07.07.2017, 15:18
Guten Tag,
ich bekam letzten Sonntag die Diagnose Polyneuropathie unklarer Genese. Somit möchte ich im Folgenden meine Krankengeschichte darstellen:
ich bin männlich 29 und sportlich aktiv. Gehe wöchentlich joggen, ins Fitnessstudio und in die Sauna nehme keine Medikamente und habe keine Vorerkrankungen. Im Februar dieses Jahres merkte ich eine leichte Gangunsicherheit beim Wandern, die ich allerdings auf fehlendes Training zurückführte. Die Gangunsicherheit zeigte sich nur ab und an und war recht harmlos. Zusätzliche Ausfallschritte bei schwierigem Gelände waren notwendig.
Seit Mai trat die Gangunsicherheit dann permanent auf. Der gesundheitliche Verfall begann dann mit nicht zu lokalisierten Zahnschmerzen. Da die Schmerzen auch nach Tagen noch persistent waren ging ich zum Zahnarzt. Dieser konnte im Röntgenbild nichts ausmachen. Die Zahnschmerzen gingen und ich bekam ganz plötzlich unglaubliche Müdigkeitsanfälle tagsüber. Die Konzentration war stark reduziert und ich konnte nicht mehr arbeiten. Gleichzeitig zeigte sich eine starke Antriebslosigkeit, was für mich eine völlig neue Erfahrung war. Bin ich doch sonst jemand der stets voller Tatendrang ist ;-). Die Augen waren besonders schwer und ich schwitze seit dem unverhältnismäßig viel. Vor allem habe ich häufig nachts Schweißausbrüche. Ich ging mit dem Beschwerdebild zum Hausarzt. Das Blutbild war unauffällig und er führte es auf einen ausklingenden Infekt zurück. In der folgenden Woche bekam ich Beschwerden in den großen Gelenken Knie und Ellbogen bei Belastung. Eine Woche später begannen die Beine beim Laufen zu verkrampfen und es begann sich ein dumpfer muskelkatermäßiger Schmerz in Ruhe zu manifestieren. Wenig später begann ich auch Einschränkungen in den Armen und Händen zu bekommen. Fehlende Feinmotorik, fehlende Armkraft und Sehnenschmerzen in den Fingern. Gerade am Morgen fiel es mir schwer aufzustehen, es herrschte eine bleierne Müdigkeit in Armen und Beinen. Ein Neurologe überwies mich ins Uniklinikum, da die NLG nicht in Ordnung war. Es stellten sich erste sensible Störungen im Bein ein: leichte Temperaturmissempfindungen. In der Uniklinik ( 6 Wochen nach Erstsymptomen) wurde dann eine Polyneuropathie unklarer Genese diagnostiziert. Es wurde EMG /NLG / CT / Blutbild /Liquor und MRT ausgewertet. Einzig EMG/NLG war auffällig mit einer axonal demynelarisierenden Schädigung. Bekannte Ursachen einer Polyneuropathie wurden diagnostisch ausgeschlossen. Ein B12 und Fölsaure Mangel wurde im Blutbild gefunden, welche nach Aussage der Ärzte allerdings nicht ursächlich zu betrachten sind. Meine Muskelkraft schwindet weiter dahin. Treppen steigen wird zu einer Herausforderung, genau wie Zähneputzen. Kann dies an dem langen Krankenhausaufenthalt liegen (2 Wochen)? Welche Ursache könnte diese Polyneuropathie haben? Ich grübele immer wieder, ob nicht doch meine Borreliose (6 Zeckenstiche )aus dem Vorjahr die Ursache sein könnte? Wurde jedoch in der Klinik eindeutig ausgeschlossen. Ich würde mich wirklich über eure Hilfe freuen. Fühle mich von den Ärzten ein wenig allein gelassen. Bin krankgeschrieben, da meine Beine einen ganzen Arbeitstag nicht durchhalten. Für mich unvorstellbar, dass ich vor 2 Monaten noch ohne große Beschwerden am Leben teilnahm. Ich bleibe optimistisch in naher Zukunft wieder vollständig genesen zu sein und würde mich freuen wenn ihr eure Ideen und Gedanken mit mir teilt.
