Dieses Forum nutzt Cookies
Dieses Forum verwendet Cookies, um deine Login-Informationen zu speichern, wenn du registriert bist, und deinen letzten Besuch, wenn du es nicht bist. Cookies sind kleine Textdokumente, die auf deinem Computer gespeichert sind. Die von diesem Forum gesetzten Cookies düfen nur auf dieser Website verwendet werden und stellen kein Sicherheitsrisiko dar. Cookies auf diesem Forum speichern auch die spezifischen Themen, die du gelesen hast und wann du zum letzten Mal gelesen hast. Bitte bestätige, ob du diese Cookies akzeptierst oder ablehnst.

Ein Cookie wird in deinem Browser unabhängig von der Wahl gespeichert, um zu verhindern, dass dir diese Frage erneut gestellt wird. Du kannst deine Cookie-Einstellungen jederzeit über den Link in der Fußzeile ändern.


Entzündungsmarker bei chronischen Infektionen (Umfrage)
#1

Mich würde mal interessieren wie die Entzündungsmarker bei denjenigen aussehen, die als Ursache der (unspezifischen) Beschwerden eine chronische Infektion vermuten. Hintergrund der Frage ist unter anderem ein Gefühl zu bekommen, welche Marker sich zur Bestimmung eines chronisch-infektiös-immunologischen Prozesses eignen würden. Bitte auch die Werte angeben, die bestimmt wurden und normwertig waren.

Folgende Marker kämen in Frage (nicht vollständig, ggfs. selbst weitere ergänzen):

- CRP gegebenenfalls (hochsensitives) hs-CRP
- Blutsenkung BSG
- Anteil Monozyten am Differentialblutbild in Prozent
- Anteil Lymphozyten am Differentialblutbild in Prozent
- Anteil Neutrophile am Differentialblutbild in Prozent
- TNF alpa
- Interferon gamma
- T-Zellaktivierungsmarker wie HLADR
- Auffälligkeiten in der Lymphozytendifferenzierung (T, B, NK-Zellen, T4, T8)
- Th1/Th2-Shift oder Th1/Th2/Th17-Shift (Verteilung der T-Helferzellen)
- Anzahl CD57+ NK-Zellen
- Verhältnis CD57+ NK-Zellen zu Gesamtzahl der NK-Zellen
- ggfs. selbst weitere Werte ergänzen, wie z.B. spezielle Zytokine

Ich fange mal an:
Zitat:- CRP gegebenenfalls (hochsensitives) hs-CRP: zwischen 0,3-0,7 mg/l (Norm < 3-5 mg/l)
- Blutsenkung (BSG):  2-8 mm/h (Norm < 10 mm/h)
- Anteil Monozyten am Differentialblutbild in Prozent: stets leicht erhöht bei 10-13 %
- Anteil Lymphozyten am Differentialblutbild in Prozent: schwankend bei 30-45 % (im Normbereich)
- Anteil Neutrophile am Differentialblutbild in Prozent: schwankend bei 45-60 % (im Normbereich)
- TNF alpa: wiederholt gemessen, immer komplett unauffällig
- Interferon gamma: einmalig 1,1 (Norm < 0,2)
- T-Zellaktivierungsmarker wie HLADR: wiederholt unauffällig
- Auffälligkeiten in der Lymphozytendifferenzierung (T, B, NK-Zellen, T4, T8): B-Lymphozyten immer leicht erhöht bei 25 % (Norm je nach Labor 10-20 %), T8 leicht erniedrigt
- Anzahl CD57+ NK-Zellen: folgt
- Verhältnis CD57+ NK-Zellen zu Gesamtzahl der NK-Zellen: folgt
- Th1/Th2-Shift oder Th1/Th2/Th17-Shift (Verteilung der T-Helferzellen): außerhalb der Antibiose unauffällig (Th1/Th2/Th17-Shift beim IMD)
Zitieren
Thanks given by: blomma
#2

Hallo Markus,

ich weiß nicht, ob die Werte meines Sohnes irgendwie dir nützlich sein können für deine "Forschung". Ich weiß auch nicht genau, ob ich alles finden kann, was dich interessiert, deswegen schicke ich dir den ganzen Blutbefund und du kannst selber suchen, ;-) . Die letzte ausführliche Befunde haben wir durch den Privat Orthopäde, Spezi aus der Liste, der mein Sohn heute punktiert hat. Er hat Blut- und Stuhlproben untersuchen lassen.


