacht auf MS Thema erledigt. 5 Tage Urbason bekommen und Auge nach 2 Tagen wieder okay.

So weit so gut...dafür hatte ich dann zunächst tierische Rückenschmerzen und Kopfschmerzen. Man sagte mir das dies von der Lumbalpunktion käme.

Also ich dann aber aus dem KH entlassen wurde bekam ich panische Angstzustände ich konnte nichts mehr alleine machen. Ich stand total neben mir und dann bekam ich die Nackenschmerzen meines Lebens ...ich war nurnoch am heulen und war schweiß gebadet im ganzen Schulterbereich. Als ich morgens aufwachte waren meine Schultern ganz kalt und nass. Dazu kam eine chronische Müdigkeit die mich teilweise auf der Stelle einschlafen ließ...Mitten am Tag.

Nach 3-4 Tagen besserte sich dieser Zustand aber die Nackenschmerzen blieben bestehen. Mittlerweile ist es so wenn ich das Kinn an die Brust lege und den Kopf dann versuche nach hinten zu beugen habe ich Schmerzen die einem Messerstich ähneln. Und das brennen des Nackens geht dann auch wieder los...ausstrahlend in dei Schultern.

Bis auf die Nackenschmerzen hatte ich ca. 1 Monat keine Beschwerden. Dann wie folgt. Schmerzen beim Bewegen des linken Handgelenkes bzw. Daumens, bei Berührung meines Ellenbogens stromartike Impulse in den kleinen Finger und den Ringfinger, sowie bei Beugen des Ellenbogens.
Ab und an auch wieder kurzes Stecken im linken Schultergelenk.
Dazu kommt zuckendes (flimmerndes) linkes Augenlid und wenn ich morgens aufwache Kacken sämtlicher Gelenke.

Aktuell habe ich außerdem eine abgeheilte Enzündung des rechten Ohrknorpels zu der zusätzlich eine weitere Entzündung kam (die noch besteht)...im gleichen Ohr genau über der vorher entzündeten stelle.
Desweiteren bestehen gerade grippeähnliche Syptome, die aber auch von der Copaxone Basistherapie kommen können die ich vor 3 Tagen begann.

Kann mir evtl jemand sagen ob das MS typische Symptome sind oder ob es evtl. eine Neuroborreliose sein kann.
Wenn ich nämlich im Netz recherchiere stoße ich immerwieder auf Borreliose nicht auf MS :(.

Ich will einfach nur endlich Hilfe. Mein Neurologe geht überhaupt nicht auf meine Symptome ein weil wohl nicht MS typisch. Sagt mir aber auch nicht was es sonst sein kann :(.
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#2

Hallo Nicks,

ganz herzlich willkommen in diesem Forum! Icon_fred_blumenstauss

Die Frage woran du erkrankt bist, wird dir hier natürlich niemand beantworten können.
Nach deinen Schilderungen, könnten aus meiner Sicht durchaus auch mehrere Erreger ursächlich für deine Beschwerden sein.

Sowohl eine Borreliose, als auch ein reaktivierter EBV und auch andere Herpes-Viren, können deratige Symptome auslösen.
Hinzu kommt, dass alle diese Infektionen auch parallel auftreten können.
Desweiteren muss es auch überhaupt keinen bakteriellen, oder viralen Hintergrund geben. Denn auch die unzähligen Rheumaformen und andere Autoimmunerkrankungen, können üble Symptome auslösen.
Im Grunde bleibt dir nichts anderes über, als weiter zu suchen und eine Differenzialdiagnostik anzustreben.
Wenn dein Neurologe nur mit den "Schultern zuckt", ist er da definitiv nicht der richtige Ansprechpartner.

Hier ist mal ein Link zu einem Forums-Thread, der sich mit der Abgrenzung MS und Borreliose beschäftigt.
http://forum.onlyme-aktion.org/showthrea...e+sklerose


Liebe Grüße

Leonie

Macht mit bei: www.onlyme-aktion.org

Wenn die Guten nicht kämpfen, werden die Schlechten siegen.
 

Platon
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#3

Hallo nicks und auch von mir ein liebes Willkommen.

Das was Du beschreibst kann auf jeden Fall auch ein infektiöses Geschehen ausgelöst haben, u.a. auch Borreliose.
Auch wenn im Liquor vielleicht keine Erreger gefunden wurden, so würde ich bei einem Arzt Deines Vertrauens auf eine umfangreiche Diagnostik drängen, in die Richtungen die Leonie schon erwähnt hat.

Die Neurologen machen sich das meist relativ einfach, da sie die infektologische Abklärung nicht übernehmen. Keine Antikörper im Liquor, kann nur MS sein.....

