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Ach ja, bei Hautärzten kann man(N/frau) auch was erleben, wenn das Wort "Borreliose" fällt! Da könnte ich von zwei Beispielen lang und breit berichten. Hier nur in Kurzform:
- erste Ärztin = "Musterung" wie ein Stück Vieh auf dem Markt; immerhin Syphilis-Ausschluss aus eigenem Antrieb vorgenommen + Borrelien-Serologie (4. Mal!); Test auf Hautpilz, von dem dann aber nie Ergebnisse kamen; Befund-Bericht erst Monate danach, weil ich "hinterlief" (Inhalt des Berichts ein Satz = Hyperkeratose).
- zweiter Arzt = mit blauen Füßen (ACA!) hin + Überweisung der Hausärztin, die deshalb um ACA-Untersuchung bat; Test auf ACA v. Hautarzt nicht durchgeführt, sondern wieder (!) nur Hautpilz getestet (negativ damals); Überweisung in Uni-Klinik, dort Neurologie/Psychiatrie seitens Hautarzt angeboten - ich: "Danke, nein, ich habe mittlerweile eine unheilbare Neurologen-Allergie"....
Hautärzte lohnen m. E. bei Borrelien fast so wenig wie Neurologen. Nur sind sie nicht ganz so heikel - dort kann man zur Not auch noch ohne Zeugen hin.
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28.08.2019, 13:47
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 28.08.2019, 13:50 von
FreeNine.)
Fundstück
DocCheck vom 1.7.19:
Borreliose: Ja, jein oder doch vielleicht?
Der Titel passt doch hervorragend.

... und die Kommentare der Ärzte ...
und wir wundern uns, wenn immer wieder Fragen allein zur Diagnostik auftreten.
Im Gegenzug sehe ich die Experten, die immer noch verlauten lassen: Borreliose ist einfach zu diagnostizieren und zu behandeln. - Na was denn nun?
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Danke, liebe freenine, für den Link.
Für mich macht er in der Aussage auch deutlich, wie wichtig bei der Betrachtung der Unterschied zwischen frische Infektion und später Borreliose ist. Könnte diese Ärztin auch für uns eine Ansprechpartnerin zu bestimmten Fragen sein? Wenn sie unsicher ist, was man ihr ja nicht übel nehmen kann, könnte sie mit uns auch lernen.
Das war so meine erste Idee.
L.G.biblio
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28.08.2019, 15:32
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 28.08.2019, 15:42 von
FreeNine.)
(28.08.2019, 15:00)biblio schrieb: Könnte diese Ärztin auch für uns eine Ansprechpartnerin zu bestimmten Fragen sein?
Nach meiner Sicht eher nein. Sie bezieht sich in ihren Antworten zu sehr auf die Antikörpertests.
Laut RKI stehen doch die klinischen Symptome im Vordergrund. Und selbst die typische Wanderröte ist beweisend. Was ist mit allen anderen Symptomen außer einer Wanderröte?
Ich habe mir den folgenden Text zur Infektion Borreliose jetzt mehrmals auf der Zunge zergehen lassen und verstehe ???:
Zitat:Das ist eine Infektion, die..., aber auch im Labor gut diagnostiziert werden kann.
Das Problem bei der Labordiagnostik ist: Bakterien können nur sehr aufwendig und teuer diagnostiziert werden, deshalb weicht man von dieser Methode eher ab und macht eine serologische Diagnostik, sprich man bestimmt IgG- oder IgM-Antikörper.
... Und genau bei der Interpretation dieses Immunoblots und der Serologie kann es schon mal passieren, dass die Diagnostik in die falsche Richtung geht und eine Borreliose nicht richtig diagnostiziert wird.
= Ja, jein oder doch vielleicht?
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Für mich ist dieser Beitrag der Status-Quo bei vielen Ärzten: leicht behandelbar, positive Serologie liegt immer vor - spätestens nach 30 Tagen, Borreliose ist mit einer Behandlung bis 30 Tage gut behandelbar.
Also sehr ernüchternd, gegenüber der Überschrift.
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Entschuldigt bitte meinen Schnellschuss,
aus verschiedenen Gründen halte ich eine kleine Hausarztpraxis auch nicht für den idealen Hintergrund.
Vielleicht fällt uns noch jemand ein.
L.G. biblio
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Aus #1
Dr.Steuer vor 2 Monaten
Zitat:Entscheidend ist der konstant hohe Wirkspiegel!
Dh 200 mg Doxy reichen, aaaber nicht als einmal-Dosis, sondern penibel alle 12Std 100 mg. Das ist der häufigste Therapiefehler.
Gegeben für 20-25 Tage, es gibt eine 50er Packung. Oder auch Intervallmäßig, 2 Wochen, 1 Woche Pause, dann nochmals 1Woche. Allerdings kann es auch dabei zum Überdauern von Zystenformwn oder bereits in schwer zugängliche Kompartimente ( Gelenkhöhlen, Liquor, auch Perikard ) vorgedrungenen Borrellien kommen, die einer speziellen Therapie bedürfen, bis hin zur intraartikulären oder intrathekalen AB-Instillation.
Ich glaube das sollten wir mal genauer betrachten, recherchieren, was wirklich richtig ist.
Zitat:Doxycyclin ist hier – neben Amoxicillin – das Antibiotikum der Wahl und soll in dieser speziellen Indikation in einer Stärke von 200 mg täglich eingenommen werden. Die Dosis kann einmal täglich verabreicht werden oder zweimal pro Tag je 100 mg im Abstand von zwölf Stunden. Doxycylin® Al 200 mg Tabletten sind teilbar.
Aus:
https://www.deutsche-apotheker-zeitung.d.../chapter:2
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