Angehängte Dateien Thumbnail(s)
               
Zitieren
Thanks given by: Markus , blomma
#3

Und hier der Rest von September
Zitieren
Thanks given by:
#4

Und hier der Rest von September.


Angehängte Dateien Thumbnail(s)
           
Zitieren
Thanks given by: Markus , blomma
#5

Welche Symptome außer dem geschwollenen Knie liegen denn vor? Interessant wäre in dem Fall wirklich BSG und CRP. Das wurde sicher schon öfters gemacht, weil es eigentlich die 0815-Entzündungswerte sind. Der Rheumatologe hat mit Sicherheit das CRP bestimmt.
Zitieren
Thanks given by:
#6

Hallo Markus,

also schwer zu sagen, welche Symptome mein Sohn noch hat. Er klagt eigentlich über nichts. Außer oft extreme schlechte Laune, kann ich über nicht viel mehr berichten. Neulich erzählte er den Arzt, dass er auch mal Schmerzen an dieser oder die andere Stelle kurzfristig gespürt hatte. Aber nur nachdem der Arzt sehr danach gefragt hat. Er nimmt aber seit Monaten 1000 mg Naproxen pro Tag. Gerade fallen seine Haare enorm, aber keine Ahnung, ob das an der Borreliose oder an die Medikamente liegt (teilweise ist auch die Zeit, Herbst). Ich kann ehrlich gesagt, nicht viel über andere Symptome sagen außer das geschwollene Knie. Sonst hat mein Sohn ADHS (hätte sein Bruder nicht auch diese Diagnostisk würde ich denken, es liegt an der Borreliose, aber sicherlich hat sich einiges dadurch verschlechtert).
Leider habe ich von den Rheumatologe nicht diese Werte. Ich kopiere dir, die einzige Werte, die ich vom KH habe. Ich denke, da steht etwas, darüber, dass diese Werte nicht dabei sind (keine Ahnung, warum sie mir diese nicht geben konnten /wollten).

Also zu dem CRP vom Juni im KH steht nur Folgendes: Messmethode ITU, <0,3, Einheit mg/l Referenzbereich <5.0
Zitieren
Thanks given by:
#7

Ich weiß natürlich nicht, inwieweit meine Werte so ganz aussagekräftig sind, da ich ja zusätzlich eine Autoimmunerkrankung habe. Schreibe trotzdem mal, gibt aber wenig Auffälliges und ich schätze auch eher ein (auch wenn das mein Arzt bissl anders sieht...), dass meine Beschwerden vorrangig von den Infektionen kommen/getriggert werden:

CRP ist öfters grenzwertig bei knapp 5 mg/l
T-Suppressor CD 8 im unteren Normbereich meist um 15 % (grenzwertig ab 10%)
Bei den Neutrophilen habe ich keine Prozentwerte, tendenziell sind sie aber eher im oberen Bereich bei 0,7 - 0,75 (0,40- 0,75)

Die Werte der drei unteren Zeilen habe ich nicht, auch nicht Interferon Gamma. Alles andere ist in der Norm.

Auffällig sind bei mir permanent erhöhte IgA-Werte für Chlamydien, zudem sehr häufig und "einfach mal so" Eisen- oder Vitamin-D-Mangel.

Was auch auf chronische Infektionen hinweisen kann --> unter immunsuppressiver Behandlung stiegen meine Werte für CRP und BSG an und ich fühlte mich extrem schwach, spüre starkes Entzündungsgeschehen im ganzen Körper --> fühlt sich an, wie ein inneres Brennen/Fieber und schneller Puls und Zunahme der Kopfbeschwerden, Schwindel...
Zitieren
Thanks given by: Markus , Waldgeist , blomma
#8

Hier auch meine Werte, die ich gerade schon in meinem Thread
https://forum.onlyme-aktion.org/showthre...#pid167896
eingestellt habe. daher manches doppelt.

