Was hat der Rheumatologe bei euch untersucht?
#1

An diejenigen, die schonmal bei einem Rheumatologen waren, wäre meine Frage, was der bei euch untersucht hat.

Ich war vor über zwei Jahren bei einer, dort wurden ANA, ANCA, Anti-CCP, RF und irgendein HLA-DR, dazu Standardlabor gemacht.

Mich würde interessieren, ob das das normale Prozedere ist. Weil an sich braucht man da wirklich keinen Rheumatologen dafür und diese Werte wurden vorab sogar u.a. vom Hausarzt bestimmt (außer dieses HLA-DR irgendwas).

Ich hätte mich gerne mal Richtung autoimmune Prozesse zum Ausschluß untersuchen lassen, da gibt es prinzipiell eine Menge, z.B: AAk gegen Ganglioside, Phospholipide und anderes was bei FM und CFS z.B. angezeigt wäre. Leider weiß ich nicht an welchen Arzt man sich da wenden soll und selber zahlen will ich das auch nicht.

Eine Frage wäre noch wie sicher man einen autoimmunen Prozess ausgeschlossen hat, wenn ANA, ANCA, RF negativ sind und ob man das ggfs. auch in einer Lymphozytendifferenzierung sehen könnte (z.B aktivierte T-Zellen, etc.).
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#2

Hi Marcus,
Ich war im März beim Rheumatologen.
getestet wurde:

Chemie=Albumin,Alkalische Phosphortase,Bilirubin, Eiwreiß, Gesamteiweiß,Ferritin,Gammaglutamyltransferase,Glucose, GOT,GPT, Harnsäure, Kreatin,Lactatdehydrogenase.

Frei=HLA-B27 (PCR)war bei mir pos.
Aceton,Alpha-1-Globin,Alpha-2-Globin,Beta Globin-Wert +nach einer Stunde,Anti-CCP,C-reaktives Protein,Gamma-Globulin, Histone,pH-Wert, Rheumafaktor IgM,Spezifisches Gewicht,Amophes Urat, Urobilinogen,Vit.D (25 (OH)D).

Gr.BB=
Erythrozyten Tpt/l,Eryrthrozyten Ery,Hämoglobin,Hämathokrit,MCH (Hb/E),MCHC,MCHC,Thrombozyten,Leukozyten,2x,Neutrophile,Monozyten,Lymphozyten,Basophile,Eosinophile.

Gr, Harnstatus=Hyaline Zylinder,Bakt.,Nitrit,Plattenepithilien.

Gr. ANA/ENA=CENP-Ak (Centr.Prot.Komp.)Jo1-AK (Histidyl,tRNA),La/SS-B-Ak (Lane-Antigen),RNP-Ak (Ribonukleoprotein),Ro/SS-A-Ak (Robert-Antigen),Scl-70-Ak (Sleroderma-AG),Sm-Ak (Smith Antigen),Antinukleäre Ak (IFT).

Das war es, frag mich bitte nicht was das alles ist.

Mein pos. HLA-B27 , gibt es wohl bei ca. 10% der Bevölkerung.
Auffälligkeit für Autoimunerkrankung, erkranken seltener an Grippe und HIV, er tritt oft bei Gelenkentzyndungen und Blasenetzündungen auf,überreagierendes Immunsystem.

Ich hoffe du kannst damit etwas anfangen
Lg Ratte
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#3

@Ratte - Privat versichert oder gesetzlich ?

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hanni

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#4

Ich bin gesetzlich versichert.
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Thanks given by: hanni
#5

Hallo,

rentiert es sich mit Borreliose zum Rheumatologen zu gehen?

Glaub das ist die einzige Spezies die ich bis jetzt ausgelassen hab.
Aber liegt auch am fehlenden Rheumatologen hier am Ort bzw nur einer der nicht Jeden nimmt.

Was geschied dann an Therapie?

[/font]Gruß AuchDa
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#6

Nachdem ich meine "Spät"-Diagnose Borreliose hatte, eine Behandlung, die kurzzeitig sehr gut anschlug und danach wieder Symptome auftraten, schlug mir der Professor der Infektionsmedizin (Uni) eine stationäre Ausschlussdiagnostik in der Rheumatologie vor. Es wurde sehr viel gemacht, um den Verdacht einer Myositis mit kardialer Beteiligung zu untermauern (EEG, EMG, MRT und Muskelbiopsie). Jedenfalls kam dabei nichts handgreifliches raus, d.h. die Myositis konnte nicht nachgewiesen werden. Womit für mich soweit eine rheumatologische Ursache ausgeschlossen war.
Die Uni empfahl trotzdem eine Cortisontherapie. Huh

Interpretiert wurde es nun als seltene Erkrankung, denn Borreliose war ja laut der Rheumatologen behandelt.

