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moderate Hyperthermie
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KeyLymePie Offline
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Beitrag #1
moderate Hyperthermie
Bin am Überlegen, ob ich einen Versuch wagen sollte.

Eigentlich glaube ich ja nicht so wirklich daran, aber mir fallen auch nicht mehr so viele andere Behandlungsmöglichkeiten ein. Habe schon so ziemlich alles probiert, was man so machen kann.
Borrelien schon lange nicht mehr nachweisbar, CD57 mittlerweile in der Norm. Irgendeine Infektion ist sicherlich noch aktiv, aber welche?

Die moderate Hyperthermie scheint ja mehr auf eine Immunaktivierung abzuzielen und weniger durch Hitze direkt Erreger abzutöten.
Der Arzt meinte aus einer chronischen Entzündung wieder eine akute zu machen durch das Fieber.

Gibt es Erfolge mit moderater Hyperthermie?
Kann sich das auch negativ auswirken?

Fieber hatte ich bestimmt schon seit mehr als 15 Jahren nicht mehr...
19.02.2019 21:37
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Markus Offline
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Beitrag #2
RE: moderate Hyperthermie
Denke da auch drüber nach, aber als Ergänzung zu den AB, damit diese besser wirken. Es gibt da ein Paper dazu, das ich mittlerweile da habe:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/8792482 schrieb:1917 wurde Spirochaetale Neurosyphilis erfolgreich mit Malariatherapie in Kombination mit Salvarsan oder Wismut behandelt. Die Malariotherapie der spirochetalen Borreliose wurde diskutiert, aber der Mechanismus einer antispirochetalen Wirkung bleibt unklar. Wir haben Borrelia burgdorferi bei verschiedenen Temperaturen kultiviert, allein und in Kombination mit Antibiotika. Unsere Daten zeigen, dass das Wachstum der Stämme PKo und ATCC 35210 (B31) bei Temperaturen von 37 Grad C beeinträchtigt und bei 39 Grad C bzw. 40 Grad C gehemmt wurde. Der Stamm ATCC 35211 wuchs jedoch gut bis zu 39 Grad C, vermehrte sich aber nicht bei 40 Grad C. Eine bakterizide Wirkung zeigte sich bei 41 Grad C für die Stämme B31 und PKo und bei 42 Grad C für alle Stämme. Die Anfälligkeit aller Stämme für Penicillin und Ceftriaxon wurde durch eine Temperaturerhöhung von 36 Grad C auf 38 Grad C auf das 16-fache erhöht. Diese in vitro-Daten deuten darauf hin, dass eine erhöhte Körpertemperatur während der antimikrobiellen Behandlung der Borreliose von Vorteil sein kann. Dies kann besonders wichtig sein in Geweben, in denen hohe Konzentrationen von Antibiotika schwer zu erreichen sind.

Übersetzt mit http://www.DeepL.com/Translator

Allerdings berichtet Fingerle in einem TV-Beitrag wohl Widersprechendes. Wäre mal interessant, ob er seine Messergebnisse dazu rausgeben würde; vielleicht schreibe ich ihn mal an.

Um wie viel Grad wird die Kerntemperatur angehoben bei Hyperthermie? Und wie soll das geschehen? Passiv oder wird irgendwas gespritzt? Ich fänd es interessant irgendein Bakterienlysat gespritzt zu bekommen, damit der Körper dann selbst fiebert. Weiß nicht, ob es das gibt. Parallel dazu dann Ceftriaxon oder so.

Trotz der Unmengen an AB und auch normalem CD57 glaube ich bei mir an die Borreliose. LTT war negativ vor nem dreiviertel Jahr, allerdings unter Cef. Wenn es unerträglich wird, lege ich mir öfters für ein paar Tage Cef-Infusionen und das lindert immer spürbar. Also für mich mitterlweile leider keine Frage, was es ist. Das passt einfach hinten und vorne nicht, was man uns über die Borreliose erzählt.

Dr. Rainer Rothfuß: Feindbilder pflastern den Weg zum Dritten Weltkrieg
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 19.02.2019 21:57 von Markus.)
19.02.2019 21:55
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KeyLymePie Offline
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Beitrag #3
RE: moderate Hyperthermie
(19.02.2019 21:55)Markus schrieb:  Um wie viel Grad wird die Kerntemperatur angehoben bei Hyperthermie? Und wie soll das geschehen? Passiv oder wird irgendwas gespritzt? Ich fänd es interessant irgendein Bakterienlysat gespritzt zu bekommen, damit der Körper dann selbst fiebert. Weiß nicht, ob es das gibt. Parallel dazu dann Ceftriaxon oder so.

Bei der moderaten Hyperthermie wäre das dann bis 40 C.