Ich habe vor kurzem eine Leitlinie gefunden, die aber genau das Gegenteil bestätigt und es wohl weitaus häufiger zu diesen Reaktionen kommt, als zu direkten Infektionen des ZNS

http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlin...n_2012.pdf

LG Rosa
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Thanks given by: urmel57 , Petronella , Extremcouching
#4

Zunächst erstmal danke für eure Offenheit.
Im MS Forum wurde ich schon belächelt und mir wurde ein Orthopäde nahegelegt.
Ich denke aber so einfach ist es tatsächlich nicht.
Ich vermute tatsächlich etwas bakterielles oder eine virale Infektion die sehr wahrscheinlich wieder aufgeflackert ist. Was es ist weiß ich nicht aber ich wehre mich so gegen die Diagnose MS.
Nicht weil ich es nicht wahrhaben will...im Gegenteil...würde ich mich bei einer wahrscheinlichen MS nicht gegen die Therapie wehren und alles daran setzen den Verlauf positiv zu beeinflussen.
Aber jetzt das große ABER...
ich kann mich einfach mit den Syptomen einer MS nicht identifizieren...bzw. die können ja noch kommen...aber bei mir kommen ja seit der Sehnerventzündung immer mehr tatsächlich körperliche Sypmtome dazu...die man entweder auf der Haut sehen oder fühlen kann...oder eben hören wenn der Nacken oder die Gelenke knacken. Und da kann mir mein Neurologe doch nicht im Ernst sagen das ist iwie alles nicht mit der MS vereinbar. Ja ach nee!!!
Ich hatte übrigens noch vergessen dass ich sehr schnell agressiv werde, was sich ebenfalls nach meinem Krankehausaufenthalt nach Urbasongabe extrem verschlechtert hat. So stand ich zum Beispiel an der Kasse eines Supermarktes und bin komplett an die Decke gegangen weil nur eine Kasse geöffnet war und ich so lange warten musste. (Ich meine es gibt Menschen die sich darüber beschweren und laut werden) aber ich gehörte bisher nicht zu dieser Sorte. Auch für meine Beziehung ist das nicht einfach, denn auch mein Partner konnte eine deutliche Wesensveränderung feststellen.
Mir erscheint das alles in jedem Fall sehr merkwürdig.
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#5

(30.09.2013, 13:54)Nicks1510 schrieb:  Im MS Forum wurde ich schon belächelt und mir wurde ein Orthopäde nahegelegt.
Ich denke aber so einfach ist es tatsächlich nicht.

Hallo Nicks,
so einfach ist es mit Sicherheit nicht. Die Diagnose MS ist eine Ausschlussdiagnose, das heißt, wenn die Neurologen nichts Genaueres wissen, dann hast du relativ schnell die MS-Diagnose. Erschwerend kommt hinzu, dass die Neurologen die Erkrankung Borreliose nicht Ernst nehmen und somit erst oft gar nicht in Erwägung ziehen. Bei einer Sehnerventzündung wird eh sehr schnell Richtung MS gedacht, obwohl sie z.B. auch bei der Borreliose vorkommen kann.
Bei einigen deiner Symptome werde ich aber schon auch hellhörig und würde das auf jeden Fall Richtung Borreliose abklären lassen.
Ich kann dir nur empfehlen, dir alle Untersuchensergebnisse (auch die von der Liquoruntersuchung- aushändigen zu lassen. Die Interpretation der Neurologen von Untersuchungsergebnissen kann manchmal ganz schön unterschiedlich sein. Damit würde ich dann auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen, der sich auf Borreliose spezialisiert hat. Neurologen sind da in den meisten Fällen nicht die richtigen Ansprechpartner. Anfragen zu Ärzten kann man ütrigens hier im Forum stellen.

Hast du Borreliose-Antikörper im Serum gehabt?
LG Niki

Gehört zu den Onlyme-Aktivisten: www.onlyme-aktion.org
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Thanks given by: urmel57 , leonie tomate , Petronella
#6

Hallo Nicks,

auch von mir herzlich willkommen hier. Ich habe bei deinen Schilderungen noch ein paar Verständnisfragen.

Zitat:Ich wurde dann ziemlich schnell mit einer MS Verdachtsdiagnose abgestempelt wg. Läsionen im Schädel MRT / Wirbelsäulen MRT unauffällig und positiver Befund auf Banden im Liquor.