Was Du genau wissen willst bin ich glaube gar nicht in der Lage aus den Werten herauszulesen.
hier unter dem Test das Auffällige, den Rest guckst Dir am besten selbst an.
Das ganze fünf Monate nach einer zwei wöchigen Antibiose und 1 ½ Jahre nach Dauerantibiose 2018
https://drive.google.com/file/d/12-H7IRp...sp=sharing

Die auffälligen Immunwerte waren
TNF alpha: 11,3      Ref. < 8,1
Akt. T –Lympho.HLA DR + relativ    1,53              Ref.: 2 – 12
Akt. T –Lympho.HLA DR + absolut  27                Ref.: 30 – 200

(Ich salze jetzt etwas mehr, wegen zu wenig Natrium, nehme nicht mehr ganz so viel B12, und lasse das mit dem Eisen auf sich beruhen)

Sonst sind IGG1 und IGG4 weit unten aber nicht drüber, passt vielleicht zu meiner Hausstaubmilbenallergie die sich noch ab und zu meldet und ich bekomme schnell Husten, Halsweh usw., was dieser Befund schon bestätigt. Seit den vielen Ab aber viel weniger.
Noch ziemlich weit unten ist MPV.

BLot war nur IGG p41 positiv.
Früher waren im Blot IGM und IGG viele Banden hoch positiv, damals IMD. Habe ich nicht neu getsetet.
Das war mein erstes und einziges Immunprofil. Als ich sehr krank war, wurde mal CD57 gemessen. Das war erniedrigt, ich weiß nicht ob das mit der Messung hier oben  vergleichbar ist, eh anderes Labor.
Damals 2015:  TNF Alpha Normal
1NKA    NK Zellen 12%                            Norm:10-30
2NKA    NK Zellen 189                              Norm: 210-740 (zu wenig)
CD 57/NK              24,2                              Norm: 60-360 (zu wenig)

CRP, BSG waren zum Zeitpunkt der Nervenwasserentzündung nur ganz leicht erhöht, selbst als diese schon extrem hoch war.
Dann nicht mehr gemessen da ich regelmäßig Ab nahm.

liebe Grüße borrärgerIcon_winken3
Glücklich ist der, der hinter den schwarzen Regenwolken auch die Sonne sieht.

^^Mitglied werden^^ und dabei helfen das Forum zu erhalten !!!!!!
Es ist leicht und bewirkt viel.
Zitieren
Thanks given by: Markus , micci , blomma
#9

Und hier auch mein Beitrag zu deiner Forschung  Shy

- BSG wurde nur 1 Mal gemessen- war vor 4 Jahren Wert 15/38  ( Norm 10/20)
- CRP unauffällig
- Monozyten, Lymphozyten in der Norm, aber neutrophile Granulozyten öfter unter Normwert, 42-53  ( Norm 55-70)
- TNF alpha normal, hoch nur bei akutem Infekt
- Interferon gamma, weiß ich jetzt nicht, ob es schon mal bestimmt wurde
- B- Lymphozyten (CD19) chronisch erhöht, 11- 14  (Norm 3-10)
- T4- Helferzellen (CD4) chronisch erhöht, 61,8- 70,3  (Norm 35-56)
- T8- Suppressorzellen (CD8) chronisch erniedrigt, 14,6- 7,7  (Norm 17-36)
- ergibt eine permanent erhöhte CD4/ CD8 Ratio, 7-9,1  (Norm 1,1- 2,9)

- beständig hohe Chl. pneumoniae IgG und IgA- AK Werte 155 und 135 (Norm jeweils unter 10)
- Immunsystem tendiert zu TH2- Dominanz

Alle Werte schwanken natürlich anhand dessen, womit sich mein Immunsystem gerade auseinandersetzen muss. Wenn ich wie letztes Jahr eine schwere Infektion habe ist noch IL8 erhöht und  Immunglobulin G fällt unter Normwert.



Ich hoffe, dass sich hier noch einige mehr Leutchens anschließen und ihre Werte eingeben und bin gespannt, ob und was sich aus diesen Werten für dich erschließen lässt.

VG, micci

Zusammen bewegen wir mehr!  Mitglied bei https://onlyme-aktion.org/
Zitieren
Thanks given by: borrärger , Markus , blomma
#10

(09.10.2020, 12:20)Markus schrieb:  Mich würde mal interessieren wie die Entzündungsmarker bei denjenigen aussehen, die als Ursache der (unspezifischen) Beschwerden eine chronische Infektion vermuten. Hintergrund der Frage ist unter anderem ein Gefühl zu bekommen, welche Marker sich zur Bestimmung eines chronisch-infektiös-immunologischen Prozesses eignen würden. Bitte auch die Werte angeben, die bestimmt wurden und normwertig waren.
 Hallo Markus,
zu deiner Forschung hier auch mein Beitrag.