Grüße,
Jens
ich bekam letzten Sonntag die Diagnose Polyneuropathie unklarer Genese. Somit möchte ich im Folgenden meine Krankengeschichte darstellen:
ich bin männlich 29 und sportlich aktiv. Gehe wöchentlich joggen, ins Fitnessstudio und in die Sauna nehme keine Medikamente und habe keine Vorerkrankungen. Im Februar dieses Jahres merkte ich eine leichte Gangunsicherheit beim Wandern, die ich allerdings auf fehlendes Training zurückführte. Die Gangunsicherheit zeigte sich nur ab und an und war recht harmlos. Zusätzliche Ausfallschritte bei schwierigem Gelände waren notwendig.
Seit Mai trat die Gangunsicherheit dann permanent auf. Der gesundheitliche Verfall begann dann mit nicht zu lokalisierten Zahnschmerzen. Da die Schmerzen auch nach Tagen noch persistent waren ging ich zum Zahnarzt. Dieser konnte im Röntgenbild nichts ausmachen. Die Zahnschmerzen gingen und ich bekam ganz plötzlich unglaubliche Müdigkeitsanfälle tagsüber. Die Konzentration war stark reduziert und ich konnte nicht mehr arbeiten. Gleichzeitig zeigte sich eine starke Antriebslosigkeit, was für mich eine völlig neue Erfahrung war. Bin ich doch sonst jemand der stets voller Tatendrang ist ;-). Die Augen waren besonders schwer und ich schwitze seit dem unverhältnismäßig viel. Vor allem habe ich häufig nachts Schweißausbrüche. Ich ging mit dem Beschwerdebild zum Hausarzt. Das Blutbild war unauffällig und er führte es auf einen ausklingenden Infekt zurück. In der folgenden Woche bekam ich Beschwerden in den großen Gelenken Knie und Ellbogen bei Belastung. Eine Woche später begannen die Beine beim Laufen zu verkrampfen und es begann sich ein dumpfer muskelkatermäßiger Schmerz in Ruhe zu manifestieren. Wenig später begann ich auch Einschränkungen in den Armen und Händen zu bekommen. Fehlende Feinmotorik, fehlende Armkraft und Sehnenschmerzen in den Fingern. Gerade am Morgen fiel es mir schwer aufzustehen, es herrschte eine bleierne Müdigkeit in Armen und Beinen. Ein Neurologe überwies mich ins Uniklinikum, da die NLG nicht in Ordnung war. Es stellten sich erste sensible Störungen im Bein ein: leichte Temperaturmissempfindungen. In der Uniklinik ( 6 Wochen nach Erstsymptomen) wurde dann eine Polyneuropathie unklarer Genese diagnostiziert. Es wurde EMG /NLG / CT / Blutbild /Liquor und MRT ausgewertet. Einzig EMG/NLG war auffällig mit einer axonal demynelarisierenden Schädigung. Bekannte Ursachen einer Polyneuropathie wurden diagnostisch ausgeschlossen. Ein B12 und Fölsaure Mangel wurde im Blutbild gefunden, welche nach Aussage der Ärzte allerdings nicht ursächlich zu betrachten sind. Meine Muskelkraft schwindet weiter dahin. Treppen steigen wird zu einer Herausforderung, genau wie Zähneputzen. Kann dies an dem langen Krankenhausaufenthalt liegen (2 Wochen)? Welche Ursache könnte diese Polyneuropathie haben? Ich grübele immer wieder, ob nicht doch meine Borreliose (6 Zeckenstiche )aus dem Vorjahr die Ursache sein könnte? Wurde jedoch in der Klinik eindeutig ausgeschlossen. Ich würde mich wirklich über eure Hilfe freuen. Fühle mich von den Ärzten ein wenig allein gelassen. Bin krankgeschrieben, da meine Beine einen ganzen Arbeitstag nicht durchhalten. Für mich unvorstellbar, dass ich vor 2 Monaten noch ohne große Beschwerden am Leben teilnahm. Ich bleibe optimistisch in naher Zukunft wieder vollständig genesen zu sein und würde mich freuen wenn ihr eure Ideen und Gedanken mit mir teilt.
Grüße,
Jens