Wurden denn Läsionen im Schädel gefunden und wenn ja welche? Welche postitven Befunde auf Banden im Liquor gibt es? Auf welche Erreger wurde untersucht? (Liquor und im Blut)

Hast du dir alle Befunde in Kopie aushändigen lassen? Das könnte vielleicht für dich hilfreich sein, wenn du konkreter hier nachfragen möchtest.

Ebenso interessant wäre es sicherlich, ob diese Ereignisse zeitlich mit Zeckenstichen zu sehen sind, welche Beschwerden es vorher schon gab etc. .

Normal ist es jedenfalls nicht, dass man mit solchen Symptomen herumläuft und vollkommen normal ist es, dass man die Ursachen erforschen sollte. Das ist mit einem Kopfschütteln, der ich-weiß-nicht- Krankheit nicht getan.

Differentialdiagnostik allerdings gehört auch dazu und da gehört durchaus der Orthopäde dazu (Wobei der sicherlich nicht die blauen Flecke erklären kann - wird sich ja nicht um eine Schägerei gehandelt haben)

Aber Masern, Röteln oder Scharlach hattest du nicht zufällig vorher? Das ist meine spontane Assoziation mit den Ausschlägen, die du schilderst.

Es wäre durchaus schon interessant mal all diese Dinge miteinzubeziehen. Das eine muss auch nicht unbedingt was anderes gleich ausschließen. Es gibt einfach sehr viele Infektionskrankheiten, sonstige Erkrankungen, die man mitbetrachten muss. Ansprechpartner wäre für mich dann auch ein guter Allgemeinmediziner, der sich intensiv darum bemüht Ursachenforschung zu betreiben. Warst du im Ausland, hast du Kontakt zu Tieren etc. , eine Rundumanamnese eben. Neurologen sind für meinen Geschmack bereits zu stark in einer Richtung fixiert.

Liebe Grüße Urmel

Mitglied bei => Onlyme-Aktion.org

Lass das Verhalten anderer nicht deinen inneren Frieden stören (Dalai Lama)
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#7

Das ist es ja ich weiß nicht was ich im Serum habe. Der Informationsfluss zwischen den behandelnden Ärzten und mir war leider sehr mager. Was ich auf Anfrage hin weiß ist dass ich poitive Banden im Liquor hatte aber das hat ja auch noch nichts zu heißen bzw daraus ergibt sich ja keine Schlussfolgerung warum diese da sind, nur eben dass ein entzündlicher Prozess im Gange ist.

Mir wurde nach meinem KH Aufenthalt noch einmal Blut abgenommen um Borreliosen auszuschließen.
Leider aber sind meine Ergebnisse jetzt angeblich nicht mehr auffindbar. Somit starte ich grade von NULL weil ich mir eben jetzt auch andere Ärzte suche.

Ist übrigens nicht das erste Mal das was weg kam bzw schief lief. Die erste Blutabnahme wurde sogar falsch etikettiert also mit den Proben eines anderen Patienten verwechselt. Was ich auch schon ziemlich traurig finde. Es ist so unfassbar eigentlich wie man als Patient behandelt wird.
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Thanks given by: Niki
#8

Zitat:Leider aber sind meine Ergebnisse jetzt angeblich nicht mehr auffindbar

Das würde ich so nicht hinnehmen, Nicks.
Wende ich an deine Krankenkasse, die haben für diese ganzen Untersuchungen viel Geld bezahlt.
Kann sein, dass das den Eifer der Befundauffindung erhöht. Angry

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Platon
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Thanks given by: Niki , Petronella , Filenada
#9

Zu Urmels Frage.
Ja ich hatte Läsionen im MRT die wohl auch die Mc Donald Kriterien erfüllten.
Und zu dem Bandenbefund kann ich gar nichts sagen nur eben dass dieser positiv war.
Bin grad dabei mir die Mühe zu machen mal alle Befunde einzusammeln. Von alleine tut sich da ja leider nichts bzw. wie vorher schon geschrieben wurden auch schon Befunde verschlampt :(.
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Thanks given by: urmel57 , Niki
#10

wenn es noch nicht allzu lange her ist, hat das Labor übrigens noch die Ergebnisse und dann kann man nachfragen.

Ansonsten schüttelt es mich gerade. Aber was will man auch erwarten, wenn an allen Ecken und Enden gespart wird.

Auf jeden Fall aber dran bleiben - so ne Schlamperei geht gar nicht. Besorg dir alles - du hast da ein REcht drauf, auch alle MRT-Bilder. Musst höchstens was für die CD zahlen.

LG und alles Gute

Niki

Gehört zu den Onlyme-Aktivisten: www.onlyme-aktion.org
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Thanks given by: urmel57 , leonie tomate , Petronella


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