Zum Thema "Chronische Systemische Entzündung" ist im Borreliose Wissen Nr. 41 von Dr. von Baehr eine m. E. gute komplexe Zusammenfassung zu lesen.
Fällt mir aber schwer hier zusammenzufassen. Er gibt aber dort auch an, dass der CRP (für die Akutentzündung etablierte Entzündungsmarker) für den Nachweis der chronischen Entzündung zu wenig sensitiv ist.

Nun mein Beispiel mal kurz:
-11/2008 bei Feststellung meiner Borreliose mit schwersten Kniebeschwerden
CRP = 17,13 mg/l (Norm <5.0)
BSR = 44/78 !
CK (Creatinkinase) = 2,51 ukat/l (Norm <2,34)

- nach Erstbehandlung der Borreliose mit 30 Tage Doxi ab 12/2008 = (Labor der Reha) - keine Gelenkbeschwerden (vorallem Knie) mehr
Eingang 02/2009:
CRP = nicht gemessen
BSR = 42 mm/h (Norm <15.0)
CK (Creatinkinase) = nicht gemessen

bei Entlassung 03/2009
CRP = 3,9 mg/l (Norm <5.0)
BSR = 26 mm/h (Norm <15.0)
CK (Creatinkinase) = nicht gemessen

- Ab Ende 03/2009 wieder Aufflammen der Gelenksbeschwerden/Knie ect.

- 10/2009 DD in der Rheumatologie stationär
CRP = 7,74 mg/l (Norm <5.0)
CK (Creatinkinase) = 2,92 ukat/l (Norm <2,34)
CKMB 10% der CK
keine rheumatologische Erkrankung festgestellt

- von 2010- 2020 wurden CRP und CK regelmäßig kontrolliert und waren ständig leicht erhöht (leider nicht im Zusammenhang mit wiederholter Antibiose)
CRP = Werte zwischen 7 und 12 mg/l (Norm <5.0)
CK (Creatinkinase) = 3,06 bis 4,5 umol/l (Norm <2,85)
Das CKMB (Herzmuskelenzym) war zeitweise auch erhöht wohl im Zusammenhang mit Herzmuskelveränderungen/veränderungen an der Herzwand. Konnte aber nie konkret einer Ursache zugeordnet werden.

Zum erhöhten CK (Muskelenzym) und den ständigen Muskelbeschwerden hatte die Uni keine Erklärung ...
(Da gibt es auch ein 6-seitiges Laborblatt von 2014 mit z.T. von Markus aufgeführeten Werten ... Das aber heute nicht hier. Es zeigt einen entzündlichen Prozess, welcher laut Uni nicht zugeordnet werden kann...)

- Interessant dabei
- 02/2019 wurde u. a. ein erhöhter Wert des CMV-Virus festgestellt. Versuchsweise habe ich dann eine Tablettenbehandlung mit Aciclovir über ca. 3-4 Monate gemacht. Spürbar keine Verbesserung erreicht, aber der CK lag erstmals im Normbereich???
08/2019

CRP = 13,4 mg/l (Norm <5.0)
CK (Creatinkinase) = 161 U/l (Norm <=170 U/l)

05/2020
CRP = 10,2 mg/l (Norm <5.0)
CK (Creatinkinase) = 2,51 umol/l (Norm <2,78)

Das kleine Blutbild war so gut wie immer unauffällig, es wurden im Laufe der Jahre auch noch andere Werte bestimmt, aber meist alles in der Norm

VG FreeNine

PS. Zum CRP, da bin ich wohl laut Meinung der meisten Ärzte ein sensibles Wesen, und der leicht erhöhte CRP sei wohl laut dieser Ärzte (übrigens auch der DRV) bei mir der Normbereich. Es gäbe einen kleinen Teil von Menschen, wo der Normbereich laut Aussage wohl anders angesetzt werden muss.

Stellt sich nur meine Frage Cool , warum genau nach erster Antibiose der CRP im eigentlichen Normbereich lag und ich für ca. 7-8 Wochen völlig beschwerdefrei war?

“Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.” Mahatma Ghandi

Macht mit bei: www.onlyme-aktion.org
Zitieren
Thanks given by: borrärger , micci , Markus , biblio , blomma


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste