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Organbeteiligung?
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Dancer Offline
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Beitrag #1
Organbeteiligung?
Hallo an alle,
melde mich mal wieder mit einer Frage an Euch.
Kann Borreliose auch Organe betreffen? Vom Herz habe ich schon gehört. Wie kann es sich äußern bzw. woher weiß man die Ursache? Ist es eine Ausschlussdiagnose?

Bei mir fiel erstmalig vor 2 Jahren während der 3-monatigen Antibiose ein erweitertes Nierenbecken auf. Urologe bestätigt zweigradige Hydronephrose, CT ohne Befund. 2 Jahre lang immer wieder Flankenschmerzen, ein Kommen und Gehen. Dann ein Harnleiterstein- Entfernung, doch Schmerzen gleichbleibend bis heute. Tappen irgendwie im Dunkeln....bei der SteinOP wurde eine enge Harnröhre sowie Harnleiter fest gestellt und bereits erweitert. Niere und Harnleiter immer noch erweitert bzw aufgestaut. Morgen wieder ein CT. Ich könnte die Schmerzen akzeptieren, wenn ich wüsste, die Ursache liegt bei den Borrelien.
07.11.2018 22:20
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borrärger Offline
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Beitrag #2
RE: Organbeteiligung?
Es wird schwer sein festzustellen woher die Hydronephrose wirklich kommt. Sicher kann das Ursachen haben die nicht mit der Borreliose oder Infektionen zusammenhängen wie hier:
Zitat:Nierenbeckenerweiterung kann entweder beim Säugling von Geburt an durch eine Missbildung bestehen oder später durch eine zeitweise Abknickung des Harnleiters verursacht werden. Starke Schmerzen in der Nierengegend können auf die Hydronephrose hinweisen.
https://www.netmoms.de/tipps/nierenbecke...ehandlung/

anscheindend gibt es auch Ursachen für Nierenbeckenerweiterung die mit Infektionen/Entzündungen, demnach kämen dann auch Borreliose und andere Bakterien in Frage, zusammenhängen können, wie hier:
Zitat:Während sich eine akute Stauung durch Flankenschmerz oder bei Infektion mit Fieber und Entzündungssymptomatik manifestieren kann, bleibt eine chronische Harnabflussstörung häufig klinisch inapparent und wird meist zufällig diagnostiziert.
https://www.amboss.com/de/wissen/Harnabf...25B6rungen

Borrelien haben in Ihrer Zellwand Lipopolysaccharide die toxisch wirken und Entzündungen anfachen können.
https://de.wikipedia.org/wiki/Lipopolysaccharide


(07.11.2018 22:20)Dancer schrieb:  enge Harnröhre sowie Harnleiter fest gestellt und bereits erweitert.
Da würde ich die Ärzte löchern ob es eine Vermutung gibt warum die Harnleiter zu eng sind. Sind sie glatt und demnach womöglich schon immer zu eng oder sind sie verknubbelt/vernarbt so dass man Entzündungen hinter der Verengung vermuten kann. Das war bei mir beim Eileiter (zwar ganz was anderes) der Fall, da hat man gesagt, man sieht dass die Verengung durch Entzündungen kommt, ich muss eine unbemerkte Entzündung gehabt haben.
Meist ist bei Borrelien eher zu häufiges Wasserlassen beschrieben, aber Entzündungen können eben überall im Körper auftreten und sich verschieden äußern.

Hier noch Symptomlisten der Borreliose bei der Blasenentleerungsstörung als Symptom beschrieben ist.
https://naturheilzentrum-breidenbach.de/borreliose/
Schlussendlich kann man Deine Frage so nicht beantworten, Du kannst froh sein, wenn ein Arzt der dazu alle Bilder von Dirgesehen hat und sich mit der Kh besser auskennt Dir mehr dazu sagen kann.
Es kann also daher kommen, insbesondere wenn Entzündungsprozesse ursächlich reinspielen, muss aber nicht.

liebe Grüße borrärgerIcon_winken3

Glücklich ist der, der hinter den schwarzen Regenwolken auch die Sonne sieht.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 08.11.2018 11:08 von borrärger.)
08.11.2018 10:35
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Beitrag #3
RE: Organbeteiligung?
Ich Antworte mit JA. Wir wissen/ahnen im Blut sind Borrelien nicht so gern, oder nur weil ? hin und wieder.
Im Kollagen, in Sehnen usw.
Zitat:Chronische Infektionen verursachen Entzündungen im Körper und Entzündung sei die Nummer Eins und der kleinste gemeinsame Nenner bei allen chronischen Krankheiten!
...
08. Juli 2014
Borreliose: Zusammengefasste Übersetzung - Dr. Horowitz stellt im belgischen Senat 16 Schlüssel zur Gesundung vor.
Aus:
https://www.borreliose-verschwiegene-epi...hen-senat/

Mal zum stöbern #1 +, 34 +
https://forum.onlyme-aktion.org/showthread.php?tid=3851

Sehr fachlich
Zitat:Überleben im humanen Wirt:
Wie sich Borrelien der Immunabwehr entziehen
Peter Kraiczy
Institut für Medizinische Mikrobiologie und Krankenhaushygiene, Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt/M.
http://www.borreliose-gesellschaft.de/Te...zy2011.pdf

Auch schon ähnlich 2012 untersucht, Bezug zu Link 1.
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/8...Tiermodell
http://www.verschwiegene-epidemie.de/einlesen/
https://www.borreliose-verschwiegene-epi...lten-blog/
08.11.2018 13:01
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Beitrag #4
RE: Organbeteiligung?
Danke euch beiden, auch für die interessanten Links.