Ca. 5 Jahre lies ich per Überweisung eine Lymphozytendifferenzierung dort ambulant durchführen. Allerdings ist die Interpretation ein Hammer, nämlich = Null. Das einzige, das ich damit weis, dass ich ein MLB-Mangel habe. Und mein Allgemeinarzt hat mir erklärt dass Entzündungszeichen herauszulesen sind, aber man kann sie keiner Krankheit zuordnen. ...

PS. Als Therapie wollten mich letztere wieder in eine Klinik zur weiteren Untersuchung überweisen. Da habe ich dankend abgelehnt.
Durch Überweisung meines Hausarztes (auf meine Bitte) wurde die Lymphozytendifferenzierung durchgeführt als Kassenleistung. Allerdings war es schwer eine geeignete Praxis dafür zu finden, da wir hier keinen Immunologen haben. Die Onkologischen Praxen machen wohl auch so was, aber die hatten es nicht mal nötig, eine Rückmeldung zu geben. Undecided (Verdienen wohl an Chemo viel mehr.)
Die eine Praxis hatte einen bruchteil der Lymphozytendifferenzierung durchgeführt.

“Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.” Mahatma Ghandi

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#7

Hallo Markus,

ich war im Nov. beim Rheumatologen zum Ausschluß einer entzündlichen rheumatologischen Erkrankung.

Hier mal die Abkürzungen der bei mir getesteten Werte, vll. kannst Du damit was anfangen:

Leu, HGB, Erys, Hämatokrit, MCV, MCH, MCHC, Thromb, Neutro , Mono, Eos, Baso, Lympho,

GOT (ASAT), GPT (ALAT), Gamma GT, alk. Phosphatase,

Kreatinin, GFR, Harnstoff, und -säure, K, Na, Ca, Eisenwerte

Albumin, alpha-1 und 2, beta und gamme Globulin,

CK, BKS, CRP, RF, CCP-Ak, HLAB27 (bei mir negativ), Yersinien, Clam. Tra und noch einige Urin-Werte

Da ich mich nur mit den abweichenden Werten beschäftigt habe, kann ich jetzt auch nicht sagen, was das jeweils alles ist.

@ AuchDa: bei mir gings nur um den Ausschluß einer rheumatologischen Erkrankung. Wäre diese nachgewiesen worden, wäre in diese Richtung weiterbehandelt worden. Grund für die Untersuchung waren Gelenkschmerzen, v.a. zunehmende Schmerzen in der Hüfte.

LG

jane17
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#8

(10.06.2018, 13:38)jane17 schrieb:  Da ich mich nur mit den abweichenden Werten beschäftigt habe, kann ich jetzt auch nicht sagen, was das jeweils alles ist.

Alles 0815, dazu braucht man keinen Spezialisten. Bei ratte sind einige Werte die mir so adhoc nichts sagen. Mir scheint aber der Besuch bei einem Rheumatologen wenig sinnvoll. Es würde mir ja um den Ausschluß eines autoimmunen Prozesses gehen, aber halt nicht nur bezogen auf die 0815 Gelenksachen.
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Thanks given by: Die Ratte
#9

PS.
Nachdem ich nun schon seit 2010 AU geschrieben werde, bin ich ganz froh, dass die Ausschlussdiagnostik auf rheumatologischer Basis durchgeführt wurde, denn ich habe was vorliegen und kann mich immer darauf berufen.
Selbst die neue Neurologin, spricht das Wort Borreliose zwar nicht aus, aber beruft sich auf die Ausschlussdiagnostik der Uni usw. Zumal die Borreliose-Diagnostik (im Spätstadium) und dieser Ausschluss in der gleichen Klinik erfolgte.
Also man weis, das ich eine seltene Krankheit habe Wink , weis eben nur nicht genau bzw. legt sich nicht fest, was es ist. (Und ist logisch für mich, da es ja eben keinen 100% igen Nachweis einer Borreliose gibt und sich mittlerweile vieles auch gar nicht mehr genau ursächlich nachweisen lässt im Zusammenhang, da mehrere Krankheiten inkl. Symptome sich überschneiden. Ob es Folgen oder eigenständige Erkrankungen sind?)

Besser als gar nichts .... bin ich der Meinung.

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#10

Hallo Markus,

warst Du inzwischen beim Rheumatologen und bist
Du mit Deiner Frage zu autoimmunologischen
Prozessen weitergekommen?
Das würde mich nämlich tatsächlich auch
interessieren. Mir steht auch ein Besuch
beim Rheumatologen bevor wegen der
heftigen Gliederschmerzen- aber ich habe
auch die Befürchtung, dass das nur
0815-Untersuchungen bringt.

LG hiiumaa
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Thanks given by: irisbeate


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