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Antimitochondriale Antikörper
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johanna cochius Offline
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Beitrag #1
Antimitochondriale Antikörper
Wurde das bei jemandem positiv getestet?
Ich bekam vorgestern einen Anruf aus der Immunologie, dass diese Autoantikörper bei mir positiv sind Undecided
Jetzt muss ich weitere Tests machen und hoffe das ich nicht AMA-M2 positiv bin...
Ich hatte die letzten Jahre immer wieder leicht erhöhte Leberwerte, seit kurzer Zeit aber nicht mehr.
Aber seit etwa 2 Jahren habe ich diese Xanthelasmen unter den Augen s.Foto im Link.
Brauche nicht noch eine Erkrankung, langsam reicht es.

https://www.med4you.at/laborbefunde/lbef...rQ6iXkSpio

Liebe Grüße Jo


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31.10.2018 23:58
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Markus Offline
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Beitrag #2
RE: Antimitochondriale Antikörper
Ein Bekannter von mir hat die AMA unter anderem positiv. Das ist glaube ich eher ein unspezifischer Marker so wie ANA und ANCA. Es gehen halt vermehrt Zellen kaputt, die Bestandteile finden sich dann im Blut, und dann bildet der Körper Antikörper dagegen. Kann genauso von einer Infektion kommen. Oder es steckt eine Autoimmunerkrankung im herkömmlichen Sinne dahinter, aber das wird man jetzt ja wohl klären. Bzw ist ja die Frage, weshalb der Körper sich angeblich selbst angreift und ob das nicht unerkannte Infektionen sind.

Wurde bei dir schonmal der Einsatz von IVIG diskutiert?

Dr. Rainer Rothfuß: Feindbilder pflastern den Weg zum Dritten Weltkrieg
01.11.2018 08:18
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johanna cochius Offline
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Beitrag #3
RE: Antimitochondriale Antikörper
Danke Markus,

nein wurde bisher nicht diskutiert...Würde ja auch die KK wohl nicht bezahlen, wenn kein echter Mangel!?
Zudem bin ich immer kritisch, da es halt auch wieder Potenzial hat für Reaktionen, da Fremdmaterial...

Liebe Grüße Jo


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01.11.2018 11:03
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Markus Offline
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Beitrag #4
RE: Antimitochondriale Antikörper
(01.11.2018 11:03)johanna cochius schrieb:  Würde ja auch die KK wohl nicht bezahlen, wenn kein echter Mangel!?
Unter gewissen Bedingungen schon, nämlich wenn es Studienergebnisse gibt, die eine Wirkung bei deinem Krankheitsbild erwarten lässt und Konsens unter Experten herrscht, dass die Therapie von Nutzen sein kann. Wenn du viele Diagnosen hast, müsste man halt schauen, ob es bei einer Studien mit IVIG gab. Für CFS wäre das der Fall, allerdings mit widersprüchlichen Ergebnissen. Allerdings gibt es bezüglich IVIG bei CFS wohl keinen Konsens unter Experten, womit die Möglichkeit rausfällt. Ich bin aber noch im Widerspruch mit der KK und werde ggfs. auch vors Sozialgericht gehen, wenn es Aussicht auf Erfolg geben sollte.

Andere Möglichkeit wäre zu versuchen über eine Studie an eine IVIG-Therapie zu kommen. Aber ja, es ist sehr schwierig.

Im Phoenix Rising Forum ist mindestens eine, die von IVIG bei ihrem MCAS profitiert hat.

Wie hoch sind denn die AMA bei dir? Wurdest du mal auf Ak gegen Phospholipide, Serotonin, Ganglioside und ZNS-Gewebe getestet? Die sind bei meinem Bekannten alle positiv, bei entsprechender Symptomatik.

Dr. Rainer Rothfuß: Feindbilder pflastern den Weg zum Dritten Weltkrieg
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 01.11.2018 11:12 von Markus.)
01.11.2018 11:10
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johanna cochius Offline
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Beitrag #5
RE: Antimitochondriale Antikörper
Ich habe den Befund noch nicht vorliegen, wird geschickt...
Das andere wurde glaube ich nicht getestet. Bei welcher Symptomatik sollte man daran denken?
Und was ergibt sich aus möglichen positiven Ergebnissen?

Liebe Grüße Jo


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01.11.2018 12:47
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Markus Offline
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Beitrag #6
RE: Antimitochondriale Antikörper
(01.11.2018 12:47)johanna cochius schrieb:  Bei welcher Symptomatik sollte man daran denken?
Die oben erwähnten bei CFS, Fibromyalgie, Encephalopathie, neurolog. Symptomatik, etc.