Bei der extremen Hyperthermie wohl bis 42 C. In einer bekannten Klinik geben sie auch Ceftriaxon dazu und ich glaube auch Metronidazol.

Fieber mittels Bakterien Lysaten zu erzeugen war die zweite mögliche Therapieoption, die mir der Arzt nannte. Man bekommt dann wohl etwa 3 Stunden nach der Spritze Fieber. Das ist also auch möglich.
19.02.2019 22:03
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Markus Offline
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Beitrag #4
RE: moderate Hyperthermie
(19.02.2019 22:03)KeyLymePie schrieb:  Bei der moderaten Hyperthermie wäre das dann bis 40 C.
Würde mir reichen. Was soll das kosten und wie lange wird die Temp. gehalten?

(19.02.2019 22:03)KeyLymePie schrieb:  Bei der extremen Hyperthermie wohl bis 42 C. In einer bekannten Klinik geben sie auch Ceftriaxon dazu und ich glaube auch Metronidazol.
Weißt du von jemandem, der die Kombi mit AB dort gemacht hat? Von der Hyperthermie dort gab es auf dem Fratzenbuch wohl negative Kommentare von Leuten, die da waren. Weiß aber nicht, ob die auch AB mit dabei hatten.

(19.02.2019 22:03)KeyLymePie schrieb:  Fieber mittels Bakterien Lysaten zu erzeugen war die zweite mögliche Therapieoption, die mir der Arzt nannte.
Wie nennt sich das dann? Damit ich nach nem Arzt hier in der Nähe suchen kann, der das macht. Hab bisher nicht viel gefunden. Das passive Erhitzen geht wahrscheinlich ziemlich auf den Kreislauf, weiß nicht, ob ich das gut verkraften würde.

Dr. Rainer Rothfuß: Feindbilder pflastern den Weg zum Dritten Weltkrieg
19.02.2019 22:07
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johanna cochius Offline
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Beitrag #5
RE: moderate Hyperthermie
Ja kann sich negativ auswirken, bei mir z.B.
Wenn du den Suchbegriff eingibst, stößt du darauf, wenn du das möchtest.
Lag bei mir aber wohl an der unerkannten Mastozytose.

Liebe Grüße Jo


OnLyme-Aktion.org


Es gibt nur zwei Tage in deinem Leben,an denen du nichts ändern kannst.
Der eine ist gestern und der andere ist morgen.
19.02.2019 22:39
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Beitrag #6
RE: moderate Hyperthermie
(19.02.2019 22:07)Markus schrieb:  Würde mir reichen. Was soll das kosten und wie lange wird die Temp. gehalten?

480€ pro Sitzung + Infusion. Er sprach von Vitamin C, obwohl mir nicht einleuchtet, was das bewirken soll. Vielleicht gibt es auch noch andere Sachen, die man infundieren könnte. AB machen die dort nicht.

Es dauert ca 90 min bis die Zieltemp. erreicht ist. Bei der ersten Sitzung gehen die bis 38,5 C. Die Temp wird etwa eine Stunde gehalten, dann dauert es weitere 90 Minuten bis die Normaltemp. wieder erreicht ist.



(19.02.2019 22:07)Markus schrieb:  Weißt du von jemandem, der die Kombi mit AB dort gemacht hat? Von der Hyperthermie dort gab es auf dem Fratzenbuch wohl negative Kommentare von Leuten, die da waren. Weiß aber nicht, ob die auch AB mit dabei hatten.

Persönlich kenne ich keinen, aber über den entfernten Freundeskreis meiner Eltern. Da führte extreme Hyperthermie + AB wohl zu einer signifikanten Verbesserung.

Auf Facebook hatte letztens einer berichtet, dem das ganze gar nichts gebracht hat. Aber der hatte wohl auch hauptsächlich mit Bartonellen zu tun.

Das ist halt auch meine Befürchtung, dass es bei Co Infektionen nichts bringt.

(19.02.2019 22:07)Markus schrieb:  Wie nennt sich das dann? Damit ich nach nem Arzt hier in der Nähe suchen kann, der das macht. Hab bisher nicht viel gefunden. Das passive Erhitzen geht wahrscheinlich ziemlich auf den Kreislauf, weiß nicht, ob ich das gut verkraften würde.

Kann ich am Freitag erfragen. Kann natürlich gut sein, dass du in deiner Region keinen Arzt findest, der das anbietet. Ist ja wahrscheinlich nicht unbedingt eine gängige Methode.
Eigentlich wäre ja die Option mit den Bakterien Lysaten die bequemere Möglichkeit. Hyperthermie stelle ich mir auch sehr anstrengend vor.

