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Geschichten zum Advent
#1

Diese Geschichte erzähle ich in Anlehnung einer Geschichte, die ich vor langer Zeit in einer Bibliothek gefunden hatte. Ich war im Urlaub mit einem Schiff auf einer Insel gelandet. Dort stand ein großes Haus und auf der Steinveranda saßen zwei Männer und betrachteten sich den Sonnenuntergang, wie die Sonne im Meer versank. Einer davon war alt, der andere uralt. Ansonsten gab es niemanden auf der Insel. Trotzdem waren die Männer glücklich. Ich kam ins Gespräch mit ihnen und sie erzählten mir eine Geschichte:

Diese Insel ist nicht besonders groß. Aber sie war einmal unterteilt in eine Osthälfte und eine Westhälfte dazwischen war ein hoher Berg, der auf der Westhälfte in einer Steilwand abfiel. Dort lebte ein Mann der hieß Borrelius und seine Frau. Diese bekamen einen Sohn, den nannten sie Lyme.

Als der Sohn noch sehr klein war, ging der Vater in die Berge auf die Jagd, verirrte sich und fiel die Steilwand hinunter. Er überlebte den Sturz aber fand keinen Weg um zurück zu kommen. Die Frau dachte, da er nicht mehr zurückkam, er wäre tot. In stiller Trauer lebte sie nun auf der Osthälfte weiter, bis der Sohn erwachsen war, dann starb sie. Über ihren Mann hatte sie nie mit dem Sohn gesprochen und in die Berge durfte der Sohn nie gehen.

Lyme war nun sehr einsam und schaute jeden Tag hinaus aufs Meer, sah, wie die Sonne im Osten aufging und am Mittag hinter dem Berg unterging. Er traute sich auch nicht in die Berge. Weil er so einsam war fing er immer öfter an, laut zu singen. Dies hörte Borrelius auf der Westseite und wunderte sich, da es die Jahre zuvor so still war. So rief der Vater laut und der Sohn antwortete.

Mit der Zeit fingen die beiden an, sich jeden Tag durch Zurufe zu unterhalten. Doch eines Tages kam es zum Streit. Der Sohn rief, „hast du eigentlich schon mal gesehen, dass die Sonne wunderschön aussieht, wenn sie aus dem Meer aufsteigt“. Daraufhin entgegnete der Vater, „das ist doch Unsinn, die Sonne versinkt im Meer, sie geht doch nicht dort auf.“ Der Streit wurde heftiger und jeder beharrte auf seiner Ansicht. Da wurde es Borrelius irgendwann zu dumm und schmiss Steine über den Berg. „Sei endlich ruhig und behaupte nicht solchen Unsinn“ rief er. Daraufhin wurde auch Lyme zornig und fing an Stein zurückzuwerfen, er wollte sich nicht von seinem Vater beleidigen lassen.

So ging das über Wochen, Monate und Jahre und sie sprachen kaum noch ein Wort miteinander, nur die Steine wurden heftigst geworfen und der Berg wurde mit der Zeit immer kleiner. Da kam der Vater irgendwann auf den Gedanken und sprach. Wir streiten uns nun über Jahre, wer nun recht hat, der Berg ist nun so niedrig, komm doch rüber und schau selbst nach. Der Sohn zögerte, denn er wusste ja was er sah, die Sonne stieg jeden Morgen aus dem Meer empor und in die Berge traute er sich nicht. Aus lauter Zorn warf er gleich wieder eine ganze Ladung Steine rüber. Und so ging das noch eine ganze Weile hin-und her.

Der Berg wurde immer niedriger und selbst die Steilwand war nur noch eine kleine Klippe. Da konnte Borrelius, der jetzt nicht mehr ganz so jung war, nun mit Mühe hinaufklettern und zur anderen Seite blicken. Eines Tages ging er noch im Morgengrauen auf den Berg und schaute hinunter. Da sah er, wie die Sonne aus dem Meer aufstieg. Still ging er den Berg hinunter und umarmte seinen Sohn Lyme. Zusammen weinten sie beim Sonnenaufgang. Sie hatten sich sehr viel zu erzählen. Er hatte ganz vergessen, dass er in seiner Jugend auch diesen Sonnenaufgang schon gesehen hatte. Dann stiegen sie auf die andere Seite der Insel hinüber und betrachteten wie die Sonne im Meer versank.

Am nächsten Tag machten sie sich daran, die restlichen Steine vom Berg wegzuräumen. Sie bauten sich ein großes Haus. Das dauerte auch noch einige Jahre. Aber nun, wo sie beide schon alt sind, sitzen sie auf ihrer Steinveranda und betrachten jeden Morgen und jeden Abend, wie sich die Sonne aus dem Meer erhebt und abends wieder versinkt. Niemand, der dort mit einem Schiff vorbeikommt glaubt, dass es je anders war.

Erzählt von Urmel

Mitglied bei => Onlyme-Aktion.org

Like a bird on the wire
Like a drunk in a midnight choir
I have tried in my way to be free (Leonard Cohen)
 
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#2

Danke, liebes Urmelchen...
Helena

Ich lasse mich von niemandem verbiegen.
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Thanks given by: Oolong
#3

Ich weiß nicht wie es euch geht, wenn die Weihnachtsfeiern sich anhäufen, der Magen eigentlich nichts mehr aufnehmen möchte. Dies Geschichte ist mir heute über den Weg gelaufen und ich habe sie aufgeschrieben.

Die grünen Wiesen auf der anderen Seite des Zaunes. Sie locken und duften, verheißen all das, nach was ich mich schon immer gesehnt habe. Ein Sprung, ein großer Satz und schon bin ich drüber gesprungen.

