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Frage an die Experten
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Vincent85 Offline
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Beitrag #1
Frage an die Experten
Hallo zusammen,

ich bin neu hier und habe eine Frage an andere, die sich auskennen. Bevor ich groß mit meiner Erzählung eure Antworten beeinflusse wäre ich euch dankbar, wenn ihr euch einfach mal das Bild im Anhang ansehen könntet. Ich habe seit etwa 2 Wochen einen roten Fleck an der linken Wade. Habe ihn erst gar nicht richtig wahrgenommen, bis ich mal drangestoßen bin. Er tut oberflächlich sehr stark weh (stechender Schmerz), wenn man in die Haut kneift. Drücken oder Drüberstreichen verursacht keine Schmerzen . Es sind keine Unebenheiten zu erkennen. Die Haut ist leicht geschuppt.
Könnte das eine Wanderröte sein? Was meint ihr?

Vielen Dank,
Bastian


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11.02.2019 09:55
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urmel57 Offline
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Beitrag #2
RE: Frage an die Experten
Hallo Vincent,

sein willkommen hier bei uns. Icon_winken3

Eine Wanderröte im Sinne eines Erythema migrans ist ohne die genaue Entstehungsgeschichte zu kennen nicht immer ganz so leicht von anderen roten Flecken zu unterscheiden. Jetzt gerade um die Jahreszeit wäre die Frage, ob du kürzlich Zeckenkontakt gehabt hast? Hattest du Kontakt zu anderen Stechtieren? Hast du viel Kontakt mit Tieren?

Eine Entzündung scheint in der Haut drin zu sein, das kann aber ganz unterschiedliche Ursachen haben, was man hier nicht abklären kann. Das typische Erythema migrans (Wanderröte) breitet sich dann über Tage hinweg auch nach außen immer weiter aus und hat einen Zeckenstich als Auslöser. Untypische Wanderröte sollte man weiter versuchen abzugrenzen von anderen Auslösern.

Ich würde dir durchaus den Gang zu einem Hautarzt empfehlen. Fraglich sind dann Antikörpertests, da diese in Frühphasen einer Infektion oder wenn du schon mal infiziert wartst mit Borrelien wenig Aussage zum aktuellen Geschehen machen. Es wäre eine optische Begutachtung mit Anamnese und im Zweifelsfall eine Hautprobe daraus ggf. weiterführend.

Je nach Möglichkeit andere Ursachen auszuschließen, bliebe als pragmatische Lösung ein antibiotischer Behandlungsversuch z.B. mit Doxycyclin, welches zahlreiche Erreger abdeckt, ohne dass man überhaupt weiß, welcher der Auslöser ist. Das ist hier leider schwierig zu entscheiden, was sinnvoll erscheint. Da kann ich leider auch nicht weiterhelfen.

Liebe Grüße Urmel

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11.02.2019 10:21
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Vincent85 Offline
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Beitrag #3
RE: Frage an die Experten
Hallo Urmel und danke für die lieben Willkommensgrüße und deine Antwort! :)

Also ich hatte in letzter Zeit keinen Zeckenkontakt. Ich hatte allerdings vor ca einem halben Jahr im Sommer noch zwei Zecken, die ich erst zwei Tage nachdem ich sie mir irgendwo eingefangen habe, entdeckt habe. Einige Tage darauf hab ich nachts sehr stark geschwitzt und mich krank gefühlt. Ich bin damals noch zum Hausarzt, der mit Borreliose gar nichts anzufangen wusste. Der hat mich ins Krankenhaus geschickt, wo sie meinten, dass man jetzt entweder den Spinalkanal punktieren kann oder man wartet ab. Da ich zu der Zeit gerade mit einem neuen anstrengenden Job angefangen hatte, hab ich drauf geschissen und abgewartet.
Inzwischen habe ich den Job gekündigt, will ich nur noch müde und erschöpft war und letztlich auch keinen Sport mehr machen konnte. Ich habe starke Verspannungen, schlafe teils miserabel, bin insgesamt sehr erschöpft und wenig belastbar. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass das auch andere Ursachen hat. Aber dieser rote Fleck hat mich jetzt nun doch sehr stutzig gemacht. Können solche Wanderröten auch zeitversetzt auftreten? Oder ist das eher unwahrscheinlich?

LG,
Bastian
11.02.2019 10:36
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berta Offline
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Beitrag #4
RE: Frage an die Experten
Hallo Vincent,
hattest du denn im Sommer an dieser Stelle eine Zecke oder einen Insektenstich?
Eigentlich treten EM um die Einstichstelle auf, und auch nicht Monate später.
Bei dem was du über Beschwerden schreibst, kommt Borreliose infrage - unabhängig von der aktuellen Hauterscheinung.
Das Foto würde ich trotzdem aufheben, um die Entwicklung vergleichen zu können.
LG Berta
11.02.2019 12:03
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fischera Offline
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Beitrag #5
RE: Frage an die Experten
Hallo Vincent,
Job gekündigt weil es Dir so schlecht geht, dann muss da ja was sein.
Wanderröte
Zitat: im Prinzip entsteht das EM durch das Einströmen von Lymphozyten und Plasmazellen in die Haut, wir können also die zelluläre Immunantwort beobachten.
Histologisch sehen wir ein plasmazelluläres Infiltrat

http://www.dieterhassler.de/index.php?id=171
http://www.dieterhassler.de/index.php?id=90

