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Auwaldzecken
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urmel57 Offline
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Beitrag #1
Auwaldzecken
Immer mal was Neues,

gleich hinter unserem Obstgrundstück fängt ein Naturschutzgebiet an, der Hund meiner Freundin hat das Schild nicht gelesen und ist hineingegangen. Herausgekommen ist er mit einer Auwaldzecke..... es ist die erste die mir untergekommen ist.

Wir leben wohl in einem Gebiet, in dem sie sich ausbreiten. Dabei wollen sie anscheinend lieber auf Hund gehen als auf Mensch und es sind wohl auch nur die erwachsenen Zecken, die dann auf Jagd gehen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Auwaldzecke

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15.03.2019 10:41
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fischera Offline
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Beitrag #2
RE: Auwaldzecken
Zitat:Weitere Zeckenart tritt als neuer FSME-Überträger auf

Im vergangenen Jahr wurde außerdem eine neue Zeckenart als FSME-Überträger ausgemacht, die bei deutlich niedrigeren Temperaturen aktiv ist als der Gemeine Holzbock.

Die Auwaldzecke (Dermacentor reticulatus)
galt bislang nicht als Überträger des Erregers. Das habe sich nun geändert, erklärte PD Dr. Gerhard Dobler. Der Mediziner leitet das Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr und ist Leiter des Deutschen Konsiliarlabors für Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME).

„An einem Mess-Standort nahe Leipzig wurden 2016 und 2017 mit FSME infizierte Auwaldzecken gefunden.“

Bislang gehörten alle Überträger der FSME zur Gattung Ixodes, darunter auch der Gemeine Holzbock, der im Gegensatz zu vielen anderen Zeckenarten auch Menschen befällt.

PD Dr. Dobler kann jedoch beruhigen: „Es ist zwar nicht ausgeschlossen, dass Auwaldzecken auch Menschen befallen. Deutlich häufiger befallen sie jedoch Tiere.“ Auch gegen das durch diese Zeckenart übertragene FSME-Virus sei man mit einer FSME-Impfung geschützt.
Aus:
https://www.uni-hohenheim.de/pressemitteilung?tx_ttnews[tt_news]=35389

Es ist doch alles so klar, sagen Mitglieder einiger medizinische Fachgesellschaften.

Zitat:Neben dieser neuen Art werden jedoch auch weitere Zeckenarten entdeckt, die bisher nur vereinzelt und teilweise vor vielen Jahren in Deutschland nachgewiesen wurden, seither aber nicht mehr beschrieben wurden. Die Münchner Forscher konstatieren:

Die Zeckenfauna ist weitaus vielfältiger als bisher angenommen. Insbesondere Vogelzeckenarten werden identifiziert, wenn gezielt danach gesucht wird.

Die Bedeutung dieser Verschleppungen über Kontinente hinweg ist bisher nur wenig erforscht und könnte für das Auftreten von neu eingeschleppten durch Zecken übertragenen Erkrankungen von größerer Bedeutung sein als bisher angenommen.
...
ein weiteres aufsehenerregendes wissenschaftliches „Nebenprodukt“: die Beschreibung der ältesten Zecke der Welt in mehr als 100 Millionen altem Bernstein. Die Identifizierung dieser Zeckenart führte zu einem völlig neuen Verständnis zur Evolution der Zecken.
Aus:
https://instmikrobiobw.de/aktuelles/ansi...d-entdeckt

Up's
da gibt es neben der FSME ja noch weitere Erreger, Herr Dr, Dobler!

Zitat:Dann erzählt Jansen-Rosseck von einer Frau, die wegen ihrer Schweißausbrüche zehn Jahre lang fälschlich auf Wechseljahresbeschwerden mit Hormonen behandelt worden war. Er kam auf die Idee zu fragen, ob sie viel im Garten ihrer Datsche arbeite.
Sie war tatsächlich von einer Auwaldzecke infiziert worden – mit der „Babesia Divergens“, auch Rinder-Malaria genannt.
„Nach einer 14-tägigen Kur mit hochdosierten Malaria-Mitteln waren die Symptome verschwunden. Die Krankheit ist sehr verbreitet.“
Aus:
https://www.tagesspiegel.de/themen/gesun...36046.html
15.03.2019 12:52
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Beitrag #3
RE: Auwaldzecken
Beim Test von 5 Zecken, die mich während einer Saison gestochen hatten, wurden auch Babesia-Erreger gefunden.
Heißt das, dass da ein oder mehrere Auwaldzecken dabei gewesen sein müssen? Huh

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15.03.2019 16:00
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urmel57 Offline
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Beitrag #4
RE: Auwaldzecken
(15.03.2019 16:00)ticks for free schrieb:  Beim Test von 5 Zecken, die mich während einer Saison gestochen hatten, wurden auch Babesia-Erreger gefunden.
Heißt das, dass da ein oder mehrere Auwaldzecken dabei gewesen sein müssen? Huh

Ich glaube nicht.... Die hohe Seroprävalenz an Babesien z.B. in Schweden zeigt eher, dass das auch bei den üblichen Zecken übertragen wird. Da gibt es meines Wissens die Auwaldzecke nicht. Warum bei Hunden Babesien schlimmer sein sollen als beim Menschen, weiß ich jedoch nicht.

Ich frage mich auch, ob "Normale" den Unterschied der Zeckenarten überhaupt kennen, geschweige denn was anderes als FSME und Borreliose als zeckenübertragbare Erkrankungen.

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15.03.2019 18:38
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hiiumaa Offline
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Beitrag #5
RE: Auwaldzecken
Hallo Urmel,
bei uns gibt es die Auwaldzecken schon seit einigen Jahren ziemlich
massiv. Die gehen an die Hunde,die Schafe und auch an mich.
Im Gegensatz zum normalen "Holzbock" waren die Stiche nach
Entfernen der Zecken regelrecht schmerzhaft, sogar über mehrere Wochen.
Die können mega schnell krabbeln. Fast wie eine kleine Spinne.
Ich wünsche Dir möglichst wenige Begegnungen mit ihnen...
LG hiiumaa
17.03.2019 11:14
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Beitrag #6
RE: Auwaldzecken
(17.03.2019 11:14)hiiumaa schrieb:  Die können mega schnell krabbeln. Fast wie eine kleine Spinne.

Ich habe mal den Mut gehabt, eine Holzbockzecke an meinem Bein nicht sofort zu entfernen, sondern zu beobachten. Die hatte eine enorme Geschwindigkeit, wie sie mein Bein raufkrabbelte. So schnell wie eine Spinne! Sad

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(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 17.03.2019 11:25 von ticks for free.)
17.03.2019 11:24
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