Den Muff der zertrampelten Wiese hinter mir gelassen, wälze ich mich in der Sonne und fresse mir den Bauch voll, bis er schmerzt. Als ich aufwache stelle ich fest - ich bin nicht mehr alleine, das ist schön. Ich hasse das Alleinesein. Alle anderen fressen sich ebenso die Bäuche voll und liegen weich auf dem herrlich duftenden Gras und den bunten Blumen. Es ist ein schöner Anblick. Abends gehen wir in die schön hergerichtete Hütte und machen es uns gemütlich, die Krippe ist gefüllt, das Wasser klar und sauber.

So geht es 5 Tage lang. Aber was ist passiert, das Wasser fängt an trübe zu werden, das Gras ist nicht mehr so grün und die ersten Beschweren sich, weil sie Hunger haben. Ich blicke zurück in die andere Richtung - und was sehe ich, da wo es vor kurzem noch so grau war, da sprießen doch schon wieder grüne Hälmchen. War es vielleicht doch da drüben nicht so schlecht? Icon_xmas_kilroy

Die Moral von der Geschichte: Solange das Gras wächst, ist die Seite des Zaunes nicht so wichtig, es sein denn, der Kufladen liegt direkt vor dem eigenen Maul. Hauptsache, die Rindviecher, die das Gras zertreten haben, gehen mal auf die andere Seite, damit es nachwachsen kann aber reize den Stier nicht. Icon_winkgrinIcon_winken3


Ich wünsche Euch einen schönen Adventssonntag [Bild: d058.gif]
Liebe Grüße vom Urmel

Mitglied bei => Onlyme-Aktion.org

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Thanks given by: Oolong , shane , Amelie 46
#4

Geschichten zu Ostern fand ich nicht, muss man sich Sorgen machen?
http://forum.onlyme-aktion.org/showthread.php?tid=1161
http://zitate.net/sorgen.html
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Thanks given by: irisbeate , urmel57
#5

Hallo, wo hast du denn gesucht? Und bist du sicher, daß man zu Ostern Geschichten sucht? Ich kenne das mit Eiern, aber Vorsicht, wer zu Ostern Eier sucht, hat Weihnachten die Bescherung ... oder so ... [Bild: ostern(78).gif]

Also, sorglos ins Wochenende gehen und um mich auch keine Sorgen machen, mir ist dieser Satz oben nur mal so rausgerutscht ... [Bild: ostern(229).gif]
Oolong

Geduld und Gelassenheit des Gemüts tragen mehr zur Heilung unserer Krankheit bei,
als alle Kunst der Medizin.


Wolfgang Amadeus Mozart
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Thanks given by: FreeNine , Extremcouching , fischera
#6

Kurzgeschichte zu Ostern nächträglich,

Wenn der Osterhase kommt,
Meldet sich die borre prompt,
Hier ein Ei, da ein Ei,
Macht mehr borrelien eins, zwei, drei......

Liebe Grüße konny

Um Ostern rum geht's mir immer a bissele schlechter, daher!

Misserfolge sind keine Schande, Angst vor Misserfolgen schon!
Lass dich nicht unterkriegen, sei frech und schlau und wunderbar(Astrid Lindgren)
Gehört zu den Onlyme-Aktivisten: www.onlyme-aktion.org
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Thanks given by: Extremcouching , Antje 1973 , Oolong
#7

Biggrin

Ich bin dabei: OnLyme-Aktion.org
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Thanks given by: ynnok , Oolong
#8

So und weil ich grad so gut drauf bin ...Heute die erste Motorrad Tour (nur als Sozius)

Und ist das Osterfest vorbei
Gibts Antibiotika eins,zwei drei
Es platzt ein Ei ,dann noch ein Ei
Vllt ist es mit der Borre dann vorbei
Und sollten die Viecher dann noch mukken
Werden sie unter Tini und Artemisia nur noch zucken
Und sollten sie es weiter wagen
Werden wir den Spezi fragen
Wir lassen uns nicht unterkriegen
Viecher auf den Rücken und bleibt so liegen

Sorry ihr lieben
Aber das sprudelte gerade so raus

Ich finds ganz gut gelungen

Schönes WE
Antje
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Thanks given by: ynnok , Extremcouching , Oolong
#9

Super, suuupppeeerrr!

Antje,

Wirklich gelungen!
Mein Versle isch a ostereile, deins isch a gefülltes Osterei!

Alles liebe konny

Misserfolge sind keine Schande, Angst vor Misserfolgen schon!
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Thanks given by: Antje 1973 , Extremcouching , Oolong , urmel57
#10

Früher war alles anders/besser.
Zitat:May Warden und Freddie Frinton in "Dinner for One": Wie jedes Jahr feiert "Miss Sophie" zusammen mit ihren imaginären Freunden ihren 90.
Schon vor Jahren kam einiges durcheinander siehe #4 +

Wie mag es wohl 2017 um den Osterhasen stehen, wenn ich so was lese Huh

Zitat:Münster (dpo) - Diese Zahlen schockieren: Laut einer Studie von Wissenschaftlern der Universität Münster haben 62 Prozent aller Kinder zwischen zwei und acht Jahren ein völlig falsches Bild vom Weihnachtsmann. Sie glauben, dass der Weihnachtsmann gelbe Klamotten trägt und ein DHL-Schriftzug seinen Anzug ziert. mehr...

Zitat:Kiel (dpo) - Ist das noch gesund oder schon Tierquälerei? Eine 26-Jährige aus Kiel ernährt ihr Kaninchen nach eigenen Angaben bereits seit rund einem Jahr komplett vegan. Kritiker werfen der Frau, die selbst Veganerin ist, nun vor, das Wohl ihres Haustieres bewusst zu gefährden.

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http://www.der-postillon.com/2017/02/veg...nchen.html
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Thanks given by: urmel57


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