Borrelien scheinen "Alleskönner" zu sein.... im CT wird man wohl mehr sehen bzw ausschließen können.

@Borrärger: Es ist schwer zu sagen mittlerweile, denn durch die OP, Harnleiterschiene, Katheter und Erweiterung kann eine Vernarbung auch dadurch entstanden sein. Jedenfalls vor der Antibiose war alles bestens.

Ich stelle mir nur die Frage, wie groß ein Organschaden werden kann, hervorgerufen durch Entzündungen. Wann sollte man da therapeutisch etwas tun, denn die Schmerzen sind im Gegensatz zu meinen früheren oder sonstigen Gelenkschmerzen gut aushaltbar.
08.11.2018 14:35
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borrärger Offline
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Beitrag #5
RE: Organbeteiligung?
(08.11.2018 14:35)Dancer schrieb:  Ich stelle mir nur die Frage, wie groß ein Organschaden werden kann, hervorgerufen durch Entzündungen. Wann sollte man da therapeutisch etwas tun,
Hat sich das ganze denn weiter verschlimmert, seit es entdeckt wurde ??
Die Hydronephrose könnte sich verschlimmert haben, weil der Harnstau nicht gleich behoben worden ist, das ist wohl in so einem Fall das wichtigste ist, soweit ich das überblicke.

(08.11.2018 14:35)Dancer schrieb:  Jedenfalls vor der Antibiose war alles bestens.
Die Frage ist ob es vorher schon Probleme gab und diese einfach nicht entdeckt wurden oder ob die Antibiose mit ursächlich war. Das sollte bei der richtigen Therapie eigentlich nicht der Fall sein.
Allerdings weißt Du bestimmt dass die meisten Arzneimittel mehr oder weniger ungut für die Nieren sein können. Hier einige die besonders unfreundlich zu den Nieren sind, Ab sind natürlich auch dabei.
https://www.pharmazeutische-zeitung.de/a...ie-nieren/

Mir ist sowas ähnliches mit dem Magen passiert. Vor der Therapie hatte ich ab und zu ein bischen Bauchweh und direkt nach einer kürzeren Therapie wurde der Magen ein Inferno das sich bis heute nicht mehr auf den Zustand von davor eingependelt hat. Weitere Therapien haben mich dahin nicht zurückg- oder weitergebracht. Ganz anders als bei anderen Schmerzen und Beschwerden. Was ist passiert ?? Zu dolle Herx ?? Der Magen war schon zu kaputt für die Therapie ?? Oder vielleicht sogar die falschen Ab ?? Der Magen könnte genauso zusätzlich oder sogar ausschließlich von anderen Bakterien als Borrelien zerstört/angegriffen worden. Dann hab ich ihm mit der Borreliosetherapie keine Freude gemacht.
Dann bleibt noch der Zufall ?? Irgendwie haben die Ab das Fässchen zum überlaufen gebracht. Warum Huh

Dir bleibt nicht viel anders übrig als ähnliche Erwägungen für Deine Niere in Betracht zu ziehen, die Ärzte so gut es geht zu löchern und Dich fleißig mit dem Urulogen abzustimmen. Vor jeder antibiotischen Therapie würde ich bei so einer kranken Niere versuchen mich mit dem Urulogen abzustimmen. Ich würde die Ärzte fragen ob alle gängigen Nieren- und Harnleiterbakterien wirklich getestet wurden, es sei denn sie es ist sicher dass eine Verengung angeboren ist.

liebe Grüße borrärgerIcon_winken3

Glücklich ist der, der hinter den schwarzen Regenwolken auch die Sonne sieht.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 10.11.2018 09:21 von borrärger.)
09.11.2018 23:49
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Beitrag #6
RE: Organbeteiligung?
Danke Borrärger für deine vertieften Überlegungen!
Ich denke, die Ursache wird man jetzt wohl nicht mehr finden können.

1. Was ich definitiv weiß: es ist nicht anatomisch angeboren
2. Es trat erstmalig während AB auf, Ultraschall 1 Jahr davor im Rahmen einer Darmspiegelung war unauffällig was die Niere betraf
3. Alle Engstellen der Harnröhre und Harnleiter wurden behandelt
4. Alle Bakterien im Urin erfolgreich behandelt
5. Die Erweiterung der Niere und des Harnleiters bleibt unverändert bestehen bei chronischen Flankenschmerzen

Schlussfolgerung Urologe: Wenn kein erneuter Stein jetzt im CT entdeckt wird (Auswertung am Do), ist es eine Reststauung nach Harnstau wegen damaligem Stein.
Er weiß allerdings nichts von meiner Borreliose, was ich ihm auch nicht sagen werde.

Von daher ziehe ich auch die Möglichkeit einer Entzündungsreaktion in Betracht. Kann aber eine weitere Entwicklung bzw Schädigung nicht einschätzen.

Danke nochmal und an alle ein gutes Wochenende
10.11.2018 13:26
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