(01.11.2018 12:47)johanna cochius schrieb:  Und was ergibt sich aus möglichen positiven Ergebnissen?
Kann ich noch nicht sagen, aber wahrscheinlich nicht viel. Wenn die Ursache mutmaßlich eine Infektion ist, dann diese behandeln; bei autoimmuner Genese wahrscheinlich Immunsuppression, wo ich aber sehr vorsichtig wäre.

Schau mal hier auf der zweiten Seite, da steht, was bei welcher Symptomatik untersucht wird. Das geht auf Kasse, muss man nur mit Überweisung Blut hinschicken. Richtung Therapevorschlag geht da aber denke ich nichts, ist nur Befund.

Das hier dürfte sehr ergiebig sein: Klinische und diagnostische Relevanz von Autoantikörpern

Dr. Rainer Rothfuß: Feindbilder pflastern den Weg zum Dritten Weltkrieg
01.11.2018 13:00
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Markus Offline
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Beitrag #7
RE: Antimitochondriale Antikörper
In dem von mir verlinkten Dokument heißt es:

Zitat:Zu den spezifischsten Antikörpern für die Diagnose einer Autoimmunerkrankung gehören die Antimitochondrialen Antikörper (AMA) bei der primär-biliären Zirrhose (PBC), vor allem wenn sie gegen das M2-Antigen, d.h. den α-Ketosäuredehydrogenase Komplex der inneren Mitochondrienmembran gerichtet sind. Diese Anti-M2 Antikörper kommen bei 95% der PBC-Patienten vor, nicht jedoch bei Patienten mit anderen Erkrankungen. Ihr Nachweis sollte jedoch immer mittels verschiedener Methoden erfolgen (z.B. Immunfluoreszenztest und ELISA oder Westernblot) um unspezifisch stimulierte AMA auszuschließen. AMA lassen sich vor der eindeutigen klinischen Manifestation einer PBC nachweisen und sind daher ein wichtiger Parameter für die Frühdiagnose dieser Erkrankung

Wollen wir hoffen, dass es sich bei dir nur um "unspez. stimulierte AMA" handelt, aber das wird ja jetzt geklärt.

Dr. Rainer Rothfuß: Feindbilder pflastern den Weg zum Dritten Weltkrieg
01.11.2018 13:19
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Beitrag #8
RE: Antimitochondriale Antikörper
Danke Markus, den Link habe ich auch gestern gefunden, er ist gut!
Schade, morgen bin ich bei meiner Hausärztin, ich befürchte aber, es überfordert sie wenn ich morgen mit dem Laborzettel an komme...
Da muss ja dann einiges ausgefüllt werden, bzgl. Klinischer Fragestellung usw.
Und ich bezweifel ob sie alle Parameter kennt...

Wenn es einen Nutzen hätte zu wissen falls positiv...Dann würde ich mich eher dahinter klemmen, bzw. muss die Ärztin ja auch den "Anreiz" haben es zu testen Huh

LG Jo[/quote]

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01.11.2018 18:05
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Beitrag #9
RE: Antimitochondriale Antikörper
Es ist eigentlich kein Aufwand für die Überweisung. Man überweist an "Immunpathologie" und vermerkt eine Verdachtsdiagnose auf dem Zettel. Dementsprechend wird dann untersucht in Abhängigkeit der Verdachtsdiagnose. Das Screening in Teil A) wird immer gemacht.

Ob es dich weiterbringt, weiß ich nicht. Bei mir war im Screening alles negativ und nur Serotonin IgM grenzwertig (was auch bei Gesunden vorkommen kann), womit eine autoimmune Geschichte bei mir wohl sehr unwahrscheinlich ist. Bei einem Bekannten war aber alles mögliche positiv, und der steht jetzt dumm da, weil niemand was mit dem Befund anzufangen weiß.

Dr. Rainer Rothfuß: Feindbilder pflastern den Weg zum Dritten Weltkrieg
01.11.2018 20:03
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RE: Antimitochondriale Antikörper
So war bei der HÄ. Wie ich befürchtet hatte war sie überfordert...Sie meinte sie wüßte nicht welches Röhrchen, welche Zusätze, wie viel Blut etc.
Ich sagte ihr 10 ml Vollblut wie es da steht...Nein das glaubt sie nicht...
Nun habe ich im Labor angerufen und es ist so wie es dort steht :-)
Nächsten Donnerstag ist BE.
HÄ ist ja lieb, macht ja alles was ich gern möchte, aber Ahnung hat sie halt echt keine...

Liebe Grüße Jo


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02.11.2018 12:28
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