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Extrem niedrige NK-Zellen
#1

Beim Befund meiner Tochter waren die Natürlichen-Killer-Zellen so extrem niedrig, dass die CD57- Zellen nicht richtig bestimmbar waren. Bei der Blutuntersuchung einen Monat zuvor sah der Befund ähnlich aus, so dass eher nicht von einer Laborente ausgegangen werden kann.

Kann dies ein Hinweis auf eine Autoimmunerkrankung, z. B. eine autoimmune Enzephalitis sein? Ich vermute bei meiner Tochter PANS (Pediatric Acute-onset Neuropsychiatric Syndrome) ausgelöst durch ihre chonisch-persistierende Bartonelleninfektion.

Hat jemand von euch hier im Forum einen ähnlichen Laborbefund mit ähnlich niedrigen NK-Zellen?

Im Anhang der Laborbefund


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#2

Hallo,

ich glaube sie waren schon bestimmbar, nur hinsichtlich auf einen Borreliosebefund nicht, so hab ich das verstanden... Allerdings finde ich die Aussage des Labors schon kritisch, da sich anhand dieser Werte keine eindeutige Borreliose feststellen ließe.
Erniedrigte CD 57 NK Zellen können ein Hinweis auf chron. persistierende Infektionen sein....Und damit ist nicht nur die Borreliose gemeint.
Ich lasse in einem anderen Labor bestimmen, meine Werte sind auch immer sehr niedrig.
Ein Hinweis auf eine Autoimmunerkrankung kann das nicht sein, soweit mir bekannt. Dafür gibt es andere Laborwerte...
Ich hoffe deiner Tochter geht es bald besser!

Liebe Grüße Jo


OnLyme-Aktion.org


Es gibt nur zwei Tage in deinem Leben,an denen du nichts ändern kannst.
Der eine ist gestern und der andere ist morgen.

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Thanks given by: Amy , Filenada , Waldgeist
#3

@ Johanna cochius: Vielen Dank für deine Antwort und lieben Besserungswünsche!

Wir haben heute mit dem Spezi geskypt. Er meinte, dass die extrem niedrigen NK-Zellen ein Hinweis auf eine Autoimmunerkrankung, aber auch ein Hinweis auf eine persistierende Infektion sein könnten. Er hat wohl mehrere Patienten mit vergleichbaren Werten.

Er möchte noch einige Untersuchungen durchführen und schlägt eine off-label Therapie mit Disulfiram vor, welches er ganz langsam und niedrig dosiert einschleichen möchte. Die Hauptsymptome meiner Tochter sind zur Zeit Zwangsgedanken, Panikattacken, Depressionen, motorische und vokale Tics, extremer Haarausfall mit starken klebrigen Kopfschuppen, unreine Haut, Rückenkrachen und Bauchschmerzen v.a. im Oberbauch. Wir machen seit 8 Monaten das Buhner-Protokoll gegen Bartonellen mit bislang eher bescheidenem Erfolg.

Ich habe aber gehört, dass Disulfiram auch zu Psychosen und/oder Polyneuropathien führen kann, davor habe ich echt Angst!
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#4

Niedrige NK-Zellen können auch genetisch bedingt sein. Hast du schon mal ein Immunlabor bei Dr Pf. in Düsseldorf machen lassen? Sonst würde ich das mal machen (geht auf Laborschein, wenn du eine Überweisung von nem Kassenarzt bekommst) und dann telefonisch den Befund mit ihm besprechen. Bei den Spezis scheint halt alles eine chronische Infektion zu sein und Disulfiram soll gegen alle möglichen Erreger wirken, aber um ehrlich zu sein kenne ich keine Studien, die das belegen. Außer vielleicht bei Borreliose, aber da sind die Ergebnisse auch widersprüchlich. Und ja, es kann Psychosen auslösen, sollten aber nach Absetzen reversibel sein. Depressionen kann es wohl auch auslösen/verstärken.

War deine Tochter mal ganz gesund und alles hat nach den Flohstichen angefangen?

Ich selbst glaube nicht mehr so recht an die chronischen Infektionen, die sich auch durch Kombi-Langzeitantibiose gar nicht bessern. Wenn Antibiotika keine deutliche Besserung bringen, sollte man m.E. nach anderen Ursachen Ausschau halten.
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Thanks given by: micci , Amy
#5

Hallo Markus,

vor den Flohstichen war meine Tochter kerngesund. Die gesundheitlichen Probleme haben alle erst danach angefangen. Nach der langen Antibiose ist ja auch eine Besserung eingetreten, aber leider keine Remission. Ich bin mit halt sehr unsicher, ob die psychischen Symptome immer noch mit der Bartonelleninfektion an sich zusammenhängen oder durch ein Autoimmungeschehen ausgelöst durch die persistierende Infektion wurden und werden.

Im amerikanischen ACN Latitudes PANS/PANDAS-Forum haben viele Kinder ausgelöst durch eine Streptokokkeninfektion oder Infektionen wie Borreliose, Bartonellen oder Mykoplasmen Beschwerden wie Wut, Zwangsstörungen, Tics, Angststörungen, Halluzinationen, Panikattacken, usw.

https://www.lymedisease.org/members/lyme...nd-pandas/

https://www.lymedisease.org/therapy-isnt-enough/

https://latitudes.org/forums/topic/24376...des-strep/

Die Frage ist, ob wir phytotherapeutisch oder antibiotisch weitermachen sollen, aber seit der Langzeitantibiose hat sie ständig Probleme mit Bauchschmerzen, starker Schuppenbildung und Kleiepilzflechte am Haaransatz. Ihr Haarausfall ist auch extrem. Vielleicht spielt Candida eine Rolle.

Ich würde gerne Low Dose Immunotherapy machen, finde aber keinen Arzt in Deutschland, der das macht. In den USA bekommen viele betroffene Kinder IVIG, d. h. eine intravenöse Behandlung mit Immunglobulinen von "gesunden" Spendern. Das ist wohl wahnsinnig teuer weil dafür 2g Immunglobuline pro Kilogramm Körpergewicht benötigt werden und die Prozedur oft mehrfach durchgeführt werden muss. Ich hätte damit auch sehr große Bedenken in Bezug auf  Infektionsrisiken.

Ein Immunlabor ist eine gute Idee, vielleicht hilft uns das weiter.
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