Neben der Liquoruntersuchung könnte man ersteinmal mit einer Blutuntersuchung anfangen, auch wenn diese nicht immer sehr aussagefähig sind.
Eine bescheidene Lage für Patienten wo Borreliose im Raum steht.
Erstinformation
https://forum.onlyme-aktion.org/showthread.php?tid=177

Du wolltest uns ja nicht durch viele Angaben beeinflussen #1, kein Problem.
Aber die Sache geht auch andersherum.
Aus#
Zitat:Ich bin damals noch zum Hausarzt, der mit Borreliose gar nichts anzufangen wusste
http://www.verschwiegene-epidemie.de/201...patienten/
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 12.02.2019 11:53 von fischera.)
11.02.2019 12:07
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Vincent85 Offline
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Beitrag #6
RE: Frage an die Experten
(11.02.2019 12:03)berta schrieb:  Hallo Vincent,
hattest du denn im Sommer an dieser Stelle eine Zecke oder einen Insektenstich?
Eigentlich treten EM um die Einstichstelle auf, und auch nicht Monate später.
Bei dem was du über Beschwerden schreibst, kommt Borreliose infrage - unabhängig von der aktuellen Hauterscheinung.
Das Foto würde ich trotzdem aufheben, um die Entwicklung vergleichen zu können.
LG Berta
Hi Berta,
danke für deine Antwort. Ich bin mir leider nicht mehr ganz sicher. Ich weiß noch, dass eine der Zecken am linken Bein war und ich meine in der nähe der Kniekehle, was räumlich ziemlich nahe an der Verfärbung wäre. Aber ich weiß es nicht mehr 100%ig.
Scheint, als müsste ich wohl mal zu einem Arzt, der sich zumindest ein wenig auskennt.
LG
11.02.2019 14:32
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Vincent85 Offline
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Beitrag #7
RE: Frage an die Experten
(11.02.2019 12:07)fischera schrieb:  Du wolltest uns ja nicht durch viele Angaben beeinflussen #1, kein Problem.
Aber die Sache geht auch andersherum.
Aus#

Danke für deine Antwort. Ich dachte mir, ich lass erstmal die Rötung am Bein beurteilen, bevor ich mit meinen ganzen anderen Symptomen um die Ecke komme. Ist aber schon vielsagend, dass ich mich vor zwei Wochen bzgl Chronic Fatique Syndrome informiert habe, weil es so nicht weitergehen kann mit meiner Erschöpfung.

Bin gespannt, ob ich einen Arzt finden kann, der die sinnvollen Tests mit mir macht. Ich komm zwar aus Deutschland, wohne aber in Österreich zur Zeit und hier scheint die Lage noch schlimmer zu sein. Falls das überhaupt geht.
11.02.2019 14:56
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urmel57 Offline
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Beitrag #8
RE: Frage an die Experten
Hallo Vincent,

auf jeden Fall würde ich probieren, erstmal einen normalen Antikörpertest machen zu lassen beim Hausarzt. Das sollten die in Ö auch hinbekommen. (Wäre zumindest mal ein Aufhänger und sollte auch von den Kassen übernommen werden).

Ansonsten sollte der Hausarzt etwas Phantasie walten lassen, was er gerne ausschließen möchte. Angefangen von Venenproblemen oder was auch immer.

Wenn der Ausgangspunkt ein Zeckenstich war, sollte man eben auch in Betracht ziehen, dass dieser Folgen haben kann. Neben Borrelien gibt es weitere Erreger bakterieller und viraler Art, die von Zecken übertragten werden können.

Dass Wanderröten auch noch nach mehreren Wochen auftreten können, ist durchaus im Rahmen dessen, was passieren kann. Ansonsten durchaus den Hautarzt hinzuziehen.

Den dümmsten Spruch, den ich letztens hörte war der: "Das ist so selten, das ziehen wir erstmal gar nicht in Betracht"......

Liebe Grüße Urmel

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11.02.2019 15:16
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Vincent85 Offline
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Beitrag #9
RE: Frage an die Experten
Danke Urmel,

ich war vorhin noch in der Klinik und habe eine gute Ärztin erwischt. Sie macht auf Verdacht eine Antibiotika Behandlung, weil alles andere in Frage kommende überhaupt nichts ergeben hat. Das Problem dabei ist, dass sie hier in Österreich nur oral behandeln und mein Bäuchlein ohnehin schon etwas mitgenommen ist. Deswegen möchte ich in Deutschland eine iv-Behandlung machen. Wir haben eine befreundete Hausärztin, die die nötigen Tests in die Wege leiten würde. Zwei Fragen hätte ich noch und hoffe, ihr könnt mir da weiterhelfen.
1. Welche Tests sollte sie unbedingt machen, um möglichst schnell und möglichst wahrscheinlich zu einem Ergebnis zu kommen? Die Infektion liegt über 6 Monate zurück.
2. Würdet ihr raten, schonmal mit der oralen Therapie anzufangen und dann intravenös weiterzumachen? Oder kann das dazu führen, dass die Borrelien sich schonmal verkapseln und daher lieber warten und dann IV?

Danke für eure Hilfe, ich bin gerade echt ziemlich am Boden.
11.02.2019 21:18
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anfang Offline
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Beitrag #10
RE: Frage an die Experten
Andere können mehr schreiben-habe nur die Kurzfassung.... Fang an...
IV-sonstwo...egal,kommt auch Stress hinzu-das mindert eh viele Wirkung...
fang an..- anfang -

... auch du bist ein Teil des Wasser`s - das jeder Fisch zum schwimmen braucht...
11.02.2019 22:30
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