Hast du Probleme mit dem Kreisklauf?
Während der Hyperthermie wird ja auch ein EKG geschrieben und der Blutdruck überwacht.
19.02.2019 22:42
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KeyLymePie Offline
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Beitrag #7
RE: moderate Hyperthermie
(19.02.2019 22:39)johanna cochius schrieb:  Ja kann sich negativ auswirken, bei mir z.B.
Wenn du den Suchbegriff eingibst, stößt du darauf, wenn du das möchtest.
Lag bei mir aber wohl an der unerkannten Mastozytose.

Das tut mir Leid. Ging es dir nur ein paar Tage schlechter oder für längere Zeit?

Eine Mastozytose habe ich mit ziemlicher Sicherheit nicht.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 19.02.2019 22:45 von KeyLymePie.)
19.02.2019 22:44
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Markus Offline
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Beitrag #8
RE: moderate Hyperthermie
Könnte interessant sein:

https://www.internisten-im-netz.de/aktue...ndeln.html schrieb:Die alte Therapie bestand darin, den Patienten einige Wochen lang häufig Bakterienextrakte zu verabreichen, die Fieber auslösten. Da es heute kaum noch möglich ist, für solche Extrakte die Zulassung als Medikament zu erhalten, hat der Biologe ein neues Behandlungsprotokoll für die kooperierenden Ärzte erstellt. Es setzt ebenfalls auf die lang anhaltende Immunstimulation. Die Behandlung dauert mindestens fünf Wochen. Anstelle von Bakterienextrakten werden zugelassene Medikamente verwendet, die bakterielle oder virale Bestandteile enthalten und Fieber als häufige Nebenwirkung verursachen.

In einer Studie konnten Hobohm und seine medizinischen Partner kürzlich zeigen, dass die PAMP-Fiebertherapie sehr sicher ist. Bei mehr als 130 Patienten führten über 500 Fieberstöße zu keiner einzigen schwerwiegenden Nebenwirkung (siehe http://www.pamp-therapie.de/) .
Diese Behandlung kann jede Hausarztpraxis durchführen, wo eine einstündige Infusion gelegt werden und sich der Patient bis zum Abklingen des Fiebers aufhalten kann. Patienten, deren Immunsystem durch Chemotherapie oder Bestrahlung vorgeschädigt ist, sollten keine PAMP-Therapie machen. Eine gleichzeitige Hormongabe zum Beispiel bei Brustkrebs oder Prostatakrebs erscheint dagegen unkritisch.

Dr. Rainer Rothfuß: Feindbilder pflastern den Weg zum Dritten Weltkrieg
19.02.2019 23:56
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Beitrag #9
RE: moderate Hyperthermie
Hier gibt es die Patienteninfo zur PAMP-Fiebertherapie: http://fiebertherapie.eu/patienten-faq/p...atient.pdf

Sieht erstmal sehr vielversprechend aus, ich werde mich da weiter kundig machen.

Zitat:Die Standard PAMP-Behandlung erfordert eine Woche zur Eingewöhnung und Dosisfindung und weitere zwei bis vier Wochen für die Therapie. Wir empfehlen eine einwöchige Auffri-schung nach einem halben Jahr.Derzeit empfehlen wir eine Kombination folgender Medikamente: Iscador, Strovac, Picibanil. Die Dosierung ist dem Behandlungsprotokoll für Ärzte zu entnehmen.

[...]

Das innate Immunsystem erfordert laufende Stimulation wie bei einem proliferativen Infekt. DieTherapie mit der gefundenen Dosis erfolgt deshalb ab Woche 2 mit zwei, besser drei Behandlun-gen pro Woche, also zum Beispiel Montag, Mittwoch, Freitag. Nach der Infusion soll der Patientunter ärztlicher Beobachtung ruhen, bis die Temperatur unter 38°C gesunken ist.

Dr. Rainer Rothfuß: Feindbilder pflastern den Weg zum Dritten Weltkrieg
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 20.02.2019 09:12 von Markus.)
20.02.2019 09:01
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johanna cochius Offline
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Beitrag #10
RE: moderate Hyperthermie
Zitat:Ging es dir nur ein paar Tage schlechter oder für längere Zeit?

Eine Mastozytose habe ich mit ziemlicher Sicherheit nicht.

Bei einer Infektion sind immer die MZ beteiligt...
Ich habe den Eindruck, bei mir war es der Startschuss zur MZ-Erkrankung, was bis dahin noch schlummerte.
Die Reaktionen waren so massiv, das ich gefühlt kurz vorm sterben war.
Damals ging es mir für etwa 2-3 Wochen schlechter.

Diese Reaktionen traten dann aber immer wieder auf, auch bei AB.
Und jedes Mal erholte ich mich schlechter davon.

Wenn du es machst, würde ich auf jeden Fall AB dazu nehmen!

Liebe Grüße Jo


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20.02.2019 11:10
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